Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held (2012) - Poster
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Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held (3D)

Originaltitel: Niko 2 - Family Affairs

Von ,
Genre: Familie, Animation | Deutschland, Dänemark, Finnland ()
Kinostart: (Deutschland)
Verleih: Universum Film
Laufzeit: Minuten

Inhalt: Ein kleiner Rentierjunge Niko hat sein ganzes Leben mit seiner Mutter zusammengelebt. Insgeheim wünscht sich Niko aber, dass sein Vater aus der weltbekannten "Fliegenden Truppe" vom Weihnachtsmann wieder zurück kommt und sie eine richtige Familie sein können. Eines Tages hat seine Mutter eine Überraschung: Sie hat jemanden, den sie Niko vorstellen möchte, ein anderes Rentier: Lenni. Er und sein kleiner Sohn Jonni sollen fortan zur Familie gehören. Niko soll nun mit Jonni zusammenleben und auch noch auf ihn aufpassen - Was nicht so gut klappt...

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Filmkritik

Nach dem internationalen Erfolg des finnischen Animationsfilm "Niko - Ein Rentier hebt ab" beteiligte sich sogar die deutsche Filmförderung an der Fortsetzung "Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held" von Kari Juusonen und Jorgen Lerdam ("Hugo - Das Dschungeltier", "Kuddelmuddel bei Petterson & Findus"). Da beim ersten Teil vom deutschen Verleih Kürzungen aufgrund zu dunkler Sequenzen und actionlastiger Hetzjagden vorgenommen wurden, schaltete man bei der Fortsetzung im Hinblick auf die junge Zielgruppe einen Gang zurück. "Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held" erweist sich als weitaus kindgerechter erzählt, obwohl auch dieses Mal rasante Flüge durch winterliche Lüfte und Verfolgungsjagden durch verschneite Wälder nicht fehlen dürfen. Angesichts der 3D-Umwandlung setzten die beiden Regisseure besonders zu Beginn auf wilde Schlittenfahrten, ohne das schwindelerregende Achterbahngefühl der 3D-Trickfilme anzustreben. weiterlesen ▼

Ebenso fehlt den Feinden des kleinen Rentiers Niko letztlich eine völlig bedrohliche Ausstrahlung. Zwar möchten die Adler Boss, Thug, Eddie und Speedy, die fälschlicherweise den kleinen Jonni entführen, richtig böse sein, doch aufgrund ihrer Tollpatschigkeit gelingt es letztlich nie. Weitaus verschlagener agiert ihre manipulative Anführerin, die weiße Wölfin. In alter Fortsetzungsmanier übernimmt sie das Kommando, um ihren im ersten Teil verunglückten Bruder zu rächen und bringt gar das gesamte Weihnachtsfest in Gefahr. Doch selbst bei der Konfrontation der kleinen Freunde mit ihrer grimmigen Gegenspielerin im düsteren Adlerverschlag unterläuft letztlich Komik die gruselige Atmosphäre.

Aus dem Vorgänger übernommen wurde ebenso das Buhlen des Einzelkinds Niko um die Zuneigung seines verantwortungslosen Vaters. Nachdem Prancer die Familie für seinen abenteuerlichen Job als Schlittenzieher des Weihnachtsmannes verließ, muss er sich nun seiner Erzieherrolle stellen. Nikos Hoffung auf Familienzusammenführung erfüllt sich nicht, nachdem der zurückhaltende Lenni als neuer Stiefvater und sein kleiner Sohn Jonni auftauchen. Autor Hannu Tuomainen thematisiert Probleme von Patchwork-Familien, die von allen ein tastendes Zugehen auf das fremde Gegenüber erfordern. So muss Niko, der nicht mehr Familienmittelpunkt ist, erst lernen, Verantwortung zu übernehmen und Fürsorge zu entwickeln.

Im Vergleich zum ersten Teil erscheint die Geschichte allerdings episodenhafter angelegt und dramaturgisch weniger geschlossen. Dass das Reich des Weihnachtsmannes außer den Rentieren wie ausgestorben wirkt, muss man akzeptieren. Weitere Nebenfiguren hätten wohl in der überschaubaren Handlung eher gestört. Ebenso halten sich die Pointen für ein älteres Publikum in Grenzen. Doch die kleinen Zuschauer kommen schon aufgrund der niedlichen Charaktere, die am Disney-Figurenschema von "Bambi" und Co. angelehnt sind, auf ihre Kosten, so dass der Animationsspaß ihnen die Vorweihnachtszeit unterhaltsam verkürzen dürfte.


Fazit: Trotz seiner märchenhaften Thematik schneidet "Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held" wichtige Themen aus dem kindlichen Umfeld an, ohne den nötigen Humor zu vernachlässigen.

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