The Invisible Woman (2013) - Poster
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The Invisible Woman

Originaltitel: The Invisible Woman

Von mit ,
Genre: Drama, Romanze | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Sony Pictures
Freigegeben ohne Altersbeschränkung ( Minuten)

Inhalt: England in den 1880er Jahren: Nelly (Felicity Jones), die Frau des Schulleiters George Wharton Robinson (Tom Burke), probt mit Schülern ein Theaterstück. Ihre Gedanken schweifen ins Jahr 1857 zurück, als sie den berühmten Schriftsteller, Bühnenautor und Amateurschauspieler Charles Dickens (Ralph Fiennes) kennen lernte. Damals ist sie die 18-jährige Schauspielerin Ellen Ternan, eine glühende Verehrerin der Werke des 45-Jährigen. Er verliebt sich in seine junge Muse, trennt sich von seiner Ehefrau Catherine (Joanna Scanlan) und hält die bis zu seinem Tod dauernde Affäre, peinlich auf seinen Ruf bedacht, geheim. Erst danach tritt Ellen aus der Unsichtbarkeit in ein eigenes Leben.

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Filmkritik

Das Drama "The Invisible Woman" erzählt eine wahre Geschichte aus dem Viktorianischen England, der Zeit des Schriftstellers Charles Dickens. Der schon zu Lebzeiten gefeierte Autor hatte eine langjährige, heimliche Affäre mit einer jungen Frau, von der die Öffentlichkeit erst im Laufe des 20. Jahrhunderts erfuhr. Claire Tomalin widmete ihr 1990 eine vielbeachtete Biografie, auf der die gleichnamige Regiearbeit des Schauspielers Ralph Fiennes ("Coriolanus") basiert. Das bewegende Schicksal einer Frau im Schatten verleiht diesem reizvollen Kostümfilm eine besondere Relevanz. weiterlesen ▼

Mit geradezu feministischem Scharfblick legt der Film dar, wie die gesellschaftlichen Sitten in der Praxis zu Lasten der Frauen gingen. Ehen wurden geschlossen, um ein Leben lang zu halten, gleichgültig, ob die Liebe fortbestand. Weder kann es sich Ellen vorstellen, öffentlich als Geliebte von Dickens und damit als gefallene Frau zu gelten, noch möchte dieser selbst seine Karriere gefährden. Ellen kann ihn daher nicht einmal zu seinen Lesungen begleiten, obwohl sie ihn schriftstellerisch inspiriert. So gerät sie durch ihre aufrichtige Liebe in den Status einer Gefangenen, die versteckt gehalten wird. Die junge Felicity Jones spielt die introvertierte, von einem inneren Feuer beseelte Liebhaberin der Dickens-Werke hervorragend. Dass viele ihrer Konflikte unausgesprochen bleiben, passt zu ihr.

Die Szenen aus der Ehe von Dickens mit Catherine zeigen eine Zwangsgemeinschaft. Anders als seine Frau – die von Joanna Scanlon beeindruckend als warmherzige, gütige Person gespielt wird – ist er nicht bereit, die Spielregeln zu akzeptieren. Vielmehr sagt er sich von der Mutter seiner zehn Kinder mit einer kalten Wut los, als müsse er sich abreagieren. Fiennes fügt dem Image vom sozial engagierten, überragenden Künstler Dickens eine unsympathische private Seite hinzu: Egoistisch, oft schwer verständlich pendelt er zwischen emotionalem Überschwang und Rücksichtslosigkeit. Vielleicht scheut sich der Film auch nur, diesem Charakter mit eigenen Interpretationen zu nahe zu rücken.


Fazit: Das Kostümdrama "The Invisible Woman", das die langjährige Geliebte von Charles Dickens porträtiert, ist ein bewegendes, zartbitteres Stück über gesellschaftlich auferlegte Schranken.

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