Resident Evil: Retribution (2012) - Poster
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Resident Evil: Retribution (3D)

Originaltitel: Resident Evil: Retribution

Von mit ,
Genre: Action, Horror, Science-Fiction | Deutschland, Kanada ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Constantin Film
Laufzeit: Minuten

Inhalt: Für Amazone Alice (Milla Jovovich) geht der Kampf gegen die skrupellose Umbrella Corporation weiter. Sie setzte einst ungewollt einen Zombie-Virus in die Welt. Nun steht die Menschheit kurz vor der Auslöschung durch untote Horden. Nachdem Alice bei der Schlacht auf offener See ihre Freunde und Freiheit verlor, erwacht sie einem geheimen Pharmalabor von Umbrella. Unerwartet verhilft ihr die Spezialagentin Ada Wong (Li Bingbing) zur Flucht. Doch der Weg nach draußen ist mühsam und gefährlich: Alice und Ada müssen einen gigantischen Komplex tief unter der Oberfläche des Polarmeers durchqueren - hier simuliert die Umbrella Corporation verschiedene Städte und ihre Bewohner, um die Auswirkung des freigesetzten Virus studieren zu können. Und hier warten Tausende von Zombis und gigantische Umbrella-Monster auf Alice. Überraschend schlägt sich der sinistre Umbrella-Vorsitzende Albert Wesker (Shawn Roberts) auf Alices Seite. Er gibt ihr die übermenschlichen Kräfte zurück, die sie einst durch Umnbrella-Experimente bekam und dann wieder verlor. Doch ist es fraglich, ob das reicht, der teuflischen Übermacht zu trotzen.

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Filmkritik

Im fünften Teil "Resident Evil: Retribution" der erfolgreichen Filmreihe nach dem gleichnamigen Computerspiel geht Regisseur Paul W.S. Anderson, auch als Autor und Produzent an allen Teilen beteiligt, mit einstigen Prämissen sehr willkürlich um, was manchen Fan zurecht verärgerten dürfte: Während Albert Wesker, Kopf der übermächtigen Umbrella Organisation, die einst den T-Virus in Racoon City verbreitete, im Vorgängerfilm "Resident Evil: Afterlife" die übernatürlichen Fähigkeiten nahm, erhält sie nun von ausgerechnet von diesem Todfeind ihre telekinetischen Kräfte zurück. weiterlesen ▼

Überhaupt scheint Anderson einem übergreifenden Konzept - abgesehen davon, Ehefrau und Muse Milla Jovovich in makelloser Manier durch die Räume wirbelnd zu lassen. Nach Belieben nimmt er frühere Plotelemente wieder auf und lässt dafür etablierte Handlungsstränge fallen. Längst verblichene Charaktere wie Rain (Michelle Rodriguez in einer Doppelrolle), One (Colin Salomon) oder Carlos (Oded Fehr) holt er als Klon zurück, die sich nun in mörderischer Absicht an Alice´ Fersen heften. Wenn man, wie in "Resident Evil: Afterlife" geschehen, schon von der Protagonistin endlose Kopien kreieren kann, so die Begründung, darf man dies bei den Nebenfiguren ebenfalls exerzieren. Dafür fehlen im neuen Film nun die Figuren Chris und Claire Redfield sowie das Mädchen K-Mart völlig, um deren Überleben sich der Vorläufer hauptsächlich drehte.

Die einzige Verbindung zum Vorgängerfilm ist die Wiederholung der Cliffhanger-Situation des letzten Teils, der Luftangriff einer übermächtigen Armada gegen die heillos unterlegenen Rebellen auf See. (Einen identischen Cliffhanger verwendete Anderson übrigens ein Jahr später bei seiner überproduzierten "Die Drei Musketiere"-Variante - soviel zur Skript-Originalität des Actionspezialisten.) Während der rückwärts abgespulte Prolog in der Tat reichlich bombastisch und beeindruckend ausfällt, greift der Brite danach auf vertraute Situationen zurück. "Resident Evil: Retribution" beginnt auch mit einem Traumsequenz-Prolog, der Alice ein idyllisches Leben suggeriert. Dann muss sich die anfangs nur spärlich bekleidete Heroine ein weiteres Mal aus den Umbrella-Klauen befreien und dabei gegen bewährte Gefahren antreten. Der maskierte, hünenhafte Executioner mit seiner riesigen Streitaxt erhält einen Zwilling, die echsenhaften Lickers und die Majini-Untoten sorgen für Schrecken, während Zombie-Hunde erstmals komplett fehlen. Dafür sorgen die intelligenten Las Plagas-Untoten für eine neue Bedrohung.

Am effektivsten wirkt "Resident Evil: Retribution" noch im ersten Drittel, wenn Anderson bewusst eine typische Gamer-Situation etabliert: In Lack und Leder-Montur schießt, prügelt, hackt und kickt sich die tadellos frisierte Milla Jovovich durch eine unübersehbare Ansammlung inhumaner Kontrahenten in wechselnden, meist simulierten Räumen, wofür sie jeweils die passenden Waffen wählen muss. Bieten diese dynamischen Sequenzen noch Tempo und Drive, wobei die 3D-Effekte wie schwirrende Projektile optimaler eingesetzt sind als im vierten Teil, geht dem Film mehr und mehr die Puste aus. Rasante Stunts tragen auf Dauer keinen Spielfilm über die ganze Länge.

Zwar darf Alice in ihrer Sorge für den Klon Becky nun eine Mutterrolle übernehmen. Dass das gehörlose Mädchen gewissermaßen das positive Gegenstück zur alles beherrschenden, kindlichen Roten Königin einnimmt - ein Motiv aus "Alice im Wunderland" -, die ebenfalls aus dem ersten Teil zurückkehrt, wird nicht weiter verankert. Wenn man die Rückblenden und den endlosen Abspann nicht mitzählt, bleiben ohnehin nur 80 Minuten mit einer rudimentären Handlung und unoriginellen Plotpoints übrig. Trotz aller visuellen Reize erscheint das doch zu wenig. Natürlich fehlt am Ende nicht ein neuer Cliffhanger mit Ankündigung der "Finalen Schlacht" um das Schicksal der Menschheit.


Fazit: Der passable fünfte Teil "Resident Evil: Retribution" der Filmreihe wartet mit packenden Action-Sequenzen, aber auch mit reichlich Figurenwirrwarr und manchen Wiederholungen auf.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

Resident Evil: Retribution - (2012) - Blu-ray - Cover

Resident Evil: Retribution (Blu-ray 3D)

Erscheinungsdatum: 14.03.2013

Bild 9.0
Ton 10
Features 8.0
Medien-Bewertung 9.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Der inzwischen fünfte Teil der "Resident Evil"-Reihe erscheint von Constantin in einer hochwertigen Premium Edition, die sich sowohl sehen als auch hören lassen kann. Die 3D-Fassung bietet ein tolles tiefes und scharfes Bild, während die Tonspuren das Visuelle turbulent und brachial unterstützen…mehr...

Besetzung & Stab

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User-Kritiken

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Kommentare

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Zitat von Agent Smith:
Der 3. Teil hat mir da wieder weitaus besser gefallen.


Vielleicht gebe ich dem dann bei Gelengeheit mal eine Chance. Teil 1 mochte ich noch. Teil 3 habe ich, abgeschreckt durch den 2. Teil, nie gesehen.

Zitat von Herbie_06:
Also, der war wirklich unerträglich. Das nicht enden wollenden Finale, bei dem man bis zum Erbrechen eine gefühlte Stunde lang mit pausenloser Daueraction zugeschüttet wurde, war im Kino die reinste Qual. Den Abspann habe ich damals als Erlösung empfunden.


Genau das gleiche Empfinden hatte ich auch mit dem Streifen

Zitat von Rudi Ratlos:
Da hat anscheinend jemand "Transformers 2" nicht gesehen :D
Stimmt, den hab ich nicht gesehen. Transformers 1 habe ich auf Empfehlung blind gekauft und finde ihn richtig, richtig schlecht. Deshalb erspare ich mir weitere Teile.

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