Rock of Ages (2012) - Poster
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Rock of Ages

Originaltitel: Rock of Ages

Von mit ,
Genre: Drama, Komödie, Musical | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Warner Bros. Pictures
Freigegeben ab 6 Jahren6- ( Minuten)

Inhalt: 1987: Mit wenig mehr als ihren Rockalben im Gepäck und mit großen Träumen im Kopf kommt Sherrie (Julianne Hough) aus Oklahoma in Los Angeles an. Doch es dauert nur Minuten, bis die Provinzschönheit erstere auch noch an einen cleveren Ganoven verliert. Zum Glück ist der schmucke Drew (Diego Boneta) zur Stelle, der auch noch im Bourbon Room arbeitet, der angesagtesten Rock-Bühne der Stadt. Drew kann Sherrie tatsächlich einen Job im Bourbon Room besorgen, auch wenn dessen Besitzer Dennis (Alec Baldwin) eigentlich nicht so viel hält von aufstrebenden Nachwuchssängern, die Zapfhahn und Tablett sobald wie möglich gegen Gitarre und Mikrofon eintauschen wollen. Doch dann bekommt Drew trotzdem seine große Chance: Er soll mit seiner Band als Opening Act von Arsenal auftreten – vor deren letzter gemeinsamer Show, denn der exzentrische Sänger Stacee Jaxx (Tom Cruise) will künftig auf Solopfaden wandeln.

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Bilder zum Film

Filmkritik

Der Trailer verrät es nicht, aber: "Rock of Ages" ist ein Musical und die Schauspieler leihen dem bombastisch-hymnischen Rock des Jahrzehnts, Stücken wie „Paradise City“ von Guns N´Roses oder Whitesnakes "Here I Go Again", ihre Stimmen. Die Adaption des gleichnamigen Off- und On-Broadway-Stücks gewinnt auf diese Weise eine zusätzliche Ebene. Und sie schlängelt sich scheinbar elegant vorbei an vielen vorhersehbaren Stoßrichtungen der Kritik. weiterlesen ▼

Denn die Handlung ist nicht nur dünn, sie ist nicht nur klischeehaft, nein: Sie ist regelrecht schwindsüchtig und ausschließlich aus zahllosen Versatzstücken der Popkultur, oder meinetwegen: Rockkultur, zusammengezimmert. Aber so ist das nun mal bei Musicals, oder? Und eine Hommage - ist es nicht deren Sinn, bereits Dagewesenes noch einmal aufzugreifen?

Schon - wenn Regisseur Adam Shankman ("Hairspray") und Chris D´Arenzio, der sich auch schon als Autor der Vorlage verantwortlich zeichnete, nur etwas eingefallen wäre zum Jahrzehnt, zu der Jugendszene und zu der Musik, die sie porträtieren wollen. Es gibt handkoffergroße Mobiltelefone, sicher, es gibt einen ganz netten satirischen Seitenhieb auf den beginnenden Aufstieg der Boybands und deren plastikpuppenhafte Ästhetik. Es gibt auch eine schön exaltiert-heuchlerische Catherine Zeta-Jones als Bürgermeisterkandidatengattin, die sich gegen die angebliche Verrohung der Sitten durch den Rock engagiert.

Und nicht zuletzt gibt es die Songs, die in Filmtheatern mit entsprechender Ausstattung sicherlich schön donnernd rüberkommen und für die eine oder andere Gänsehaut sorgen mögen. Doch eine wirklich konzeptuelle Vorstellung, was der Rock für sie und ihre Figuren darstellen soll, haben die Filmemacher nicht. Er bleibt eine letztlich oberflächliche Wischi-Waschi-Metapher für Freiheit und das Selbstbewusstsein, den eigenen Weg zu gehen. Viel mehr von "Showgirls" und "Coyote Ugly" steckt im Film als etwa von Cameron Crowes großartigem "Almost Famous".

Dies liegt auch daran, dass Boneta und Hough in den Hauptrollen so gar keine Ecken und Kanten, kein Profil, keinen Charakter entwickeln können, sondern vollkommen schematische Projektionsflächen bleiben. In der Marketing-Sprache heißt so etwas dann: "unverbraucht", was hier aber gewaltig nach hinten losgeht. Eine ebenso bewusste Entscheidung beim Casting war es sicherlich, die schillernden Nebenrollen mit bekannten Köpfen zu besetzen, um dem Star-Bonus einen zusätzlichen Reiz zu verleihen: Wie singt eigentlich Tom Cruise? Wie singt Alec Baldwin? Und wie gut spielt Mary J. Blige?

Soweit man den Gesang angesichts der heutigen produktionstechnischen Möglichkeiten ernsthaft beurteilen kann: Gar nicht schlecht - jedenfalls mit mehr Fülle, mehr Rauhheit, mehr Leben in der Stimme als die jugendlichen Protagonisten. Und gerade Cruise dominiert mit seinem Lebemann Stacee Jaxx noch im Schleichen, im Wanken, in der schlangenhaften Schräglage des sonnenbebrillten Gesichts, mit dem er sein Gegenüber mustert, jede Szene vollkommen.

Also: Skurrile Typen, die sich aus Angst vor einem vernichtenden R-Rating mit wenig mehr als Whisky vollpumpen dürfen, schleimige Manager (Paul Giamatti) und ein paar nette All-American-Girls und -Boys, die es mit der Musik ganz nach oben schaffen - das ist Rock. Oder war da noch was? Nur ganz selten steckt in "Rock of Ages" genug Ernsthaftigkeit, um die Ahnung einer untergegangenen Ära zu beschwören. Einer Ära, auf die New Kids on the Block folgten und Scooter und die in eine Gegenwart mündete, in der heute alles irgendwie geht. Vielleicht fehlt dem Film deshalb die Melancholie einer guten Hommage.


Fazit: Vor allem den liebevoll bis satirisch gezeichneten Nebenfiguren, deren charaktervollen Darstellern und den kraftvollen Songs verdankt "Rock of Ages" einen gewissen Unterhaltungswert. Doch auch als Musical scheitert der Film letztlich wegen seiner allzu schablonenhaften Handlung, die einen oberflächlichen Umgang mit dem Phänomen des 80er-Rocks beweist.

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Medien-Kritiken

Rock of Ages - (2012) - Extended Cut - Blu-ray - Cover

Rock of Ages - Extended Cut (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 26.10.2012

Bild 8.0
Ton 8.0
Features 7.0
Medien-Bewertung 7.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Technisch gibt es an dem Musical "Rock of Ages" nicht viel auszusetzen, das Bild ist überwiegend sehr gut. Unter den Tonspuren ist der englische Lossless Sound bevorzugt zu nutzen. Der deutschen Spur fehlt es etwas an besserer Auflösung. Die Extras sind gut und beschäftigen sich hauptsächlich mit der Umsetzung der 80er Jahre.mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

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Kommentare

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Heute endlich noch im Kino gesehen und was soll ich sagen: genau mein Film!

Ein toller Cast, klasse Songauswahl und man hat den Darstellern angemerkt, dass auch sie Spaß am Film hatten. Tom Crusie hat einfach gerockt als Stacy Jaxx! Dazu sein Sidekick Hey Man. :D Teilweise brüllend komisch, ansonsten hat es absolut Spaß gemacht.

Dazu noch ein super Kinopublikum. Da ist echt NIEMAND aufgestanden während des Abspannes

War gestern auch drin und kann den Leuten nur beipflichten.

Der Film hat, für das was er ist, riesigen Spaß gemacht.

Wem die Songs gefallen, rein ins Kino und auf der Leinwand + großer Anlage genießen. So kommt das daheim einfach nicht rüber.

Die Story ist einfach gehalten und läuft nach Schema F ab, ist aber komplett egal, man geht ja wegen der Musik rein :)

9/10 weil zwischendurch auch ca

Zitat von Dr.Butcher:

eli roth (regisseur der boygroup) hätte ich in so einem film am wenigsten erwartet


Schlagt mich, aber ich finde Eli Roth ist ein ziemlich guter Schauspieler.

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