Perfect Sense (2011) - Poster
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Perfect Sense

Originaltitel: Perfect Sense

Von mit ,
Genre: Drama, Romanze | Großbritannien ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Senator Film Verleih
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)

Inhalt: Eine Liebe in den Zeiten der Apokalypse – eine unerklärliche Epidemie führt dazu, dass die Menschen auf der ganzen Welt nach und nach ihre Sinneswahrnehmungen verlieren. Während sich die Katastrophe langsam anbahnt, finden in Glasgow die Forscherin Susan (Eva Green) und der Chefkoch Michael (Ewan McGregor), beide von leidvollen Erinnerungen geplagt, zueinander. Obwohl sich die Krankheit weiter ausbreitet und alle Menschen ihren Geruchs- und Geschmackssinn bereits eingebüßt haben, geht das Leben weiter. Nach einer Phase der Desorientierung stellen sich die Menschen auf die neue Situation ein. Die Beziehung der beiden Liebenden entwickelt sich und wird immer intensiver. Es ist längst nicht nur die Leidenschaft, die sie zusammenhält. Jeder Eskalation der Epidemie gehen enorme Gefühlsschwankungen voraus, und vor dem Verlust des Hörsinns führt ein Wutausbruch Michaels dazu, dass sich die beiden verlieren. Jetzt scheint die Welt im Chaos unterzugehen. Und es droht noch Schlimmeres: Blindheit. Werden die beiden Liebenden wieder zu einander finden?

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Filmkritik

Wenn sich eine inhaltliche Tendenz beim Fantasy Filmfest 2011 erkennen ließ, dann war es die apokalyptische Thematik zahlreicher Werke. Selten versammelte man so viele Endzeitfilme wie in diesem Jahr, wo Zombies, Vampire und andere Monster den Planeten unterjochen und alle humanen Werte zertrümmerten. David Mackenzies sechster Film schlägt in die gleiche Kerbe, geht aber wesentlich subtiler vor, indem er einen verhängnisvollen Virus ausbrechen lässt, welcher der Menschheit global jede Selbstständigkeit raubt. weiterlesen ▼

Da erscheint es als kein Zufall, dass Lars von Triers Firma Zentropa den Film mitproduzierte, was einerseits dem produktiven dänischen Drehbuchautor Kim Fupz Aakeson geschuldet ist. Andererseits setzte von Trier den Endzeitgedanken später mit „Melancholia“ fort, wo er in Bildern tragischer Schönheit den menschlichen Absturz beschwor. Auch „Perfect Sense“ wird von einer melancholisch-düsteren Stimmung beherrscht, die sich vom ersten Moment an über den Bilderstrom internationaler Schauplätze legt – unterstützt durch einen allwissenden, Unheil beschwörenden Voice Over-Kommentar und einer Violine-/Klavier-Untermalung. Aakesons vertrauter ironischer Humor hätte offensichtlich nicht zum desperaten Tonfall gepasst, vielleicht aber die starre Dramaturgie etwas aufgelockert.

Sein Skript beschwört die Kraft der Liebe als letzten Halt in Zeiten des zivilisatorischen Untergangs. Erneut wird die Epidemieursache nie näher erläutert, obwohl es naheliegend wäre, auf eine Antwort der Natur zur Industrialisierung und Umweltzerstörung zu schließen. Entsprechend zieht sich Wasser als Leitmotiv durch den Film - als ein sich zunehmend ausbreitender Fluss: Susans Vater arbeitete als Seemann, mit ihrer Schwester unternimmt sie stets lange Strandspaziergänge, Michael ließ sich eine Muschel auf den Arm tätowieren, und schließlich mündet der Endzeitplot in arktischen Zeitrafferbildern.

Überschwängliche Gefühlsausbrüche setzen ein untrügliches Fanal zur Infizierung der Individuen. Eine übergreifende Traurigkeit kündigt den Verlust des Geruchssinns an (für Koch Michael natürlich eine existenzielle Bedrohung), nicht zu bändigende Fressattacken rauben den Geschmackssinn, Wut- und Panikanfällen folgt Taubheit, und eine Welle an Glücksüberschuss mündet in Blindheit. Jede dieser Epidemien erhält von der Wissenschaft eine eigene Bezeichnung: SOS bedeutet etwa „Severe Overfatigue Syndrom“, doch ein Gegenmittel wird nicht entdeckt. Dadurch bricht bald ein übergreifendes Chaos aus, doch Mackenzie zeigt, dass Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen einen Überlebenshaken darstellen können.

Ewan McGregor, schon bei Mackenzies Debüt „Young Adam“ mit dabei, und Eva Green bilden ein attraktives Paar, was aber auf Dauer nicht darüber hinweg täuschen kann, dass die Geschichte im Verlauf auf der Stelle tritt. Wie bei einem Stationsdrama werden die beängstigenden Syndrome nacheinander abgehakt, doch dramaturgisch bleibt das existenzielle Untergangsszenario recht schwerfällig.


Fazit: Ein melancholisch-romantisches Apokalypsedrama, das nach dicht entwickelter Exposition nicht ohne Längen auskommt.

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Ausstrahlungstermine

BR FernsehenMittwoch, 01. 10. 2014 23:10 - 00:35

Medien-Kritiken

Perfect Sense - (2011) - Blu-ray - Cover

Perfect Sense (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 18.05.2012

Bild 8.0
Ton 7.0
Features 3.0
Medien-Bewertung 6.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Perfect Sense ist mal ein komplett anderer apokalyptischer Film für Freunde des Drama-Genres. Die technische Umsetzung bietet zwar kein bombastisches Popcornkino, schafft es aber gekonnt die eher triste Intention des Regisseurs wiederzugeben. Ein wenig mehr Bonusmaterial wäre jedoch wünschenswert.mehr...

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