My Week with Marilyn (2011) - Poster
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My Week with Marilyn

Originaltitel: My Week with Marilyn

Von mit ,
Genre: Drama | Großbritannien, USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Ascot Elite Filmverleih
Freigegeben ab 6 Jahren6- ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Im Jahr 1956, auf dem Höhepunkt ihres Ruhms, kommt US-Schauspielerin Marilyn Monroe zu Dreharbeiten nach England. Sie soll an der Seite des gefeierten britischen Bühnendarstellers Sir Laurence Olivier in "Der Prinz und die Tänzerin" die naiv-fröhliche Titelheldin spielen. Olivier, der auch Regie führt, reagiert zunehmend genervt auf die Launen der Monroe, die oft zu spät oder gar nicht zum Dreh erscheint, ihren Text nicht beherrscht und stets die New Yorker Method-Acting-Lehrerin Paula Strasberg an ihrer Seite hat. Marilyn, der die Menschen in England zujubeln, hat große Angst, als Schauspielerin zu versagen. Ihre Krise spitzt sich zu, als ihr neuer Ehemann Arthur Miller nach einem Streit wieder nach Amerika abreist. Bald sieht es so aus, als könne ihr nur noch ein Mensch Halt geben: Es ist der erst 23-jährige Colin Clark, der seinen ersten Job beim Film als dritter Regieassistent hat. Der einfühlsame Brite wird ihr Vertrauter, mit dem sie für unbeschwerte private Unternehmungen vom Drehort ausbüxt. Der Film basiert auf den gleichnamigen Memoiren des Filmemachers Colin Clark, der 2002 starb.

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Bilder zum Film

Filmkritik

Die unglaublichsten Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst. So auch diese der kurzen aber innigen Freundschaft zwischen einem unerfahrenen jungen Briten und der Leinwandikone Marilyn Monroe im Jahr 1956. Während der Londoner Dreharbeiten zu "Der Prinz und die Tänzerin" gerät der für seine Launen berüchtigte Hollywood-Star in eine Krise, die das ganze Filmteam in Atem hält. Ausgerechnet dem jungen Laufburschen mit dem Titel 3. Regieassistent ist es vergönnt, der engste Vertraute der Monroe zu werden und den sensiblen Menschen hinter der allseits bewunderten Gestalt mit dem glamourösen Sexappeal kennen zu lernen. weiterlesen ▼

Das Kinoregiedebüt "My Week with Marilyn" des Briten Simon Curtis, das Colin Clarks zauberhafte Begegnung mit der Monroe verfilmt, beleuchtet zwar nur einige Tage im Leben des Filmstars, aber darin entfaltet sich auf exemplarische Weise das Drama einer konfliktbeladenen Frau, die mit ihrem kometenhaften Aufstieg nicht zurechtkommt. Unter dem Druck der Erwartungen wächst ihr Selbstvertrauen keineswegs und sie flüchtet in Unstetigkeit. Einmal, als ihr beim Besuch von Windsor Castle das Personal zujubelt, fragt sie den jungen Colin: "Soll ich sie sein?" Dann lehnt sie sich für ihr dankbares Publikum an die Wand in verführerischer Marilyn-Pose.

Wer sie dahinter ist, oder ob sie überhaupt jemand anderer sein will als die Figur, unter deren Korsett sie leidet, das scheint der 30-Jährigen selbst nicht klar zu sein. Am Set steht sie zur Flucht bereit wie ein schutzloses Kind, das sich der Gesellschaft der englischen Schauspielgrößen nicht gewachsen fühlt. Ihr Produktionspartner versorgt sie freigiebig mit Medikamenten, damit sie den Dreh nicht platzen lässt. Wenn sie Colin nachts im Dämmerzustand von ihren unglücklichen Lieben erzählt, wird sie von existenzieller Einsamkeit verfolgt. Es verlangt Mut von einer jungen Schauspielerin, keine Geringere als Marilyn Monroe zu spielen, und Michelle Williams meistert diese Aufgabe bravourös. Sie zeigt sowohl das fröhliche, erotische Charisma des Filmstars, als auch seine innere Unsicherheit, und lässt dennoch respektvoll die Grenze durchscheinen, die sie von der echten Person trennt.

Eddie Redmayne verkörpert als Colin Clark den britischen Gentleman aus gutem Hause. Wie alle am Set hat er nur Augen für Marilyn, sobald sie auftaucht. Als sie ihn zum ersten Mal beachtet, kann er sein Glück kaum fassen. Aus dieser Kluft zwischen einem namenlosen Fan und dem größten Star seiner Zeit speist sich die Magie der Beziehung, die aus Colins Blickwinkel erzählt wird. Der junge Mann ist nicht nur zurückhaltend und höflich, er genießt es auch, den Star aus nächster Nähe bewundern und mit ihm mitfiebern zu können. Marilyn bekommt in ihren dunklen Stunden etwas dafür zurück: die sensible Einfühlung Colins und sein Verständnis, zu dem sich auch wachsende Verliebtheit gesellt.

Kenneth Branagh spielt Laurence Olivier, der als Regisseur und als Schauspieler alter Schule nichts von Method Acting und noch weniger von Marilyns Disziplinlosigkeit hält. Er macht seinem Ärger in spöttischen Tiraden Luft, kommt aber letztlich doch nicht umhin, ihre überragende Ausstrahlung vor der Kamera anzuerkennen. Jeder in ihrer Umgebung will Marilyn in irgendeiner Weise beeinflussen und sie entzieht sich misstrauisch jeder Beziehung, außer der einen zu Colin, dem uneigennützigsten von ihnen, der ihr gerade deswegen vertrauenswürdig erscheint. Obwohl Marilyns Aura eine traurige ist, bleibt der Film selbst überwiegend heiter, wie auch Colin im Rückblick davon schwärmt, wie viel Freude die Schauspielerin allen schenkte.


Fazit: "My Week with Marilyn" fängt den Zauber einer flüchtigen Beziehung zwischen zwei ungleichen Menschen ein - dem großen Filmstar und einem unbedeutenden Crewmitglied.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

My Week with Marilyn - (2011) - DVD - Cover

My Week with Marilyn (DVD)

Erscheinungsdatum: 06.11.2012

Bild 7.0
Ton 7.0
Features 4.0
Medien-Bewertung 6.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

In „My week with Marilyn“ glänzt vor allem Michelle Williams, die zu recht für ihre Darstellung von Marilyn Monroe für den Oscar nominiert wurde. Alleine deshalb ist der Film sehenswert. Generell ist auch die Umsetzung auf DVD gelungen und leidet nur an kleinen Schwächen…mehr...

My Week with Marilyn - (2011) - Blu-ray - Cover

My Week with Marilyn (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 06.11.2012

Bild 8.0
Ton 8.0
Features 4.0
Medien-Bewertung 6.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Die Blu-ray-Veröffentlichung von "My week with Marilyn" kann technisch gesehen überzeugen. An der Bildqualität gibt es nicht viel zu meckern, denn das Bild punktet mit einer tollen Schärfe sowie Detailwiedergabe. Einzig und alleine die leichten bis mittelstarken Kompressionsspuren lassen eine höhere Punktzahl verhindern…mehr...

Besetzung & Stab

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User-Kritiken

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Kommentare

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Benutzer amelie2002

Zitat von Darkshine:
Guter Film, aber warum spielt Kenneth Branagh den Laurence Olivier? Hat überhaupt keine Ähnlichkeit, imo wäre Michael Fassbender (nötigenfalls etwas auf älter getrimmt) die Idealbesetzung gewesen.


Ich empfand Kenneth Branagh als Idealbesetzung und das überhaupt keine Ähnlichkeit bestand, kann ich nicht bestätigen

Benutzer roalter

Zitat von Darkshine:
Guter Film, aber warum spielt Kenneth Branagh den Laurence Olivier? Hat überhaupt keine Ähnlichkeit, imo wäre Michael Fassbender (nötigenfalls etwas auf älter getrimmt) die Idealbesetzung gewesen.

Spielt den die (physische) Ähnlichkeit wirklich eine Rolle? Branagh geht schon gut als Olivier

Benutzer Darkshine

Guter Film, aber warum spielt Kenneth Branagh den Laurence Olivier? Hat überhaupt keine Ähnlichkeit, imo wäre Michael Fassbender (nötigenfalls etwas auf älter getrimmt) die Idealbesetzung gewesen.

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