Alexandre Ajas Maniac (2012) - Poster
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Alexandre Ajas Maniac

Originaltitel: Maniac

Von mit ,
Genre: Thriller, Horror | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Ascot Elite Filmverleih
Freigegeben ab 18 Jahren18- ( Minuten)

Inhalt: Von seiner Mutter erbte Frank (Elijah Wood) einen Laden, in dem er Schaufensterpuppen restauriert. Ihre promiskuitive Lebensweise ist allerdings auch dafür verantwortlich, dass Frank ein gestörtes Verhältnis zu Frauen hat. Echte Beziehungen kann der verstockte junge Mann nicht aufbauen. Stattdessen verfolgt er regelmäßig nachts Frauen, ermordet und skalpiert sie. Mit ihren Haaren schmückt Frank seine Schaufensterpuppen, die für ihn dadurch zum Leben erweckt werden. Seine kunstfertige Dekoration erweckt das Interesse der französischen Fotografin und Künstlerin Anna (Nora Arnezeder). Frank fühlt sich zu der sympathischen Frau hingezogen, doch seine inneren Dämonen ruhen nicht...

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Bilder zum Film

Filmkritik

Einmal mehr steht der Name des französischen Regisseurs Alexandre Aja, der seit seinem Durchbruch mit "Haute Tension" in Amerika arbeitet, für hartes Horrorkino mit drastischen Spezialeffekten. Als Drehbuchautor von "Maniac" nahm sich Aja zusammen mit Co-Produzent und Mitautor Grégory Levasseur einem legendären Slasher an, der im Laufe der Jahrzehnte Kultstatus erlangte. Verantwortlich für den legendären Ruf sind die Leistung des verstorbenen Joe Spinell als psychopathischer, schmieriger Frauenmörder und die blutigen Skalpierungseinlagen von Tom Savini, der neben "Zombie" hier seine eindringlichste Visitenkarte als auf Gore spezialisierter Maskenbilder vorlegte. In Deutschland ist "Maniac" seit Jahrzehnten verboten und dürfte es auch weiterhin bleiben, während das Remake sogar ungekürzt in unsere Kinos kommt. weiterlesen ▼

Die Regie bei der amerikanisch-französischen Neuauflage "Alexandre Ajas Maniac" führte Ajas Freund und Kollege Frank Khalfoun - das Trio schuf schon mit "P2 – Schreie im Parkhaus"(2007) einen ähnlich konzipierten Thriller. Beide Schocker drehen sich um die krankhafte Obsession eines gestörten Einzelgängers, um eine attraktive junge Frau und ihre verzweifelten Versuche, dem skrupellosen Verehrer zu entgehen. Während in "P2" ein Nachtwächter alle Menschen aus dem Weg räumt, die zwischen ihm und dem Objekt seiner Begierde stehen, entwickelt sich in "Maniac" anfangs sogar eine zaghafte Beziehung zwischen dem verschlossenen Restaurateur und der verständnisvollen Künstlerin. Nur der Zuschauer weiß zu diesem Zeitpunkt, dass jedes seiner Dates in einem Blutbad endet.

Die makabre Story wird (fast) ganz aus der Killerperspektive erzählt. Seitdem Robert Montgomery in der Raymond Chandler-Verfilmung "Die Dame im See" (1946) das Prinzip der durchgehend subjektiven Kamera einführte, griffen Filmemacher nur selten auf den umstrittenen Einfall zurück. Und auch Regisseur Khalfoun traute dieser Inszenierungsform wohl nicht ganz. Die Kamera verrlässt mehrfach die Mördersicht und schwebt über den Protagonisten. Zu recht befürchtete man wohl, dass Hauptdarsteller elijah Wood zu selten ins Bild gerückt wird.

In Ansätzen gelingt es immerhin, die Motive des getriebenen, schizophrenen Mannes zu verdeutlichen, der stets mit seiner manischen Besessenheit ringt. Frank wird sowohl von fatalen Erinnerungen an seine selbstsüchtige, distanzierte Mutter als auch von Visionen lebendiger Schaufensterpuppen mit den Persönlichkeiten seiner Opfer heimgesucht. Die tastendende Annäherung an die eigentlich schon liierte Fotografin entwickelt sich psychologisch glaubwürdig. Allerdings trägt gerade dieser Umstand dazu bei, dass die "Maniac"-Neuauflage zunehmend spannungsarm verläuft. Sind Charaktere und Szenerie erst einmal etabliert, wechselt Khalfoun eher eintönig zwischen den drastischen Attacken, den (Alb-)Traumsequenzen und der zurück genommenen Liebesgeschichte.

Dabei besitzt "Alexandre Ajas Maniac" jenseits der (überschaubaren) blutrünstigen Effekte aus der Werkstatt von Tom Savinis Schüler Greg Nicotero ("Underworld"-Filmreihe) durchaus atmosphärische Stärken. Das Setting in Downtown New York aus kreativer Künstlerszenerie und abgelegenen, desolaten Plätzen verstärkt das Gefühl von Verlust und Getriebenheit, was der düstere Synthesizer-Score im Achtziger-Jahre-Stil trefflich unterstützt. Doch letztlich gelingt es Frank Khalfoun nicht, die Spannung seines wesentlich simpler gestrickten Debüts "P2" zu wiederholen.


Fazit: "Alexandre Ajas Maniac", das Remake eines Kult-Slashers, enthält neben seinen ausgedehnten Schockeinlagen Ansätze zur psychologischen Vertiefung, vermag auf Dauer aber wenig zu fesseln.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

Alexandre Ajas Maniac - (2012) - Cinema Extreme - Blu-ray - Cover

Alexandre Ajas Maniac - Cinema Extreme (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 21.05.2013

Bild 7.0
Ton 7.0
Features 4.0
Medien-Bewertung 6.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Alexandre Ajas "Maniac" Remake macht insgesamt eine gute Figur auf dem HD-Medium. Das Bild ist zwar extrem stilisiert und wird somit nicht jedermanns Geschmack treffen, doch dieses wird gut reproduziert. Auch die Tonspuren sind klar über dem Durchschnitt angesiedelt…mehr...

Alexandre Ajas Maniac - (2012) - Cinema Extreme - DVD - Cover

Alexandre Ajas Maniac - Cinema Extreme (DVD)

Erscheinungsdatum: 21.05.2013

Bild 7.0
Ton 8.0
Features 4.0
Medien-Bewertung 6.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Bild und Ton der DVD-Veröffentlichung bewegen sich auf hohem Niveau. Die Bildqualität schwankt nur leicht, während der Ton ein im Kern natürliches Klangbild aufweist. Sowohl Bild als auch Ton weisen einige Stilmittel auf, die auf die Erzählstruktur des Films zurückzuführen sind und keine Mängel im herkömmlichen Sinne darstellen…mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

"Alexandre Ajas Maniac": Interview mit Elijah Wood - News

"Alexandre Ajas Maniac": Interview mit Elijah Wood

  • Filme, Stars
  • Mi, 02.01.2013
  • Kommentare

Im Horrorfilm "Alexandre Ajas Maniac" spielt Elijah Wood einen Serienkiller. Was ihn an seiner Rolle besonders gereizt hat und warum er eigentlich keine Remakes mag, berichtet der "Herr der Ringe"-Star in einem exklusiven Interview.mehr...

User-Kritiken

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Kommentare

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Das fand ich beim Original besser. Dort wird im Grunde nichts erklärt, man sieht nur Franks Narben und kann erahnen was passiert ist.
Beim Remake mußte man da gleich mit dem Vorschlaghammer das Bild der fickenden und koksenden Nymphomanin reinprügeln (was aber jetzt nicht den ganzen Film zerstört, aber man hätte das anders/besser lösen können oder wie Randy sagt, einfach gar nichts erklären).

Zitat von cryer:
Die Motivation des Killers kommt mir persönlich zu kurz. .



Das ist bei mir umgekehrt. Dass es überhaupt eine Erklärung für den Wahnsinn gab, ist mein einziger wirklicher Kritikpunkt an dem Film.

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