The Cold Light of Day (2011) - Poster
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The Cold Light of Day

Originaltitel: The Cold Light of Day

Von mit ,
Genre: Thriller | Spanien, USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Concorde Filmverleih
Laufzeit: Minuten

Inhalt: Will Shaw (Henry Cavill) sieht dem Segelurlaub mit seiner Familie nicht unbedingt mit Freude entgegen - zu tief steckt seine neu gegründete Firma in finanziellen Schwierigkeiten, zu belastet ist das Verhältnis zu seinem Vater Martin (Bruce Willis). Und kaum hat man sich vor der Küste Spaniens zum ersten gemeinsamen Abendessen versammelt, kommt auch schon der lange befürchtete Anruf: Wills Firma ist endgültig pleite. Doch das wird beileibe nicht seine einzige Sorge bleiben: Als Will nach einem Landgang zurück aufs Schiff kommt, ist seine Familie verschwunden. Die örtliche Polizei lockt Will in eine Falle, aus der ihn plötzlich und unerwartet sein Vater befreit. Martin ist offensichtlich nicht der, der er Wills Leben lang schien - und die beiden ersuchen in Madrid eine rätselhafte Kollegin (Sigourney Weaver) von Martin beim Geheimdienst um Hilfe.

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Filmkritik

Regisseur Mabrouk El Mechri ließ Jean-Claude Van Damme in "JCVD" einen arbeitslosen, desillusionierten Schauspieler namens Jean-Claude Van Damme darstellen, einen abgehalfterten Actionhelden, der in einen echten Bankraub gerät. Ein vertracktes, durchaus ironisches Spiel mit den überlebensgroßen Mythen Hollywoods war das - umso enttäuschender fällt demgegenüber seine neue Arbeit aus. weiterlesen ▼

El Mechri hat mit "The Cold Light of Day" einen durchaus routinierten Actionthriller abgeliefert, der aber in vielem aussieht wie am Reißbrett entworfen. Da wären zum einen mit Sigourney Weaver und Bruce Willis die alten Stars des Genres, und zumindest Willis´ Auftritt könnte noch als Hommage durchgehen: Ein alter Hase, der genug Schlachten auf der Leinwand geschlagen hat, gibt diese Aufgabe nun weiter an eine neue Generation von Darstellern. Und tatsächlich füllt Henry Cavill, der Theseus aus "Krieg der Götter", die Rolle eines Normalos, der zwischen den Fronten der Geheimdienste über sich hinauswachsen muss, recht überzeugend aus. Im Vergleich zu so vollständig austauschbaren Schauspielern wie Sam Worthington oder Channing Tatum verleiht ihm sein dunkler Wuschelkopf samt Dreitagebart ohnehin eine etwas bodenständigere, alltäglichere Ausstrahlung, die auch die Ahnung eines Geheimnisses wecken mag. Gerüchten zufolge wollte Stephenie Meyer, die Autorin der "Twilight"-Romane, ihn als Herzensbrecher Edward besetzen.

Bei El Mechri jedenfalls muss Cavill nicht nur gegen eine sehr unübersichtliche Konstellation von Agenten, Polizei und Schurken ankämpfen, sondern auch gegen ein Drehbuch, das ihn letztlich doch allzu schnell vom Getriebenen zum abgefeimten Kämpfer macht, zu einem, der das Spiel durchschaut und sich in der Lage sieht, seine Gegner auszutricksen. Sehr zügig zieht es ihn in diesen Krieg der Spione hinein, dessen MacGuffin eine Aktentasche geheimnisvollen Inhalts ist. Die Fronten, so will es die Schablone des (pseudo-)politischen Thrillers, klären sich erst allmählich, die Bedrohung, so will es wiederum die Paranoia-Action, scheint überall zu lauern. Und eine schöne Frau braucht es sowieso - auch wenn es zu den weniger stereotypen Kniffen der Handlung gehört, die ansonsten unvermeidliche Liebesgeschichte dadurch im Keime zu ersticken, dass sich Lucia (Verónica Echegui) als Wills Halbschwester entpuppt.

Als Alleinstellungsmerkmal des Films "The Cold Light of Day" soll hingegen die, zumal fürs amerikanische Publikum, exotische Kulisse sorgen. Doch so prachtvoll Remi Adefarasins Kamera den Barock der spanischen Hauptstadt auch einfängt - ein unangenehmes Kalkül ist bei dieser Inszenierung stets spürbar, eine regelrechte Ausschlachtung der Schauwerte zugunsten eines möglichst außergewöhnlichen kulturell-ästhetischen Settings. Einen wahren Rausch der Geschwindigkeit erzeugt El Mechri allerdings in der faszinierendsten Sequenz, einer rasanten Verfolgungsjagd durch Madrid, in der glitzernde Nobelkarossen die historische Architektur umschießen, in der Metall auf Stein und Technik auf Geschichte prallt.


Fazit: "The Cold Light of Day" kann dank seines Settings in Madrid mit ansehnlichen Schauwerten aufwarten, und auch Hauptdarsteller Henry Cavill empfiehlt sich durchaus für weitere Genre-Rollen. Alles in allem aber ist die Handlung des Agententhrillers um einen ahnungslosen Bürger, der sich plötzlich zwischen den Fronten wiederfindet, zu schablonenhaft angelegt.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

The Cold Light of Day - (2011) - Blu-ray - Cover

The Cold Light of Day (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 04.10.2012

Bild 8.0
Ton 9.0
Features 4.0
Medien-Bewertung 7.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Die Blu-ray-Veröffentlichung von "The Cold Light of Day" liegt technisch auf einem sehr guten Niveau. An der Bildqualität gibt es nicht viel zu meckern, denn das Bild punktet mit einer tollen Schärfe, Detail- sowie Farbwiedergabe. Das einzige Problem sind die Kompressionsspuren, die sich durch Banding und schwaches Filmkorn bemerkbar machen…mehr...

Besetzung & Stab

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User-Kritiken

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Kommentare

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Benutzer Speed Demon

P.S. ergänzend @amelie: Also ich fand den Film superspannend, auch wenn es kein absolutes Meisterwerk war... aber auch sehr gute Kameraführung, beeindruckende Schauplätze und eine IMO hervorragende Sigourney Weaver... fand sie klasse in der Rolle.

Benutzer Speed Demon

Kann mir jemand eine Sache erklären ?-):

Nachdem der Vater (Willis) - nachts - erschossen wurde, flüchtet der Sohn und auf einmal spielt die Verfolgung bei Tageslicht??


Sollte das darstellen, dass dabei so viel Zeit vergangen ist?? Sah eigentlich nach nahtlosem Übergang aus...

Benutzer amelie2002

Schade.....nach Sichtung des Trailers dachte ich, das es sich um einen soliden Actionthriller handelt, der mit schönen Locations glänzt. Nun höre ich von allen Seiten Kritik ausschliesslich der negativen Art und weiß nicht ob ich mir den Film antun werde. Normalerweise bilde ich mir meine Meinung selbst, doch irgendwie hält mich das ganze nun doch ab.

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