Harry Potter und die Heiligtümer des Todes  - Teil 1 (2010) - Poster
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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1

Originaltitel: Harry Potter and the Deathly Hallows - Part 1

Von mit ,
Genre: Abenteuer, Familie, Fantasy | Großbritannien, USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Warner Bros. Pictures
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Lord Voldemort und seine schurkischen Getreuen planen, das Zaubereiministerium zu übernehmen. Zudem müssen sie Harry Potter habhaft werden, des einzigen, der ihnen gefährlich werden kann. Der flieht mit seinen Freunden, doch zugleich weiß er: nur wenn er die Horcruxe findet und zerstört, kann er Voldemorts Macht brechen. Also machen sich er und seiner Freunde Hermine und Ron auf; und während das Zaubereiministerium zu einem dunklen Ort faschistoiden Terrors wird, müssen sich die drei vor Voldemorts Greifern verstecken und zudem die Horcruxe aufspüren. Und: um diese zu zerstören, müssen sie das Schwert von Griffindore finden… Nach Gestaltwandlung schleichen sie sich ins Ministerium; sie reisen zum Ort, an dem Harrys Eltern ermordet wurden; und es gibt Streit, Ron trennt sich von den Freunden. Bei ihren Nachforschungen stoßen sie immer wieder auf ein seltsames Symbol, das auf das Märchen von den Heiligtümern des Todes verweist: und sie finden heraus, dass Voldemort hinter diesen her ist, hintern dem Zauberstab der Macht, dem Stein der Auferstehung und dem Tarnumhang des Lebens… Damit könnte er übermächtig und unsterblich werden.

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Bilder zum Film

Filmkritik

Dies ist einer der besten der mittlerweile sieben Potter-Filme. Das will nicht so arg viel heißen; und natürlich wird diese Feststellung keinen der Millionen Fans tangieren. „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1“ ist deutlich das Finale des Potter-Franchises, ungefähr alle Figuren der vorherigen Filme tauchen nochmal auf; aber gottseidank für den, der die vorherigen Filme wegen Irrelevanz vergessen hat, wird alles erläutert, zumindest soweit, dass man locker der Handlung folgen kann. Paradoxerweise ist der erste Teil der zweiteiligen Verfilmung des letzten Potter-Buches der richtige Film für Potter-Einsteiger. Alles, was passiert ist klar, wird erklärt, wird geradlinig erzählt. weiterlesen ▼

Am Anfang wird man ins Bild gesetzt, alle Voraussetzungen der folgenden zweieinhalb Stunden werden dargelegt. Wir sehen eine Versammlung der Schurken um Lord Voldemort, die ihr weiteres Vorgehen besprechen; und wir wohnen einer Versammlung der Guten bei, die ihre Gegenmaßnahmen erklären und auch, worum es im großen Ganzen geht: die Macht Voldemorts einzuschränken, Potter in Sicherheit zu bringen. Dann gibt’s einen ersten Spektakulärzauber – alle Freunde verwandeln sich per Zaubertrank in Harry Potter; es gibt erste gutmütige Witze – der Trank schmeckt nach Koboldpisse; dann gibt es Action – Luftkampf mit den bösen Todessern, Verfolgungsjagd durch Wolken und über Straßen. Und ab hier ist alles klar.

Harry, Hermine und Ron, die drei Freunde, müssen sich vor den Schergen der Schurken verstecken, per Teleportation und Schutzzauber entkommen sie immer wieder knapp; dazu müssen sie Gegenstände beschaffen, die Horcuxe, deren Vernichtung Voldemorts Macht zerstört. Hinweise, Rätsel, Symbole müssen entschlüsselt, verschiedene Tricks angewandt werden, um die nächsten Schritte gehen, die nächsten Stufen erklimmen, das nächste Level erreichen zu können. Das hat was von Detektivfilm und Mysterythriller, nicht die schlechtesten Zutaten in einem Genremix.

Das ist natürlich alles nicht perfekt ausgearbeitet, weder was Dramaturgie noch was Personen angeht; das liegt wohl an der eklektizistischen Vorlage, in der J.K. Rowling jeden Plot-Moment wie an einer Perlenkette aufgereiht hat, zwar einigermaßen effektiv, aber ohne sich um Originalität zu kümmern. David Yates erzählt den Film ganz aus der Potter-Perspektive, er bleibt immer bei Harry. Das ist manchmal etwas seltsam: immer wieder gibt es an sich wichtige Nachrichten von Dritten, die gerade gestorben sind, Todesfälle, die man nur aus zweiter Hand mitkriegt. Und das magische Dreieck aus Harry, Hermine und Ron läuft auch nicht so richtig harmonisch auf, zumal es im Mittelteil des Films längere Strecken gibt, in denen nichts Neues passiert.

Aber Längen sind schon fast ein Markenzeichen der Potter-Filme, und wenigsten werden sie hier nicht mit unwichtigem Internatsgedöns aufgefüllt, sondern vielmehr im Film selbst thematisiert: Ron, der ohnehin über weite Strecken von den anderen beiden lediglich mitgeschleppt wird, ohne wirklich eine Funktion auszuüben, spricht es deutlich aus: Ich dachte, Harry Potter weiß, was er tut! Aber wir hängen jetzt hier rum und wissen nicht weiter!
Ron ist definitiv überflüssig für die Handlung; und seltsamerweise auch Potter selbst, der ja immerhin der Auserwählte im Kampf gegen Voldemort ist. Hermine ist die Handelnde, die, die weiß, was zu tun ist, die nüchterne Denkerin, die alles kann, die mit diversen Zaubersprüchen hantiert und in ihrer unerschöpflichen Tasche alles dabeihat, was man brauchen könnte, von Heilmitteln bis zum Zelt.

Abgesehen von diesen Hängern im Film gibt es aber durchaus spannende Szenen, wenn sich die drei durch Gestaltwandlung ins faschistoide Ministerium für Zauberei einschleichen, das mit ein paar schönen Reminiszenzen an Gilliams „Brazil“ aufwartet. Oder wenn sich eine Historikerin ohne Gedächtnis in einen Schlangendämonen verwandelt. Oder wenn sich Rons unbewusste Ängste materialisieren in einer riesigen, schrecklichen Rauchsäule aus aufgestauter Wut. Am besten: Dobbie, der Hauself, der im zweiten Film so genervt hat, taucht zweimal auf, und er ist erträglich! „Harry Potter“ ist definitiv dem Stadium der Jarjarbingsisierung entwachsen.

Yates hat mit diesem ersten Teil des letzten Films wahrscheinlich das Bestmögliche aus dem Stoff herausgeholt. Ein paar Effekte sind dabei sichtlich auf 3D hin inszeniert, wenn schockartig eine Schlange auf den Zuschauer zurast, wenn Zauberstäbe zur Kamera ragen, wenn das Bild schön ordentlich tiefengestaffelt ist. Schade nur, dass diese 3D-Effekte ohne die dritte Dimension auskommen müssen: Warner hat ja die 3D-Umwandlung dieses Filmes wegen zu großen Aufwands, zu wenig Zeit und vermutlich zu hohen Kosten aufgegeben, und erst der allerletzte Potter–Film wird ein dreidimensionales Spektakel werden. Vom nächsten, letzten Potter-Film im Juli 2011 kann man also außer einer geradlinig-spannenden Handlung ohne Firlefanz zudem noch visuelle Gimmicks erwarten. Hoffen wir das Beste.



Fazit: Ein geradlinig erzählter Potter-Film, ohne irrelevante Nebenhandlungen, ohne allzu viel Redundanz, der sich ganz auf Harry und Co. konzentriert und in die Fantasy-Abenteuerwelt Mysterythriller und Detektivfilm einbaut.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes  - Teil 1 - (2010) - Ultimate Edition - Blu-ray - Cover

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 - Ultimate Edition (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 19.10.2012

Bild 9.0
Ton 8.0
Features 9.0
Medien-Bewertung 8.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Die aufwendige Neuauflage richtet sich speziell an Sammler und Leute, die viel Wert auf Bonusmaterial legen. Technisch kann die Blu-ray komplett überzeugen und auch der Film bietet spannende Unterhaltung. Das Bild ist zwar recht stark verfremdet, bietet aber eine sehr gute Schärfe und schöne Detailgenauigkeit…mehr...

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 & 2 - (2010) - (2011) - Blu-ray - Cover

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 & 2 (Blu-ray 3D)

Erscheinungsdatum: 18.11.2011

Bild 9.0
Ton 9.0
Features 8.0
Medien-Bewertung 8.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2“ als 3D Blu-ray überzeugt. Der Film bietet den Fans einen schmerzlichen, aber größtenteils gelungenen Abschied ihrer Helden, die sie eine Dekade lang im Kino begleitet haben und darüber hinaus einen tollen Score, großartige Effekte und die (mit dem ersten Teil gleichauf) beste Regieleistung von David Yates…mehr...

Die Box beinhaltet folgende Filme:

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes  - Teil 1 - (2010) - Blu-ray - Cover

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 15.04.2011

Bild 9.0
Ton 8.0
Features 5.0
Medien-Bewertung 7.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Technisch kann die Blu-ray komplett überzeugen und auch der Film legt ein deutlich höheres Tempo vor als noch der Vorgängerfilm. Das Bild ist zwar recht stark verfremdet, bietet aber eine sehr gute Schärfe und schöne Detailgenauigkeit. Filmliebhabern wird zudem das akkurat reproduzierte Filmkorn und der Verzicht auf Rauschfilter gefallen…mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

User-Kritiken

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User-Wertung 9.0

Ok, für alle Harry Potter Fans ein Muss! Aber auch für alle anderen sehenswert. Spannend und düster, weniger unterhaltsam als seine Vorgänger und mit einigen Längen. Insgesamt aber trotzdem ein Popcorn-im-Kino-zu-schnell-alle Film!

Kommentare

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Gibts schon was neues über die Laufzeit der ersten Hälfte? Ist ja nicht mehr sooo lange her!

Hoffe auf 3 Stunden!

Genau so sieht es aus.

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