The Help (2011) - Poster
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The Help

Originaltitel: The Help

Von mit ,
Genre: Drama | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Walt Disney Pictures
Freigegeben ohne Altersbeschränkung ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Im Jahr 1963 gilt in Jackson, Mississippi, noch die Rassentrennung. Die junge weiße Skeeter kehrt nach dem College nach Hause zurück und möchte Journalistin oder Schriftstellerin werden. Ihr Plan, die schwarzen Dienstmädchen zu interviewen, die in beinahe jedem gehobenen Haushalt der Stadt die Kinder großziehen und für Ordnung sorgen, verstößt gegen das Gesetz. Deswegen findet sie zunächst keine Gesprächspartnerinnen. Aber dann spricht Aibileen, die Haushälterin einer Freundin von Skeeter, doch über ihr Leben und ihre Erlebnisse bei den weißen Familien. Minny, die Köchin, die ihren Job bei Skeeters bester Freundin verliert, hat ebenfalls viel zu erzählen. Skeeter muss die Identität der Frauen in ihrem Buchmanuskript sorgfältig verschleiern.

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Bilder zum Film

Filmkritik

Ein Südstaatenepos, das über die gesamte Laufzeit von 146 Minuten fesselt, verbirgt sich hinter dem Titel „The Help“. Zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung Anfang der sechziger Jahre scheinen die Uhren in Jackson, Mississippi, noch stillzustehen. Die weiße Oberschicht lässt wie eh und je ihre Kinder von Afroamerikanerinnen großziehen, die ansonsten der Rassentrennung und individuellen Schikanen unterworfen sind. Eine progressive junge Weiße und zwei mutige schwarze Haushälterinnen wagen in diesem Klima einen neuen Weg und treffen sich zu Interviews. In ihrem Buch wollen sie erstmals davon berichten, was die schwarzen Frauen bei ihren Arbeitgebern erleben und was sie über sie denken. weiterlesen ▼

Regisseur und Drehbuchautor Tate Taylor ist selbst in Jackson aufgewachsen, wie die Autorin der Romanvorlage „Gute Geister“, Kathryn Stockett. Auch sie wurden, allerdings in den siebziger Jahren, von schwarzen Kindermädchen großgezogen, die sie ihre „Ko-Mütter“ nannten. In ihrem Film erzählen sie also aus einer Welt, die sie atmosphärisch und in ihren Traditionen und Gegensätzen gut kennen. Die weißen Herrenhäuser, in denen Skeeter und ihre Freundinnen leben, sehen so prächtig aus wie in „Vom Winde verweht“. Und davor bücken sich farbige Gärtner.

Im Off stellt die 1911 geborene Aibileen, die von Viola Davis gespielt wird, die meisten anderen Personen vor. Ihre weiße Arbeitgeberin Elizabeth Leefolt hat wie fast alle ihrer jungen Freundinnen Mann und Kind, aber wenig Sinn für mütterliche Pflichten. Diese Frauen sind mit der Organisation von Wohltätigkeitsbällen und Einladungen zum Kartenspiel ausgelastet, nur Skeeter, gespielt von Emma Stone, ist anders. In ihrem Cabrio sieht man sie auf der Landstraße heimkehren, während der Countrysong „Jackson“ erklingt. Damit kündigt sich an, dass die junge Collegeabsolventin die Stadt gehörig aufmischen wird.

Skeeters Mutter liegt ihr in den Ohren, sie solle sich endlich einen Mann suchen. Aber die junge Frau hofft auf eine Anstellung in einem New Yorker Verlagshaus und möchte journalistische Erfahrungen sammeln. Beim „Jackson Journal“ erhält sie den Auftrag, die Kolumne mit den Haushalts – und Putztipps zu betreuen. In ihrer Not wendet sie sich an Aibileen. Gleichzeitig erlebt Skeeter im Haus von Elizabeth mit, wie ihre beste Freundin aus Kindertagen, Hilly Holbrook, die schwarzen Dienstmädchen demütigt. Hilly, bemerkenswert böse und trotzdem lebendig-realistisch gespielt von Bryce Dallas Howard, startet eine Kampagne zur Einführung getrennter Toiletten für das schwarze Hauspersonal: „Sie haben andere Keime als wir.“ Ihre Köchin Minny wirft sie hinaus, weil sie während eines Sturms nicht die Außentoilette, sondern Hillys Bad benutzt.

Die unermüdliche Aibileen, die 17 weiße Kinder betreut hat, als wäre sie deren wirkliche Mutter, wirkt seit dem Tod ihres eigenen Sohnes innerlich gebrochen. Minny hingegen, erfrischend quirlig gespielt von Octavia Spencer, ist wie ein Vulkan. Sie weiß, wie sie sich an Miss Hilly rächen kann, aber dafür findet sie in ganz Jackson keine Stelle mehr. Nur die zugezogene Außenseiterin Celia Foote, die ihren Mann mit nicht vorhandenen Kochkünsten beeindrucken will, fällt ihr vor Freude über ihre Bewerbung um den Hals. Jessica Chastain spielt die blonde Sexbombe mit dem guten Herzen, die in Minny ihre einzige Verbündete findet.

Im spannenden Wechsel zwischen dem Gesellschaftsleben der weißen Frauen und Einblicken in die Wohnungen und Lebensumstände der schwarzen Haushälterinnen zeigt der Regisseur Skeeters Emanzipation. Sie entfremdet sich von ihren Freundinnen, während Aibileen und Minny ihrerseits erst ihre Angst überwinden müssen, einer Weißen gegenüber offen zu sein. Die Fernsehnachrichten berichten derweil über Martin Luther Kings Bürgerrechtsbewegung. Diese Frauen setzen die Rassentrennung im Kleinen, im privaten Leben, mit ihrem aufrichtigen Interesse füreinander außer Kraft.


Fazit: Mit barocker Fülle und Lebhaftigkeit erzählt dieses Südstaatenepos von den Rassenkonflikten der sechziger Jahre aus der Sicht schwarzer Haushälterinnen.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

The Help - (2011) - DVD - Cover

The Help (DVD)

Erscheinungsdatum: 12.04.2012

Bild 6.0
Ton 6.0
Features 4.0
Medien-Bewertung 5.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Die DVD-Umsetzung von "The Help" ist in Ordnung. Etwas über dem Durchschnitt, mehr nicht. Bild und Ton reichen aus, um zufrieden zu stellen, die Extras leider weniger. Der Film alleine ist aber wirklich jeden Cent wert. Großartig gespielt. Großartig geschrieben…mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

"The Help" mit dem SAG Award ausgezeichnet - News

"The Help" mit dem SAG Award ausgezeichnet

  • Filme
  • Sa, 13.10.2012
  • Kommentare

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