Die Liebe seines Lebens - The Railway Man (2013) - Poster
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Die Liebe seines Lebens - The Railway Man

Originaltitel: The Railway Man

Von mit ,
Genre: Drama | Großbritannien, Australien ()
Kinostart: (Deutschland)
Verleih: Koch Media Filmverleih
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)

Inhalt: Für den Eisenbahnliebhaber Eric Lomax soll die Ehe mit der charmanten Krankenschwester Patti ein neuer Anfang sein. Doch seine Zeit als Kriegsgefangener in Thailand holt ihn immer wieder ein.

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Filmkritik

Die Liebe seines Lebens: Im Falle des gleichnamigen Kriegsdramas beschreibt dieser Zustand nicht bloß die zwischenmenschliche Faszination Eric Lomax‘ für seine Frau, sondern allen voran die Leidenschaft des Schotten, die er dem Thema Eisenbahn gegenüber hegt. In Großbritannien, einem der Produktionsländer des im Original passender "The Railway Man" titulierten Films, ist das wahre Schicksal des einstigen Kriegsgefangenen weitaus bekannter als hierzulande; auch ein Grund, weshalb sich Regisseur Jonathan Templitzky ("Broadchurch") für sein neuestes Werk der Lebensgeschichte von Eric Lomax annahm. Templitzkys Film basiert auf den Memoiren der Hauptfigur, die Schauspieler Colin Firth ("Kingsman – The Secret Service") im Rahmen der Dreharbeiten persönlich kennenlernte. Firth‘ Respekt vor der Geschichte und das Schicksal seiner zu verkörpernden Figur ist der Darbietung des britischen Edelmimen anzumerken. Zurückhaltend, fast schon zögerlich fügt sich sein Spiel in das unaufdringliche Erscheinungsbild eines Films, der mit Würde ein Thema aufbereitet, dessen Idee auch Angelina Jolie vor Kurzem verfolgte. Jonathan Templotzky liefert mit "Die Liebe seines Lebens" die unauffälligere, wohl aber weitaus bessere Variante von Jolies "Unbroken" ab. weiterlesen ▼

Beide Filme eint nicht bloß dieselbe Regie-Intention, sondern auch der Inhalt. Wenngleich sich das wahre Schicksal der Filme unterscheidet, das es für die Filmemacher aufzubereiten gilt, so sind die Parallelen ebenjener nicht aus dem Weg zu räumen: Im Mittelpunkt steht nicht nur ein (männlicher), tragischer Held, sondern auch ein und dasselbe Ereignis. Sowohl Eric Lomax als auch der in "Unbroken" im Mittelpunkt stehende Louis Zamperini befanden sich während des Zweiten Weltkrieges in japanischer Kriegsgefangenschaft. Das Verfassen von Memoiren avancierte für beide zu einer Art Vermächtnis, das Menschen beeindruckte und vielen Lesern Mut machte. Doch anders als in "Unbroken", in welchem Angelina Jolie ihren Protagonisten zu einem jesusgleichen Heroen hochstilisierte, befasst sich Templitzky mit den Momenten, für die im Rahmen von Hollywood’schem Pathos kein Platz ist. Während Eric Lomax die Gefangenschaft und Folter körperlich längst hinter sich lassen konnte, sieht es in ihm düster aus. Der Regisseur interessiert sich nicht für die Vergangenheit; wenngleich "Die Liebe seines Lebens" zu gleichen Anteilen aus Rückblenden und Szenen in der Gegenwart besteht, legt Templitzky den inszenatorischen Fokus auf den Ist-Zustand. Eric Lomax ist kein Held, bloß weil er den Japanern entkommen konnte. Auch das Kämpfer-Dasein hat der stille Schotte längst hinter sich gelassen. Zu sehr haben die Ereignisse seine Seele verdunkelt, ihn innerlich gebrochen.

Templitzky bewegt sich mit "The Railway Man" bewusst weg vom positiv assoziierten Drama-Kino eines Steven Spielberg. So wundert es kaum, dass sein Film oft bedrückt, gleichsam ist der Regisseur viel freier in der Wahl seines Tonfalls. Hier und da erlaubt er sich einen augenzwinkernden Spruch, die Interaktion von Firth und Nicole Kidman ("Ich. Darf. Nicht. Schlafen.") ist lange von gegenseitigen Neckereien geprägt. Templitzky versucht sich nie an etwaiger Gefühlsmanipulation. Mit der Zeit gewinnt man den Eindruck, schon lange keinen solch grundehrlichen Film mehr erlebt zu haben. Das trifft auch auf ein Finale zu, das beweist, wie man die Botschaft effektiv darbietet, an der "Unbroken" zuletzt gescheitert ist. "Man muss vergeben, um zu vergessen!": Was plakativ klingt, macht Collin Firth greifbar – die beeindruckende Quintessenz eines noch viel beeindruckenderen Filmes.


Fazit:

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Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

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