Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 (2006) - Poster
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Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2

Originaltitel: Pirates of the Caribbean: Dead Man´s Chest

Von mit ,
Genre: Action, Abenteuer, Komödie, Fantasy | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Buena Vista International
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)

Inhalt: Kurz vor der Hochzeit werden Will Turner und seine Elisabeth verhaftet: Sie sollen für die West India Trading Company den Kompass von Captain Jack Sparrow herbeischaffen. Der nämlich soll den Weg weisen zu einer Truhe, in dem nichts weniger als die Herrschaft über die Meere verborgen ist: Das schlagende Herz des legendären Piratenkapitäns Davy Jones, der den Fliegenden Holländer befehligt. Jack Sparrow ist ebenfalls hinter dieser Kiste her, er weiß, dass der Schlüssel dazu um den Hals von Davy Jones hängt – an den ihn ein alter verhängnisvoller Vertrag bindet. Will Turner sucht Jack Sparrow, der spannt ihn ein, Davy Jones’ Schlüssel zu stehlen; und Elisabeth ist inzwischen auf der Suche nach ihrem Will: Das sind die Hauptlinien der Geschichte im zweiten Teil der karibischen Piratensaga.

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Filmkritik

Ein Pirat begutachtet den Fetzen Pergament, den der Kapitän ihm hinhält: „Es ist ein Schlüssel.“ „Nein“, erklärt Captain Jack Sparrow: „Viel besser: Es ist das Bild eines Schlüssels“. Das ist die Grundessenz der „Fluch der Karibik“-Serie: Es sind keine Filme, es sind Abbilder von Filmen. Ein reines Spiel mit den Abenteuer-, Fantasy-, Swashbucklergenres. Original ist nichts, jede Szene besteht aus Versatzstücken, hinter jedem Bild ist das zumeist ironische Zitat erkennbar. weiterlesen ▼

Johnny Depp ist hierfür der perfekte Darsteller, und ohne ihn wäre der Erfolg des ersten Teils vor drei Jahren sicherlich nicht möglich gewesen. Depp ist geschult in den ironisch-fantastischen Tim-Burton-Welten, seine exaltierten Bewegungen und die entgleisende Mimik hat er bei Terry Gilliam perfektioniert. Im „Fluch der Karibik“ gibt er die Essenz dieses Könnens als ständig betrunkener Keith Richards-Verschnitt, ein Jumping Jack Sparrow.

Wie ein rollender Stein nimmt der Film von Anfang an Fahrt auf, wird immer schneller und überrollt auch manches Loch in der Story. Das Tempo des Films bei gleichzeitiger Wahrung der Übersichtlichkeit: Das ist es, was den Unterhaltungswert des „Fluch der Karibik“-Franchises ausmacht. Die Bombastik von Jerry Bruckheimer, der sonst nur allzu gern mit vielen Explosionen patriotische Propaganda in die Kinosäle einbläut, wird dabei aufgefangen von Gore Verbinskis Gespür Timing und für den richtigen Einsatz von Gegenständen. Die nämlich zu verfolgen, das ist ein ganz eigenes Spiel im großen Spiel des Films.

Im ersten Teil war das zum Beispiel das Glasauge eines der Piraten, das immer wieder über die Planken kullerte, in Teil zwei wandelt sich die Suche nach einem Kompass zur Suche nach einem Schlüssel zur Suche nach einer Truhe zur Jagd auf ein Herz. Oder: Das Kleid von Elisabeth, das anzeigt, dass sie sich als Schiffsjunge unter die Crew eines Handelsschiffes gemischt hat, das die Handlung weitertreibt über den Aberglauben der Piraten, das schließlich wieder auftaucht als Wegweiser für Will Turner. Verbinski kann mit diesen Gegenständen jonglieren, sie wieder auftauchen lassen, sie mit Bedeutung beladen und ihnen doch ihre ironische Leichtigkeit lassen.

Und er kann wunderbare Actionsequenzen inszenieren, die ganz leicht nebeneinander laufende Handlungsstränge erzählt, ohne je die Details zu vergessen. Da sind die Piraten in einen kugelförmigen Käfig aus Menschenknochen eingesperrt und hängen über einer Schlucht, während Jack Sparrow, mit einem Pfahl auf den Rücken gebunden, vor dem Grillfeuer eines Kannibalenstammes zu fliehen versucht. Und während die einen von den zähnefletschenden Menschenfressern verfolgt in ihrem Käfig einen Hang hinunterkullern, muss sich der andere dem Koch stellen und wird mit exotischem Obst beworfen, bis er wie ein Fruchtcocktailspießchen aussieht; den Pfahl auf seinem Rücken benutzt er dann für einen Stabweitsprung bei der Flucht.

Eine andere, die zweite spektakuläre Sequenz, mit noch mehr parallelen Fäden, aber wieder bergab: Drei Männer beim Fechtkampf, sie alle wollen den Schlüssel, kugeln in einem großen Mühlrad durch den Wald, balancieren oben, laufen innen mit, der Schlüssel wandert immer von einem zum anderen. Währenddessen flieht Elisabeth mit der Truhe, zu der der Schlüssel passt, verfolgt von zwei Piraten und einem Haufen entsetzlicher Untoter vom Fliegenden Holländer. Das ist meisterhaft choreografiert, nicht nur räumlich, auch zeitlich; und wegen der Fülle an Kleinigkeiten, die mitspielen, wegen der Rasanz und der immer mitschwingenden Ironie ist dieser Eröffnungsfilm für den durch Fußball-WM verzögerten Blockbustersommer wohl einer der unterhaltsameren Produkte. Hollywood enttäuscht hier nicht.

Doch „Fluch der Karibik 2“ findet kein Ende. Während der erste Teil nur in der Nach-Abspann-Szene ein Sequel andeutete (eine Szene, die in dieser Fortsetzung gar keine Rolle mehr spielt), wartet nun der Film mit einer fast unverschämten Verweigerung einer Auflösung auf, so dass er gar nicht selbständig dastehen kann. Denn Teil 3 wurde schon mit abgedreht, Teil 2 lässt ungefähr tausend Fragen offen, und der Übergang dürfte recht reibungslos hinhauen; bis auf die Tatsache, dass „Pirates of the Carribean: At World’s End“ erst in einem Jahr rauskommen wird.


Fazit: Der Piratenspaß ist auf gleicher Höhe mit dem ersten Teil der Filmreihe; und ist ein Versprechen und eine große Herausforderung für den dritten Teil.

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Ausstrahlungstermine

ProSiebenFreitag, 05. 12. 2014 20:15 - 23:15

Medien-Kritiken

Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 - (2006) - Blu-ray - Cover

Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 07.06.2007

Bild 10
Ton 9.0
Features 6.0
Medien-Bewertung 8.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Die Bild- und Tonqualität dieser Veröffentlichung kann sich sehen lassen und ist auch für den Einsatz als Demomaterial bestens geeignet. Bei eben einer solchen Demonstration sollte man die Scheibe aber besser schon Stunden vorher einlegen, denn sonst könnte sich der Gast schnell mit Unverständnis über die Film-Start-Prozedur abwenden …mehr...

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Benutzer Stingray

Ich schreibe das nicht in den offiziellen Thread, weil ich keine Spoiler will.

Ich hatte damals im Cinecitta in Nürnberg die Möglichkeit, Teil 1 auf englisch zu sehen. Deswegen habe ich überhaupt keine Lust, mir das nuschelige Gelaber von Johnny Depp auf deutsch anzusehen.
Leider wird das Cine wohl keine englische Fassung bringen.

Kennt jetzt jemand im Bereich Bamberg-Nürnberg irgend ein vernünftiges Kino (mit großer Leinwand und gutem Sound), das den Film auf englisch zeigen wird?

Das Roxy in Nürnberg ist für nen mordernen Effekte-Film nicht gerade meine erste Wahl.

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