Dredd (2012) - Poster
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Dredd (3D)

Originaltitel: Dredd

Von mit ,
Genre: Thriller, Action, Science-Fiction | Großbritannien, USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Universum Film
Laufzeit: Minuten

Inhalt: Mega City One – eine gigantische Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten des düsteren und zerfallenen Amerikas. Die Bewohner leiden: Eine Art Drogenseuche sucht sie heim, die sie die Realität in extremer Zeitlupe erleben lässt. Einzig und allein die „Judges“ können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd (Karl Urban), als oberster „Judge“ gefürchtet, will die Stadt von dieser Plage befreien. Zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson (Olivia Thirlby), nimmt er den Kampf gegen Ma-Ma (Lena Headey) auf, eine Drogenbaronin, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht. Als Dredd und Anderson einen Handlanger aus ihrem skrupellosen Clan zu fassen kriegen, entfacht Ma-Ma einen erbitterten Krieg, in dem sie vor nichts zurückschreckt, um ihr Imperium zu schützen. Die Zahl der Todesopfer steigt und auch Dredd und Anderson müssen in diesem erbarmungslosen Kampf an ihr Äußerstes gehen, um am Leben zu bleiben…

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Bilder zum Film

Filmkritik

Die Comic-Reihe "2000 AD" von John Wagner und Carlos Ezquerra wurde bereits 1995 unter dem Titel "Judge Dredd" auf die große Leinwand gebracht, die Hauptrolle spielte damals Sylvester Stallone. Für die Neuverfilmung hat Regisseur Pete Travis ("Endgame", "8 Blickwinkel") ein Drehbuch des popkulturell äußerst versierten Autors Alex Garland ("The Beach", "28 Days Later") umgesetzt, das dem düsteren, nihilistischen Geist der Vorlage weitaus gerechter wird. weiterlesen ▼

Denn die Filmemacher erzählen kein postapokalyptisches Epos, sondern eine sehr konzentrierte, klaustrophobische Geschichte, die bisweilen an das philippinische Martial-Arts-Spektakel "The Raid" erinnert. Dunkelheit, ab und an ein kaltes Neonlicht oder das Flackern des Mündungsfeuers, nackter Beton - und bald auch Sturzbäche von Blut - umschließen die Figuren in dem Hochhaus gewordenen Mega-Slum. Anthony Dod Mantle, der einen Oscar für "Slumdog Millionär" gewonnen hat, fotografiert die Eingesperrten gerne noch durch ein Gewirr aus Maschendraht, Zäunen oder Elektrokabeln: ein treffliches Sinnbild für ihre Lage, aber leider auch einige der wenigen Momente, in denen er mit der 3D-Technik wirklich etwas Originelles anfangen konnte.

Drogen-Alpträume, in denen Ma-Mas neuer Stoff Slo-Mo die Zeitwahrnehmung der Konsumenten beeinträchtigt, verleihen dem Film eine halluzinatorische, beinahe surreale Note. Nicht selten explodieren sie in einen Brei aus Gedärmen und platzenden Schädeln. Die Intensität der gezeigten Gewalt ist wahrlich nichts für Zartbesaitete. Dieser im Wortsinne blutige Ernst, diese Direktheit zeichnet den neuen "Dredd" aus. Im Mikrokosmos des Appartementhauses entstehen treffliche Bilder einer Welt, die am Abgrund steht.

Lediglich die reaktionäre Seite des Dredd-Universums, in dem der Rechtsstaat faktisch abgeschafft ist, hätte man ein wenig deutlicher herausarbeiten können. Dass Karl Urban ("R.E.D.", "Star Trek") die Grimmigkeit seines Antihelden mit grotesk nach unten gekrampften Mundwinkeln geradezu persifliert, reicht dazu jedenfalls nicht aus.


Fazit: Pete Travis führt den Titelhelden in "Dredd 3D" an seine Ursprünge zurück: roh, dreckig, blutig. Ihm ist ein düsteres Action-Feuerwerk gelungen, das der Vielschichtigkeit des Stoffes jedoch nicht immer gerecht wird.

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Medien-Kritiken

Dredd - (2012) - Blu-ray - Cover

Dredd (Blu-ray 3D)

Erscheinungsdatum: 19.04.2013

Bild 7.0
Ton 8.0
Features 5.0
Medien-Bewertung 7.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Die Neuverfilmung der Comic-Legende "Dredd" hat so ein paar Schwierigkeiten um für einen aktuellen Kinofilm vollends auf dem HD-Medium zu überzeugen. So sind die 3D-Effekte zum größten Teil sehr gelungen und überaus "blutig", an einigen Stellen wirken die einzelnen Ebenen aber doch ein wenig zu flach…mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

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  • Mi, 23.01.2013
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Benutzer Bato

  • Bato
  • 27.03.2013, 13:33

Zitat von Archos:
Na na, mal abwarten... Noch muß der erste Teil bei den ganzen Schnarchnasen ankommen.
Und der Karl kann sicher noch in 20 Jahren seine Mundwinkel verziehen. Ich bin da optimistisch.


Der Punisher durfte ja auch noch mal in die War Zone - und das war sehr beachtlich.
Als schön kompromisslose dtV-Serie könnte der Judge durchaus noch mal rocken.

Benutzer Ziggy3

Och nöö, so ein Scheiß, ich fand den Klasse, "do you need Backup? - NO!"

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