John Carpenters The Ward (2010) - Poster
John Carpenters The Ward (2010) - Poster
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John Carpenters The Ward

Originaltitel: John Carpenter´s The Ward

Von mit ,
Genre: Thriller, Horror | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Concorde Filmverleih
Freigegeben ab 18 Jahren18- ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Als das alte Haus von Kristen (Amber Heard) in Brand gesetzt wird, bringt die Polizei die völlig verstörte junge Frau in das North Bend Psychiatric Hospital. Dort wird sie mit vier unberechenbaren Mädchen zusammengelegt: Sarah, eine kokette und freche Besserwisserin; Iris, eine sensible und begabte Künstlerin; Emily, eine rücksichtslose, aber verspielte Außenseiterin; und Zoey, die sich hinter einer kindlichen Fassade versteckt. Kirstens Therapeut, Dr. Stringer (Jared Harris), versucht die Ursachen ihres Zusammenbruchs freizulegen, jedoch sträubt sie sich trotz seiner ruhigen und verständnisvollen Art gegen jeden Versuch, ihr zu helfen und sie zu rehabilitieren. Doch die Anstalt ist nicht die Zufluchtsstätte, die sie vorzugeben scheint. Kristen nimmt nachts ein schemenhaftes Phantom wahr. Ist es Einbildung, oder spukt es tatsächlich in der Klinik? Wild entschlossen sucht sie nach Informationen über frühere Patienten und ist bald davon überzeugt, dass niemand die Klinik jemals lebend verlässt.

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Filmkritik

Zahlreiche Horror-Regielegenden der Siebziger wie Wes Craven, Joe Dante, John Landis oder George Romero meldeten sich 2010 auf der Leinwand zurück. Auch John Carpenter nahm nach neunjähriger Kinoabsenz wieder einmal ein Low-Budget-Projekt an. Doch wie einige seiner Kollegen zeigt er sich weit von der alten Form entfernt, was nicht allein an der wenig originellen Spukfabel aus der Feder der demnächst Regie führenden Rasmussen-Brüder liegt. Der mäßig fesselnde Gruselplot um eine psychiatrische Anstalt, deren Teenmodel-Insassinnen von einem Modergeist durch die Gänge gejagt werden, muss sich an Vorläufern wie „Gothika“ oder „Shutter Island“ messen, deren Qualität Carpenter nie erreicht. Für das produzierende Studio Echo Lake mag das Projekt Neuland sein, doch dem Genrefan bietet das konventionelle Werk kaum Neues. weiterlesen ▼

Zuletzt konnte Horrorpapst Carpenter nach „Die Mächte des Wahnsinns“ (1994) nur noch mit „Vampires“ (98) und der heftigen Kabelproduktion „Cigarette Burns“ (2005) überzeugen. Einige spannende Momente trüben bei „The Ward“ nicht über die attraktive, aber überforderte Hauptdarstellerin Amber Heard hinweg, die schon mit dem langweiligen Remake von „And Soon the Darkness“ bewies, dass sie keinen kompletten Film tragen kann. Unter ihren etwas überzeugenderen Mitakteurinnen im Visier des Anstaltsgespensts findet sich die Remake erfahrene Danielle Panabaker aus „Freitag der 13.“ und „The Crazies“. Jedes einzelne Mädchen legt dabei eine andere Verhaltensfacette von kindlich-verletzlich bis abweisend-aggressiv an den Tag, doch letztlich bleiben die dünnen Charaktere sehr an der Oberfläche.

Angesiedelt wurde der Spukstoff wohl deshalb in den Sechzigern, da man bei widerspenstigen Patienten noch zu drastischen Elektroschockmethoden greifen konnte. Letztlich spiegelt sich der Handlungsspielraum nur im schwarzweißen TV-Programm wieder, das permanent im Fernsehgerät des Aufenthaltsraumes flimmert. Eine weitaus größere Bedrohung jenseits des rabiaten Personals geht vom Geist der ehemaligen Patientin Alice (Mika Boorem/mit Maske Jillian Kramer) aus, deren Schicksal ebenso wie Kristens Vorgeschichte allmählich in kurzen Rückblenden enthüllt wird. Nach dem Prinzip der „Ten Little Indians“ gehen die Patientinnen nacheinander der übersinnlichen Bedrohung ins Netz, was zu einigen wenigen Foltereinlagen durch K.N.B. Effects führt, der Firma von Carpenters bewährtem Effektspezialisten Greg Nicotero („The Walking Dead“).

Doch diese für einen Spukfilm eher überflüssigen Einlagen fielen ebenso durchschnittlich aus wie das restliche Horrorspektakel. Dank seiner unheimlichen Atmosphäre weisen einige der nächtlichen Verfolgungssequenzen durchaus klaustrophobische Momente auf. Aber die stereotype Story, die in einer albernen, nicht gerade neuen Auflösung mündet, kann die aufgebauten Erwartungen nicht erfüllen. Letztlich stellt „The Ward“ zwar keine solche Enttäuschung wie Carpenters trashiger „Ghost of Mars“ dar, doch von dem Genre-Großmeister war man einst besseres gewohnt.


Fazit: Mit dem routinierten Indie-Spukthriller vermag John Carpenter nicht an seine Glanzzeiten anzuknüpfen.

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Inhalte zum Film

Neues von John Carpenter: Psychothriller "The Ward"

  • Filme
  • Sa, 13.10.2012
  • Kommentare

John Carpenter ("Ghosts of Mars") nimmt wieder auf dem Regiestuhl Platz. Er wird ab Mai einen Psychothriller mit dem Titel "The Ward" drehen, den Michael und Shawn Rasmussen ("Long Distance - Tödliche Verbindung") geschrieben haben…mehr...

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Kommentare

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Ich freu mich auf die Blu-Ray. Endlich wieder ein toller Carpenter. Sein bester Film seit Vampires. Obwohl es auch nicht schwer ist Ghosts of Mars zu übertreffen.

So, gestern Abend gesehen und insgesamt für gut befunden. Wie üblich sehr stilvoll inszeniert und mit großartiger Kameraarbeit. Carpenter ist zudem einer der Wenigen, der das Scope-Format wirklich intelligent nutzt. (Der Altmeister hat halt nix verlernt. ;-) )

Dazu noch Amber in der Hauptrolle ( l-) l-) l-) ) und der Abend war gerettet. Sicherlich könnte man daran herummäkeln, dass die Handlung nicht besonders originell war, aber dazu habe ich keine Lust.

Warum der Film "keine Jugendfreigabe" erhalten hat, wissen allerdings nur die Götter

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