Der Goldene Kompass (2007) - Poster
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Der Goldene Kompass

Originaltitel: The Golden Compass

Von mit ,
Genre: Abenteuer, Fantasy | Großbritannien, USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Warner Bros. Pictures
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Es gibt nicht nur eine Welt, sondern unzählige, die parallel nebeneinander existieren. In einigen dieser Welten tragen die Menschen ihre Seelen in ihren Körpern, in anderen besitzen sie vielleicht gar keine. In der Welt von Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards) manifestiert sich die Seele als Tier, Daemon genannt, das untrennbar mit dem Menschen verknüpft ist; ein ständiger Gefährte, der ihn auf Schritt und Tritt begleitet. Die Manifestation der Seele eines Kindes ist noch wandelbar, der Daemon ändert seine Form je nach Stimmung oder Situation. Erst bei den Erwachsenen nimmt die Seele eine feste Gestalt an, die der Persönlichkeit des Menschen entspricht. So gibt es in Lyras Welt ein Volk von Seefahrern, die als Nomaden auf dem Meer leben, weil dort, im wahrsten Sinne des Wortes, ihre Seele wohnt – etwa als Delphin. Mensch und Daemon verbindet ein unsichtbares Band; leidet der Mensch, dann leidet auch sein Daemon – und umgekehrt. Lyras Onkel, der Wissenschaftler Lord Asriel (Daniel Craig), will beweisen, dass dafür eine kosmische Substanz verantwortlich ist, der „Staub“. Er geht sogar davon aus, dass diese Phänomen nicht nur alles Leben in seiner Welt miteinander verbindet, sondern das gesamte Universum durchdringt und einen Zugang zu verschiedenen Parallelwelten ermöglicht. Den Ursprung des Phänomens vermutet er in den Nordlichtern am eisigen Polarkreis. Dort leben die Hexen vom Enara-See, dort liegt die Region Svalbard, die Heimat der Panserbjørne, einer Rasse sprechender Eisbären. Dorthin, in diese gefährliche und unwirtliche Gegend, plant er eine Expedition, auf die Lyra ihn unbedingt begleiten will. Doch der Onkel lehnt kategorisch ab. Denn seine Forschung gilt als Häresie, Lord Asriel wird als Ketzer bezeichnet, weil er offen über den „Staub“ spricht und die Weltanschauung der Herrschenden in Frage stellt. Lyras Welt wird von einer autoritären Verwaltung namens Magisterium regiert, die das Handeln und Denken der Menschen kontrolliert. Während der Onkel auf eigene Faust zu einer verbotenen Reise ins Ungewisse aufbricht, bleibt die Zwölfjährige zunächst am Jordan College in Oxford zurück. Doch bald schon lockt erneut das große Abenteuer, in Person der regierungskonformen Forscherin Marisa Coulter (Nicole Kidman), die verspricht, Lyra auf eine eigene Expedition in den Norden mitzunehmen. Zunächst aber geht es nach London, angebllich, um Vorbereitungen für die große Reise zu treffen. Tage vergehen, doch das verheißungsvolle Svalbard bekommt Lyra nur auf den Landkarten zu sehen. Mehr und mehr fühlt sie sich als Gefangene, als Trophäe der exzetrische Wissenschaftlerin, und als sie erfährt, dass ihr bester Freund Roger (Ben Walker) auf mysteriöse Weise verschunden ist, bricht Lyra aus ihrem goldenen Käfig in Mrs. Coulters Wohnung aus und macht sich auf die Suche nach ihm. Sie befürchtet, dass Roger von den geheimnisvollen Gobblern entführt wurde, die für zahlreiche vermisste Kinder der letzten Zeit verantwortlich gemacht werden. Unerschrocken verfolgt sie die Spur des Freundes. Ausgestattet mit dem Alethiometer, einem Gerät, das seinem Besitzer jede Frage wahrheitsgemäß beantworten kann, sofer er es zu benutzen weiß, und unterstützt von den freiheitsliebenden Seefahrern der Gypter, deren Kinder am häufigsten von den Gobblern gekidnappt werden, gelangt Lyra endlich in die verschneiten Weiten der Polarregion. Auf ihrer gefährlichen Reise bekommt sie unerwartet Hilfe von dem riesigen Panzerbären Iorek Byrnison (Nonso Anozie), einem ballonfahrenden Texaner namens Lee Scoresby (Sam Elliott) sowie von der myteriösen Serafina Pekkala (Eva Green), einer der Hexen des Nordens. In ihrem Volk erzählt man sich eine Legende über ein Mädchen, das dazu bestimmt ist, die Macht des Schicksals zu brechen und seine Geschichte selbst in die Hand zu nehmen. Ist Lyra das Kind aus der Prophezeihung?

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Bilder zum Film

Filmkritik

Riesige, Rüstungen tragende sprechende Eisbären, ein Volk von seefahrenden Zigeunern, geheimnisvolle Hexen, ein magisches Gerät, das wahrsagen kann, und menschliche Seelen, die sich als Tiergefährten manifestieren: „Der Goldene Kompass“ steckt voller fantastischer Ideen und bietet eine vielschichtige und tiefgründige Geschichte. Mit viel Liebe zum Detail hat Chris Weitz den erfolgreichen Roman von Philip Pullman für die Leinwand adaptiert und einen bezaubernden Film geschaffen, magisch von der ersten Minute an. Pullmans originelle Welt ist geradezu prädestiniert für das Kino. Sie bietet aufwendige viktorianische Kostüme und Kulissen, kombiniert Magie und Technik, ist grenzenlos fantastisch, ohne sich in den üblichen Fantasy-Klischees zu ergehen. weiterlesen ▼

Die filmische Umsetzung wird der Romanvorlage durchaus gerecht, sie vermittelt einen stimmigen Eindruck von der evozierten Welt, wobei man gerne noch ein wenig mehr über die komplexen politischen, gesellschaftlichen und metaphysischen Zusammenhänge erfahren würde. Denn Philip Pullmans Trilogie „His Dark Materials“ – benannt nach einer Textzeile aus John Miltons „Paradise Lost“ und bestehend aus den Büchern „The Golden Compass“, „The Subtle Knife“ sowie „The Amber Spyglass“ – hat mehr Tiefgang, als das im Genre üblich ist; hinter der fiktiven Fantasy-Geschichte verbergen sich ganz konkrete philosophische Fragen, sie hat einen ernstzunehmenden religionskritischen Ansatz und ist nicht zuletzt eine Metapher für den zeitlosen Konflikt zwischen persönlicher Freiheit und staatlicher Autorität.

Einen besonders spannenden Aspekt stellen dabei die Daemonen dar, die tierhaften Verkörperungen menschlicher Seelen. Denn diese Idee impliziert eine gewichtige philosophische Fragestellung: Was bedeutet es, wenn die Seele an andere physikalische Bedingungen geknüpft ist, als der dazugehörige Mensch? Beziehungsweise: Was geschieht mit der Seele eines Menschen, die an den Körper gebunden ist und so in ein Umfeld gezwungen werden kann, in dem sie eigentlich nicht leben kann?

Der Film schlägt sich im Hinblick auf die herausfordernde Aufgabe ausgesprochen gut. Was an theoretischem Background zu kurz kommt, macht er durch eine ebenso detailverliebte wie bildgewaltige Inszenierung wieder gut. Zudem werden die durchweg interessanten Charaktere von fabelhaften Schauspielern verkörpert: Von Nicole Kidman geht als Marisa Coulter vom ersten Augenblick an eine latente Gefahr aus, Sam Elliott ist so sehr Texaner, als hätte er sich aus einem Western in diese Fantasy-Welt verirrt, und Daniel Craig zeigt einmal mehr, wie sehr ihm die Rolle des raubeinigen Gentleman liegt. Mehr noch als all die großen Namen überzeugt jedoch die kleine Heldin des Films. Dakota Blue Richards gibt eine starke Lyra Belacqua: ein selbstbewusstes, intelligentes, tapferes Mädchen, das ganz genau den Unterschied zwischen den aufoktroyierten Verhaltensmaßregeln einer autoritären Gesellschaftsordnung und ihrem angeborenen Sinn für Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit kennt. Dieser Heldin folgt man als Zuschauer gerne – in „Der Goldene Kompass“ erstmal bis zum Polarkreis, und wenn der nächste Teil der Trilogie in die Kinos kommt, auch noch weiter. Immerhin wartet ein schier grenzenloses, fantastisches Multiversum auf uns.


Fazit: Tiefgründiger Fantasy-Film, der vor originellen Ideen nur so strotzt – „Der Goldene Kompass“ bietet ganz und gar bezauberndes Kino.

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Medien-Kritiken

Der Goldene Kompass - (2007) - Special Edition - Blu-ray - Cover

Der Goldene Kompass - Special Edition (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 05.09.2008

Bild 9.0
Ton 8.0
Features 8.0
Medien-Bewertung 8.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Die Blu-Ray von „Der goldene Kompass“ überzeugt auf Anhieb. Bild und Ton sind sehr gut und zeigen nur sehr geringe Mängel, auch das informative Bonusmaterial überzeugt. Für Fans des Filmes ein klarer Kauftipp, auch Fans von Fantasy Filmen machen mit diesem Film nichts falsch.mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

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  • Filme
  • Sa, 13.10.2012
  • Kommentare

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Kommentare

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Wobei mir die lieben Leutchen mit ihren Effekten schon recht weit fortgeschritten scheinen, zumindest wenn ich an die Szene aus dem Trailer denke wo Asriel in dem Aurora-Lichtbrei steht und "leicht" irre guckt :D
Wie dem auch sei: Alles kommen lassen, egal ob Fortsetzung, DC oder sonstwas...am besten natürlich Beides l-) Und die olle Kirche soll ma kacken gehn :-C-

Da ich gerade eher nicht an Sequels glaube hoffe ich auf den DC mit u.a. dem kompletten Ende.
Den darf New Line uns einfach nicht vorenthalten, aber man ist da ja sehr machtlos als Fan und bei der derzeitigen finanziellen Situationen im allgemeinen schwer, da ja der DC noch ein paar unfertige Effekte hat.

Zitat von Mark:
Wäre aber schade, wenn sie den wirklich guten Cast vom ersten Teil im 2. nicht mehr bekommen könnten!


Genau. Bittöö weitermachen und vom 1. Teil unbedingt noch nen zumindest etwas unverstümmelteren DC rausbringen.

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