Les Misérables (2012) - Poster
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Les Misérables

Originaltitel: Les Misérables

Von mit ,
Genre: Drama, Musical | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Universal Pictures International
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)

Inhalt: Frankreich 1815: Der Brotdieb Jean Valjean (Hugh Jackman) kommt nach 19 Jahren aus dem Gefängnis. Er bestiehlt einen Bischof, aber dieser bewahrt ihn vor erneuter Haft und bekehrt ihn zum Guten. 1823 lebt Valjean unter anderem Namen als Fabrikbesitzer und Bürgermeister. Um einen Unschuldigen zu retten, stellt er sich jedoch vor Gericht. Er müsste wieder ins Gefängnis, will aber für Cosette, die Tochter der verarmt gestorbenen Fantine (Anne Hathaway) sorgen. Verfolgt von seinem Erzfeind, dem Inspektor Javert (Russel Crowe) versteckt sich Valjean mit ihr in einem Kloster. 1832 verliebt sich seine Ziehtochter Cosette (Amanda Seyfried) in den studentischen Revolutionär Marius (Eddie Redmayne), der an Revolten gegen den Kaiser teilnimmt. Und Valjean begegnet seinem Erzfeind Javert wieder...

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Filmkritik

Der Musicalfilm “Les Misérables“ ist eine Kinoversion des seit über 20 Jahren sehr erfolgreichen gleichnamigen Bühnenhits nach Victor Hugos sozialkritischem Romanklassiker. Die Autoren des Originals, Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg, waren auch an der mit drei Golden Globes und acht Oscar-Nominierungen bedachten Filmfassung beteiligt. Im Werk von Regisseur Tom Hooper (“The King's Speech“, “The Damned United – Der ewige Gegner“) tragen etliche Leinwandstars die bezaubernden Bühnenlieder vor. Der Gesang, der live während des Drehs aufgenommen wurde, handelt von der Liebe und dem täglichen Überlebenskampf bitterarmer Menschen im Frankreich des 19. Jahrhunderts. weiterlesen ▼

Den Armen und Gefallenen widerfährt in jener Epoche grausames Unrecht. Aber die Güte einzelner Menschen wirkt ansteckend und setzt ungeahnte Kräfte frei. Individuelle Liebesdramen, soziale Not und politische Rebellion verzahnen sich im Schicksal der Figuren. Hugh Jackman spielt Valjean als einen sensiblen, selbstkritischen Mann, Russell Crowe führt beeindruckend vor, wie der Polizist Javert ein Gefangener seiner eigenen Unbeugsamkeit wird. Anne Hathaway spielt die Verkörperung einer geschundenen Seele. Besonderen Charme entwickeln Nebenrollen wie die der unglücklich verliebten Éponine (Samantha Barks) und des pfiffigen Straßenjungen Gavroche (Daniel Huttlestone).

Das Beste am Film ist wie schon bei der Bühnenversion die Musik mit ihren wunderbaren Songs, Duetten und Ensembleliedern. Bis auf wenige Dialogzeilen sind alle Texte gesungen. Umso lächerlicher wirkt die deutsche Synchronisation, sobald einer der Sänger doch einmal redet. Die Kamera ist viel in Bewegung, folgt den Charakteren auf Schritt und Tritt und wechselt mit dem Schnitt häufig die Perspektive. Im Zusammenspiel mit ihrem Fokus auf die Gesichter und den oft unscharfen Hintergründen stimuliert sie die Fantasie. Aber weder Auge noch Geist finden so in der nur selten erkennbaren, pittoresken Umgebung Erholung und Inspiration. Die auf einzelne Akteure zentrierte Darstellung ermüdet und verstärkt den opernhaft-schmalzigen Eindruck der Geschichte.


Fazit: Tom Hoopers “Les Misérables“ bietet den doppelten Genuss der Musicallieder und ihrer Interpretation durch Leinwandstars, ist aber nicht sehr einfallsreich inszeniert.

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Benutzer showbiz

Zitat von steve:
Den Vergleich mit "theatermäßig inszeniert" verstehe ich nicht so ganz. Der Film gibt sich gradezu Mühe, nicht bühnenhaft zu wirken. Ähnlich wie bei Evita gibt es Massenszenen, viele Schauplatzwechsel, Nahaufnahmen... Kein Vergleich zu alten Filmmusicals die offensichtlich nur im Studio und oft nur (halb-)total aus einem Blickwinkel gefilmt wurden (wie im Theater)

Benutzer DorianGrey

Zitat von showbiz:
Siehe mein Post. Ich wünschte, ich könnte dir zustimmen.

Vielleicht lag's ja an der Soundanlage, der Einstellung, wie auch immer, des Kinos, in dem Du den Film gesehen hast? Denn so, wie Du es beschrieben hast, habe ich es absolut nicht empfunden und auch nicht gehört.

Benutzer steve

Den Vergleich mit "theatermäßig inszeniert" verstehe ich nicht so ganz. Der Film gibt sich gradezu Mühe, nicht bühnenhaft zu wirken. Ähnlich wie bei Evita gibt es Massenszenen, viele Schauplatzwechsel, Nahaufnahmen... Kein Vergleich zu alten Filmmusicals die offensichtlich nur im Studio und oft nur (halb-)total aus einem Blickwinkel gefilmt wurden (wie im Theater). Wie hätte das denn anders ausshen müssen / sollen?

Ich selber habe allerdings keinen Vergleich zu einer Bühnenversion, da ich das Musical nur von den beiden konzertanten Versionen kenne die es auf DVD / BD gibt

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