The Good, the Bad, the Weird (2008) - Poster
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The Good, the Bad, the Weird

Originaltitel: Joheunnom nabbeunnom isanghannom

Von mit ,
Genre: Action, Western | Südkorea ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Splendid Film
Freigegeben ab 16 Jahren16- ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: In den 30er Jahren finden sich im Fernen Osten ein Zugräuber, ein Kopfgeldjäger und ein Flüchtling zusammen: "The Weird" (Song Kang-ho) stiehlt eine mysteriöse Schatzkarte. "The Bad" (Lee Byung-hun) wird dafür bezahlt, diese zurückzuholen und "The Good" (Jung Woo-sung) jagt beide, um seinen Lohn aufzubessern. Auf den Fersen sind ihnen skrupellose Banditen und eine faschistische, japanische Armee.

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Filmkritik

Bislang lässt sich Erfolgsregisseur Kim Ji-woon („A Tale of Two Sisters“) auf kein Genre und keinen Stil festlegen. Nachdem seine letzten Arbeiten ein eher gediegenes Tempo anschlugen und stilvoller inszeniert waren, setzt er in seinem ersten Western auf pausenlose Action, schräge Einfälle und stets wechselnde Personenkonstellationen. Sein Vorgängerwerk „A Bittersweet Life“ mit dem eitlen „Good, Bad, Weird“-Schurken Lee Byung-hun entpuppte sich als einer der besten asiatischen Gangsterdramen der letzten Jahre, enttäuschte aber Actionfans, die diese Mal durchaus stärker auf ihre Kosten kommen. weiterlesen ▼

Schon der Titel verweist deutlich auf Sergio Leones Spätwestern-Klassiker „Zwei glorreiche Halunken“. Doch so wie Johnny To in „Vengeance“, einer bleihaltigen Hommage an den „Eiskalten Engel“, die melancholisch-elegische Atmosphäre des Vorbilds schnell hinter sich lässt, hält sich Kim Ji-woon nicht mit Leones fatalistisch-tragischen Untertönen auf, sondern legt ein nahezu pausenloses Tempo vor. Mit dem italienischen Meisterregisseur gemeinsam hat sein neustes Werk, abgesehen von der Variation vertrauter Szenen wie einem Mexican-Standoff mit den drei Protagonisten im Finale, dass es im Grunde die Titelprämisse unterläuft. Bei Leone und Ji-woon sind die Charaktere keineswegs nur gut oder böse gezeichnet, sondern offenbaren im Handlungsverlauf immer neue Wesenszüge, was sie jedoch nicht minder undurchschaubar erscheinen lässt.

Das zeigt sich schon in der Besetzung des schrägen Gangsters Yoon Tae-goo mit dem koreanischen Star Song Kang-ho, der in seinen Rollen zwischen ernsten, etwa in „Memories of Murder“, und komödiantischen Parts pendelt, wie in dem Monstermovie „The Host“. In der Mitte liegt sein verschlagener, nicht zu fassender Zugräuber, dessen Sorge für seine gebrechliche Großmutter, die von all dem Chaos zunächst nichts mitbekommt, für komische Einlagen sorgt.

Neben dem kalten, nazistischen Mörderdandy und dem Prinzipien treuen Kopfgeldjäger hetzen allerdings noch weitere Parteien hinter der Schatzkarte her, dem „McGuffin“ des Films, darunter die japanische Armee, die Dreiländer-Bande, eine Rebellengruppe und die Geistermarkt-Gang. Man braucht sich allerdings nicht die Mühe zu machen, die vielen Parteien auseinander zu halten, denn im Grunde spielt dies nicht wirkliche eine Rolle. Im Finale treffen die verschiedenen Parteien in einer langen, wilden Verfolgungsjagd durch die Wüste aufeinander, die Ji-woon mit dem Discoklassiker „Don’t Let Me Be Misunderstood“ unterlegt. Hier gilt: „Jeder gegen jeden“.

Der in Korea zum Kinohit avancierte Western krankt allerdings daran, dass bei all den bizarren Gags und knalligen Actioneinlagen die Figurenzeichnung auf der Strecke bleibt. Kim Ji-woon wollte das Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen in den Dreißigern unterstreichen, die ihren eigenen Weg zum Glück oder Überleben finden müssen. Für Ruhemomente oder tiefergehende Charakterisierungen besteht aber kaum Gelegenheit. Im Gegensatz zu sonstigen Bearbeitungen trifft dies ebenso auf die fünf Minuten längere, koreanische Version zu, bei welcher neben der Figur einer Rebellin auch die Schlusssequenz entfiel. Das offene, abrupte Ende zählt daher zu den weiteren Schwachpunkten, wobei das weitere Protagonistenschicksal erst während des Nachspanns angedeutet wird. In diesem Sinne legt sich die Originalfassung eindeutiger fest.


Fazit: Ein streckenweise etwas hektisch geschnittener Actionwestern mit vielen knalligen Einfällen und unkonventionellen Figuren, die keinen Raum für Zwischentöne bietet.

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User-Kritiken

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Kommentare

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Benutzer Fabian

Zitat von Kinta:

Aber was ist an der Redux Fassung so schlimm?


Der Soundtrack (meiner Meinung nach einer der besten der HK Filmgeschichte), wurde zum Teil verändert sowie von einem anderen Komponisten (schlechter) neu eingespielt.

Die kleinen Kürzungen sind ebenfalls schmerzhaft, und das Umstellen von Szenen unnötig.

Die Orginal Fassung ist ein Meisterwerk, die Redux Version nur ein guter Film.

Benutzer Kinta

Zitat von Fabian:
Und wieder eine Synchro wo man ausschlag von bekommt, naja die Redux Fassung ist eh inakzeptabel.


Synchro geht doch, da finde ich die bei The Good, the Bad, the Weird viel schlimmer gegen.

Aber was ist an der Redux Fassung so schlimm?

Benutzer Fabian

Zitat von JET-LI:

Ashes of Time: Redux


Und wieder eine Synchro wo man ausschlag von bekommt, naja die Redux Fassung ist eh inakzeptabel.

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