Paranormal Activity 4 (2012) - Poster
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Paranormal Activity 4

Originaltitel: Paranormal Activity 4

Von , mit ,
Genre: Horror | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Paramount Pictures
Laufzeit: Minuten

Inhalt: Nach den schrecklichen Ereignissen, die Katie (Katie Featherston) und ihrer Familie widerfahren sind, beginnt der Spuk in einer anderen Nachbarschaft von Neuem. Ein junges Mädchen stellt fest, dass seit dem Einzug der neuen Nachbarn seltsame und unerklärliche Dinge in dem Haus ihrer Eltern passieren. Dass das Licht flackert, sobald sich der kleine Nachbarsjunge dem Haus nähert, ist nur ein harmloser Vorbote des teuflischen und undurchsichtigen Spiels des Dämons, das auch die Zukunft dieser Familie auf schreckliche Weise verändern wird….

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Filmkritik

Längst entwickelte sich die Found-Footage-Reihe "Paranormal Activity" zum Selbstläufer. 570 Millionen US-Dollar spielten die ersten drei preisgünstig produzierten Filme weltweit ein, die stets auf CamCorder-Aufnahmen basieren. Doch der vierte Teil unter der Regie des schon für den Vorgänger verantwortlichen Duos Henry Joost und Ariel Schulman beweist, dass das erfolgreiche Konzept von Schöpfer Oren Peli nicht unendlich reproduzierbar ist - besonders, wenn originelle, neue Ideen fehlen. Stets entwickelt sich der Plot in identischer Weise: In einer Mischung aus Hand- und Überwachungskamera dokumentiert das von unbekannter Hand editierte Material, wie der Schrecken langsam über einen geregelten amerikanischen Haushalt hereinbricht, wobei die Opfer die wahre Gefahr erst zu spät erkennen. In der Regel hat es der Poltergeist auf den Nachwuchs abgesehen und verschwindet an Ende spurlos, wobei er Tod und Zerstörung hinterlässt. weiterlesen ▼

Zuletzt wies die Qualitätskurve durchaus nach oben: Nach dem noch originellen, aber teils langatmigen ersten Film "Paranormal Activity" und der geringfügig besseren Fortsetzung "Paranormal Activity 2", legten Joost und Schulman einem soliden dritten Kinofilm "Paranormal Activity 3" nach. Hier tauchte noch eine Teufelssekte als weiteres Verschwörungselement auf. Dieser Geisterschocker funktionierte weit besser, weil die Macher viel früher in das Bedrohungsszenario einstiegen, die düstere Handlung stringenter entwickelten und in ein schockierendes Finale münden ließen.

Im vierten, von den gleichen Regisseuren inszenierten Film, findet sich kaum etwas von diesen Qualitäten wieder. “Paranormal Activity 4“ wirkt mehr wie ein Remake des zweiten Kinofilms, erweitert durch den Schluss des dritten Teils. Im Prolog wird an das spurlose Verschwinden des Mädchens Katie (Katie Featherston tritt in allen Teilen auf) und ihres kleinen Bruders Hunter von 2006 hingewiesen - die aktuelle Handlung setzt im November 2011 ein. Die offensichtlich von einem Dämon besessene Katie taucht in einer wohlhabenden Gegend auf und hat es auf den Sohn einer Mittelstandsfamilie abgesehen, dessen Vergangenheit recht unvermittelt in den rudimentären Serienkontext integriert wird.

Das Spannungspotential der "Paranormal Activity"-Filmreihe entwickelt sich aus dem Umstand, dass der Zuschauer zwar stets über einen minimalen Wissensvorsprung gegenüber den Figuren verfügt, aber nie weiß, wann der Dämon als nächstes zuschlägt. Dieses Konzept lassen die Regisseure zu Beginn des vierten Teils bewusst ins Leere laufen. Entweder erschrecken sich die beiden jugendlichen Protagonisten gegenseitig, oder die obligatorische Hauskatze hüpft durchs Bild, oder es passiert schlicht gar nichts, was meistens der Fall ist. Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen wird inzwischen keine Sorgfalt mehr darauf verwendet, den allgegenwärtigen Kameragebrauch plausibel zu begründen.

Es dauert bis zehn Minuten vor Schluss, bevor sich die dramatische Situation endlich zuspitzt. Vorher reproduzieren die Macher schlicht die vertrauten Schreckensmomente der Vorläufer, ohne irgendwelche Informationen über Hintergründe und Zusammenhänge zu liefern. Unheilsverheißend muss der Hinweis auf ein entdecktes Fruchtbarkeitssymbol reichen. Ebenso unerklärlich und unzusammenhängend wirkt eine Szene nach dem Nachspann in einem mexikanischen Santeria-Laden.

Der einzige neue Einfall ist Alex´ Nachtsichtmodus, der das Wohnzimmer in ein fluoreszierendes Grün mit weißen Punkten im Stil eines Motion-Capture-Studios taucht. Doch auch dieses Stilmittel läuft sich rasch tot. Weder Filmzitate wie das Buggy fahrende Kind aus "Shining" noch der Einsatz von Rob Zombies schon endlos verwendeter Gothic-Rockhit "Dragula" können auf Dauer die lähmende Langeweile vertreiben. Die schwache Synchronisation, jede natürliche Atmosphäre raubend, gibt dem unoriginellen Spukthriller den Rest.


Fazit: "Paranormal Activity 4" erweist sich als bislang schwächster Teil des populären Geister-Franchises, der lange auf der Stelle tritt und die Charakterisierung der Figuren vernachlässigt.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

Paranormal Activity 4 - (2012) - Blu-ray & DVD - Cover

Paranormal Activity 4 (Blu-ray & DVD)

Erscheinungsdatum: 28.02.2013

Bild 7.0
Ton 7.0
Features 3.0
Medien-Bewertung 6.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Der neuste Teil der "Paranormal Activity"-Reihe, inzwischen der vierte, liefert im Allgemeinen ein etwas ruhigeres und besser gezeichnetes Bild ab als seine Vorgänger. Jedoch ist das ganze stilbedingt, je nach Aufnahmegerät, sehr wechselhaft und bewegt sich zwischen grausig bis gut…mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

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Benutzer take_over

Zitat von Mr.Brown-1602:
Fand die Atmosphäre damals im Kino in Teil 3 sensationell, man hat förmlich die Angst stehen gespührt im Saal.
Bei Teil 4 war da nix...


Hab den Teil zwar noch nicht gesehen aber das kommt auch auf das Publikum drauf an. Am besten ist es eh man sitzt fast ganz allein im Kinoso das man ja nicht abgelenkt wird.

Benutzer Mr.Brown-1602

Fand die Atmosphäre damals im Kino in Teil 3 sensationell, man hat förmlich die Angst stehen gespührt im Saal.
Bei Teil 4 war da nix...

Benutzer Mr.Brown-1602

Zitat von steve:
Ist wohl kein Film zum mehrmals ansehen und grübeln. :)
Das definitiv nicht :p

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