Devil Inside (2012) - Poster
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Devil Inside

Originaltitel: The Devil Inside

Von mit ,
Genre: Thriller, Horror | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Paramount Pictures
Freigegeben ab 16 Jahren16- ( Minuten)

Inhalt: Am 30.10.1989 wurde die Polizei durch einen Notruf von Maria Rossi (Suzan Crowley) zu einem Tatort gerufen, wo man die Leichen dreier verstümmelter Priester vorfand. Dem Anschein nach misslang ein Exorzismusversuch, weshalb man die offensichtlich besessene Frau in eine Klinik für psychisch kranke Straftäter einlieferte. Zwanzig Jahre später versucht ihre Tochter Isabella (Fernanda Andrade) hinter die Ereignisse der Nacht zu kommen, was sie mit einer Dokumentation ihrer Recherchen verbinden will. Nach einem schockierenden Besuch bei ihrer verstörten, aggressiven Mutter in Rom trifft sie in einem Seminar auf die beiden Priester Ben Rawlins (Simon Quaterman) und David Keane (Evan Helmuth), Spezialisten für Teufelsaustreibung. Bei ihrem illegalen Exorzismusversuch an Isabellas Mutter kommt es jedoch zu neuerlichen Komplikationen.

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Filmkritik

Bei einem Symposium der Mainzer Universität zur Genre-Hybridisierung im Februar 2012 beschäftigte sich der kanadische Filmwissenschaftler Barry Keith Grant in seinem Vortrag „Synergies of Space“ mit der Welle an Gruselfilmen im Reality-Dokumentarstil, die er in Anlehnung an das „Cinema Vérité“ als „Vérité Horror“ kategorisierte. Die weiterhin beliebte Strömung, angetrieben durch den Erfolg der Independent-Produktion „The Blair Witch Project“, geht laut dem Medienwissenschaftler auf den Schocker „Cannibal Holocaust“ von 1980 als ersten Fake-Horrorfilm zurück. Der Schrecken funktioniert laut ihm durch eine Reflektion bei der Herstellung dieser Werke: Der Kameramann erweist sich sowohl als Teilnehmer als auch Zeuge des Geschehens. Sein eingeschränkter Blick, was ebenso für die Sicht einer Überwachungs- oder Night-Vision-Kamera gilt, kann nicht alles wahrnehmen, womit er sich als hilflos erweist. Sowohl die Kamera als auch der Zuschauer werden im Verlauf attackiert. weiterlesen ▼

Nicht immer erscheint dieses Konzept glaubwürdig, wenn der Kameramann etwa weithin als passiver Beobachter agiert anstatt der drohenden Gefahr helfend entgegen zu treten. Im Falle von „Devil Inside“ würde ein solches Vorgehen eher sinnlos wirken, da der übersinnliche Angreifer (einmal mehr) unsichtbar ist. Paramount Pictures, Produzent der erfolgreichen „Paranormal Activity“-Serie, stülpte das Konzept dem Exorzismus-Zweig über, wobei man mit abrupten Schnitten, einer Seekrankheit verursachenden Wackelkamera und ständigen Zooms zu übertünchen versucht, dass auf inhaltlicher Ebene kaum neues erzählen wird. Ohnehin beherrschen die meisten Dokumentarfilmer ihr Handwerk perfekter als der fiktive Kamera-Operateur dieser „Vérité Horror“-Variante, deren lose Dramaturgie aus vermeintlichen Interviews, Found-Footage-Material und aktuellen Bildern eher willkürlich wirkt.

In seiner Vorhersehbarkeit erzeugt „Devil Inside“ eher Ermüdung, wobei die Synchronisation mit überspitzten Akzenten den Eindruck unfreiwilliger Komik noch verstärkt. Am ehesten vermag Regisseur William Brent Bell ("Stay Alive") noch in der ersten Exorzismus-Einlage Spannung aufzubauen, was der akrobatischen Leistung einer offensichtlichen Schlangenfrau zu verdanken ist. Ansonsten verband man das bewährte Konzept aus Selbstverstümmelung und obszönen Flüchen mit dem aus Science-Fiction-Filmen wie "The Hidden" oder "Invasion der Körperfresser" vertrauten Element des Körpertauschs, bei dem der Dämon mühelos von einem Opfer zum nächsten schlüpfen kann. Daraus erwächst jedoch kaum Konfliktpotential, da die wenige Schocks zu vorhersehbar sind und sich die Dramaturgie in endlosen Diskussionen zwischen den wenig interessanten Charakteren verliert.

Trotz der geringen Laufzeit von knapp 80 Minuten (ohne den extrem langsam ablaufenden Nachspann) gelingt es dem holprig montierten Film nicht, den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Das Preview-Publikum zeigte sich entsprechend enttäuscht über das Ergebnis und besonders über das abrupte Ende in einem Moment, wo der Plot allmählich interessant zu werden verspricht - eine Methode, mit der zuvor schon "Apollo 18" die Zuschauer verärgerte. Ansonsten sind Fans des "Vérité Horrors" bei den Genre-Hybriden "Der letzte Exorzismus" und "REC" wesentlich besser aufgehoben, wo man geschickter die Stile mixte.


Fazit: Mit "Devil Inside" erzeugt die neue Variante der "Fake Horror"-Welle um eine missglückte Teufelsaustreibung aufgrund dünner Handlung und flacher Charaktere mehr Langeweile denn Spannung.

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Medien-Kritiken

Devil Inside - (2012) - Blu-ray - Cover

Devil Inside (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 05.07.2012

Bild 6.0
Ton 6.0
Features 2.0
Medien-Bewertung 5.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Die Blu-ray von "Devil Inside" ist zufriedenstellend geworden. Das Bild und auch der Ton sind für dieses Genre vollkommen ok, leider aber nicht die Extras. Außer ein Wendecover findet sich nichts auf der Blaustrahlscheibe. Schade.mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

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