Im weißen Rössl - Wehe Du singst! (2013) - Poster
Im weißen Rössl - Wehe Du singst! (2013) - Poster
Beobachten
Anmelden oder registrieren, um deine eigenen Listen hier zu sehen.

Im weißen Rössl - Wehe Du singst!

Originaltitel: Im weißen Rössl - Wehe Du singst!

Von mit ,
Genre: Komödie | Deutschland ()
Kinostart: (Deutschland)
Verleih: Senator Film Verleih
Freigegeben ab 6 Jahren6- ( Minuten)

Inhalt: In Berlin hat Ottilie (Diana Amft) statt des ersehnten Heiratsantrags von ihrem Freund den Laufpass bekommen. Widerwillig begleitet sie ihren Vater Wilhelm (Armin Rohde) zu einem Kurztrip an den österreichischen Wolfgangsee. Im traditionsreichen Weißen Rössl bekommt Ottilie gleich einen Heiratsantrag vom Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler (Tobias Licht), den sie empört zurückweist. Überhaupt findet sie die Leute hier komplett überspannt mit ihrer guten Laune und der ständigen Lust am Singen. Der Oberkellner Leopold (Fritz Karl), der um die Rössl-Wirtin Josepha (Edita Malovcic) wirbt, redet Ottilie zu, der Liebe doch eine Chance zu geben. Denn Josepha macht dem Anwalt ebenfalls schöne Augen...

Videos zum Film

Bilder zum Film

Filmkritik

Die romantische Musikkomödie "Im Weißen Rössl" ist eine überraschend attraktive und treffsichere Neuinterpretation des berühmten gleichnamigen Singspiels aus dem Jahr 1930. Der Komponist Ralph Benatzky hatte damals aus einem noch älteren Berliner Lustspiel eine sogenannte Revueoperette mit flotten Liedern zwischen Folklore und Tanzmusik gemacht. Das international beliebte frühe Musical wurde öfter verfilmt, für das Kino zuletzt mit Peter Alexander im Jahr 1960. Die Ohrwürmer von anno dazumal wie "Im Weißen Rössl am Wolfgangsee" und "Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist" erklingen natürlich auch in der Inszenierung von Regisseur Christian Theede (TV-Filme "Der gestiefelte Kater", "Gonger"). Aber sie erhalten überwiegend ein aktuell aufgepepptes Arrangement, das gut zu diesem ironischen, opulenten Flirt mit der Heimatfilmidylle passt. weiterlesen ▼

Ein Musical braucht die naive Romantik, wie die Touristen den Wolfgangsee. Der Film unterstellt auch dem modernen Großstadtpublikum eine tunlichst verheimlichte Sehnsucht nach der Liebe im Alpenglühen. Als Identifikationsfigur schickt er die kühle Berlinerin Ottilie los, die Otto Siedlers blumige Komplimente zu kontern weiß: "Dich sollte man als App downloaden können." Das Spiel mit witzigen Verfremdungen ist köstlich, wenn es um Traditionen wie das Fensterln geht. Der Gentleman Siedler baut eine sprachliche Brücke zwischen altmodisch gewählter Ausdrucksweise und moderner Gewandtheit.

Zeitgeistphänomene wie Österreicher mit amerikanischem Akzent oder Pop-Events auf der Almhütte weiß diese inspirierte Neuversion ebenfalls einzubauen. Ein wenig aufgestylt, wirken auch Trachtenmode und Volkstanz-Contest angesagt wie ein Besuch auf dem Münchner Oktoberfest. Die Optik spielt mit dem Postkartenkitsch, indem sie die Farben der Landschaft übersättigt und die Hausfassade des Weißen Rössls lila färbt. Die Lieder und Revuetänze befördern die gelöste Partystimmung. Dazu passen auch witzige Traumsequenzen und Übertreibungen, wie ein Flug Ottilies mit dem Motorrad über eine Rinderherde.


Fazit: Als flotte Neuinterpretation eines alten Singspiels versteht es die romantische Musikkomödie "Im Weißen Rössl" hervorragend, Ironie und Herz, Trend und Tradition, Genuss und Kitsch zu verbinden.

ausblenden ▲

Im Kino ansehen

DVDs & Blu-rays zum Film

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

User-Kritiken

Bitte warten... Maske wird geladen...

Noch keine User-Kritiken vorhanden.

Kommentare

Noch keine Diskussion vorhanden.

Bitte warten... Maske wird geladen...

Zur Mobil-Version der Website