Anna Karenina (2012) - Poster
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Anna Karenina

Originaltitel: Anna Karenina

Von mit ,
Genre: Drama, Romanze | Großbritannien, Frankreich ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Universal Pictures International
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)

Inhalt: Anna Karenina (Keira Knightley) steht im Jahr 1974 als Frau eines hohen Regierungsbeamten (Jude Law) im Mittelpunkt der St. Petersburger Gesellschaft. Bei einem Besuch in Moskau lernt sie den jungen Grafen Wronskij (Aaron Taylor-Johnson) kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Wronskij lässt auf dem nächsten Ball die junge Kitty (Alicia Vikander) links liegen und tanzt nur mit Anna. Kitty hatte wegen ihrer Hoffnung auf Wronskij dem unsterblich in sie verliebten Landbesitzer Levin (Domhnall Gleeson) eine Abfuhr erteilt. Zurück in St. Petersburg, verursachen Anna und Wronskij einen gesellschaftlichen Skandal, weil sie es nicht bei einer kurzen Affäre belassen.

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Filmkritik

"Anna Karenina" ist nicht nur eine weitere Adaption des gleichnamigen Buchklassikers von Leo Tolstoj, sondern setzt mit ihrem eigenwilligen Inszenierungsstil neue Akzente auf dem Gebiet des Kostümfilms. Der britische Regisseur Joe Wright ("Stolz und Vorurteil", "Abbitte") versetzt die Handlung weitgehend in die Räume eines Theaters. Im fliegenden Wechsel der Szenen und Kulissen erhält dieses angedeutete Panorama des zaristischen Russlands eine ironische Brechung. weiterlesen ▼

Die verspielten nostalgischen Miniaturen wirken kühn, sparen viele Außenaufnahmen und verkürzen die Wege: Wright kündigt Annas Reise nach Moskau an, indem er die Modellbahn ihres kleinen Sohnes durch eine winterliche Landschaft fahren lässt. Gutsbesitzer Levin steigt von einem Moskauer Haus auf der Bühne in eine echte Winterlandschaft dahinter, auf der er nur wenige Schritte bis zu seinem Landhaus zurücklegt. Überhaupt sind die Theaterräume verblüffend vielseitig verwendbar: Bei einem Rennen galoppieren Pferde über die Bühne, oder die Charaktere steigen auf Treppen und Leitern zum nächsten Schauplatz der Handlung, die zwischen Seilen über der Bühne oder den Requisiten im Lager stattfindet.

Schon an der Vielfalt dieser flexiblen Kulisse kann man sich kaum sattsehen, aber Wright stattet die Inszenierung auch mit auffälligen Choreografien aus: Die Angestellten eines Großraumbüros stempeln synchron, und im Ballsaal vollführen die Hände und Arme der Tanzpaare übertriebene Figuren, die die Nähe zum Ballett und zu folkloristischen Reigen suchen.

Der markante Stil geht zu Lasten der Schauspieler. Keira Knightley ("Stolz und Vorurteil", "Abbitte") wirkt zwar auch in diesem Film drahtig-lebhaft, aber wie Jude Law ("Sherlock Holmes", "360") als Annas steifer Gatte und die anderen Darsteller bekommt sie zwischen den häufigen Szenenwechseln nur kurze, reduzierte Dialoge. Glaubhafte Gefühle können sich kaum entfalten, denn das stilisierte Geschehen in einer Art Spieluhr bleibt atmosphärisch dann doch ziemlich weit weg vom Russland des 19. Jahrhunderts.


Fazit: Joe Wright blättert Leo Tolstojs klassisches Liebesdrama "Anna Karenina" als stilistisch gewitzte Augenweide vor Bühnenkulissen neu auf, doch der markant-sehenswerte Inszenierungsstil schmälert die Bedeutung der Schauspieler.

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  • Botu
  • 07.09.2012, 15:03

Seinen Film "Abbitte" fand ich ganz großes Kino , der hier sieht etwas eigenwillig aber interessant aus. Werde ich wohl mal weiterverfolgen.

Hört sich durchaus interessant an, der Streifen. Schaun wir mal, ob im Zuge von "Abraham Lincoln: Vampire Hunter" dann, nachdem der Streifen hier das Thema gerade mal wieder aufgearbeitet hat, vielleicht auch dieses Werk seine Umsetzung auf der großen Leinwand bekommen wird:

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