Mitternachtskinder (2012) - Poster
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Mitternachtskinder

Originaltitel: Midnight´s Children

Von mit ,
Genre: Drama | Großbritannien, Kanada ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Concorde Filmverleih
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)

Inhalt: In Bombay wird am 15. August 1947 der Sohn einer wohlhabenden Familie geboren. Er kommt in dem Moment zur Welt, als Indien seine Unabhängigkeit von Großbritannien erlangt. Die Kinderkrankenschwester will zum Ausgleich zwischen Armen und Reichen beitragen und vertauscht das Baby mit dem einer Straßensängerin. Der vermeintliche Saleem Sinai (erwachsen: Satya Bhabha) wächst in einem Villenhaushalt auf, während der richtige als Shiva (erwachsen: Siddharth) mit seinem Musikantenvater um Almosen bettelt. Das Leben der beiden Jungen verläuft wechselhaft wie die Zeitgeschichte des Landes. Aber es verbindet sie ein magisches Band, das bis in die nächste Generation reicht...

Bilder zum Film

Filmkritik

Mit seinem großen epischen Bogen erzählt "Mitternachtskinder" nicht nur das Coming-of-Age-Drama des indischen Jungen Saleem, sondern auch die Geschichte einer Familie über einen Zeitraum von 60 Jahren. Regisseurin Deepa Mehta ("Water", "Bollywood/Hollywood") lässt gleichzeitig wichtige historische Stationen Indiens und Pakistans Revue passieren, wie in der gleichnamigen Buchvorlage von Salman Rushdie. Der Autor des preisgekrönten Romans schrieb auch das Drehbuch und spricht in der englischen Originalversion die Voice-Over-Stimme von Saleem. weiterlesen ▼

Mit feiner Ironie konterkariert die Geschichte den Wert der Blutsverwandtschaft, auf dem der traditionell starke Familienzusammenhalt gründet. Der Ich-Erzähler beginnt mit der Geschichte seines Großvaters im Jahr 1917. Bis zur Geburt Saleems machen viele hübsche Episoden den Zuschauer mit dieser Familie schon sehr vertraut. Dann aber folgt die Enthüllung, dass der Ich-Erzähler das in der Klinik vertauschte Baby ist und mit Eltern und Großvater genetisch nicht das Geringste zu tun hat.

Ironisch und mehrdeutig wird auch das Thema der sozialen Unterschiede behandelt. Nach der Tauschaktion wird die Krankenschwester die Nanny des nun privilegierten Saleem. Ihr Wiegenlied prägt ihm ein, dass er alles erreichen könne. Zwar werden Saleem und Shiva äußerlich tatsächlich von der Umwelt geprägt. Aber innerlich formt sie vor allem ihre eigene Gesinnung und die Kraft der Liebe. Shiva gibt sich unversöhnlich und kämpferisch, der Denker Saleem hingegen beruft im Geiste die Konferenz der in der ersten Stunde der Unabhängigkeit geborenen Kinder ein. Sie symbolisieren mit ihren übernatürlichen Kräften das Potenzial des Landes.

Mit Lokalkolorit und bezaubernder Musik gewürzt, entwickelt Deepa Mehta im ersten Teil das spannende Porträt einer Familie. Aber dann wird Saleem auf Wanderschaft zu den Schauplätzen von Kriegen und politischen Krisen geschickt. An die Stelle gut nachvollziehbarer Gefühle treten bei ihm zunehmend die übernatürlichen Beziehungen zu den Mitternachtskindern. Die Handlung wirkt dann fahrig und angestückelt.


Fazit: Das Familien- und Geschichtsepos "Mitternachtskinder" beginnt als interessanter Ausflug in die indische Kultur, stolpert dann aber über die Komplexität der Romanvorlage von Salman Rushdie.

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