Salt (2010) - Poster
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Salt

Originaltitel: Salt

Von mit ,
Genre: Thriller, Action | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Sony Pictures
Freigegeben ab 16 Jahren16- ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Evelyn Salt ist Top-CIA-Agentin – und wird von einem russischen Überläufer beschuldigt, seit Jahren als Schläfer auf ihren Einsatz zu warten: er kündigt an, sie werde bei einem Staatsbesuch den russischen Präsidenten ermorden. Die CIA ist nun hinter ihr her, und Salt flieht. Und: Tatsächlich taucht sie am Schauplatz des angekündigten Attentats auf, und tatsächlich führt sie es aus – ihr jahrelanges Training macht sich bezahlt, als nun ist jeder hinter ihr her. Ist sie tatsächlich eine Doppelagentin? Oder verfolgt sie einen ausgeklügelten Plan, um die Welt zu retten?

Videos zum Film

  • Playbutton overlayTrailer 2
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    Trailer 2

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    1:46 Min
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    Salt

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    1:01 Min
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    Salt

    Filmszene Rasante Flucht

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    0:10 Min
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    Filmszene Alles Gute zum Hochzeitstag

  • Playbutton overlayIst sie unschuldig
    0:20 Min
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    Salt

    Ist sie unschuldig

  • Playbutton overlayIst sie eine Verraeterin
    0:30 Min
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    Salt

    Ist sie eine Verraeterin

Bilder zum Film

Filmkritik

Am Anfang macht der Film gleich klar, um was es geht. Angelina Jolie, halbnackt, wird gefoltert, von Nordkoreanern, und sie lügt tapfer. Darauf ist sie trainiert: Folter – Waterboarding – auszuhalten (und vermutlich auch selbst auszuführen), als Mitarbeiterin der CIA, sorry, der Tarnfirma Rink Petroleum. In Unterhosen und BH also, den Schergen ausgeliefert, bleibt sie hochprofessionell: und so wird das weitergehen im ganzen Film, später dann nur angekleidet. In jeder Sequenz neu gekleidet übrigens, mit stets anderer Frisur: weil sie untertauchen, sich tarnen muss, gilt sie doch der CIA als russische Doppelagentin, als die perfekte feindliche Schläferin. weiterlesen ▼

Auf der Flucht sein vor den eigenen Leuten, unterwegs sein, um die Welt zu retten: Das ist der Plot – der etwas anachronistisch anmutet, wie aus alten Kalter-Krieg-Zeiten. Aber andererseits: Vor einigen Wochen waren in den USA tatsächlich russische Schläfer aufgeflogen, und es fand ein filmreifer Agentenaustausch statt… Das Leben imitiert die Kunst, wobei die Kunst von „Salt“ vor allem darin liegt, ein Action-Spionage-Spektakel zu sein, ohne etwas anderes sein zu wollen.

Und präsentiert mit der Titelfigur eine absolut vollkommene Heldin, die alles kann, alles weiß, keine Schwächen hat. Und doch, so behauptet der Film, Mensch bleibt, Gefühle hat, mit ihren Emotionen aber umgehen kann – ein paar Emo-Rückblenden auf ihren Geliebten, gespielt von August Diehl, gestattet ihr der Regisseur. Der innere Aufruhr durch Unsicherheit und Trauer stört sie freilich nicht im zielstrebigen äußeren Handeln. Diehl hat ein paar Szenen mit ihr, darf sie küssen – er ist, was Franka Potente für Jason Bourne war.

Blitzschnell erfasst Evelyn Salt ihre Situation, kennt den aussichtslos scheinenden Weg aus der Falle. Weiß den Fluchtweg aus dem CIA-Gebäude, kämpft sich durch die Hochsicherheitszone eines angekündigten Attentat-Tatorts durch, weiß, wie man als schwer bewachter Gefangener aus einem dahinrasenden Polizeiauto entkommt; im Fahrstuhlschacht einen absteigenden Lift hinabspringend zu verfolgen ist nur eine Kleinigkeit. Sie geht über Leichen, baut aus Feuerlöscher und Bürostuhl in Sekundenschnelle eine Feuerwaffe (McGyver hätte seine Freude dran), und wenn sie sich nicht durch Sicherheitsglas durchschießen kann, geht’s eben durch Beton.

Der Film versammelt ungefähr alle Versatzstücke aus über 80 Jahren Genregeschichte. Man hat alles, was in „Salt“ vorkommt, schon mal irgendwo gesehen, in anderer Zusammensetzung; manches, was überraschend sein soll, funktioniert daher nicht so richtig. Andererseits ist es nicht unspannend, den Weg des Films, den Weg von Evelyn Salt durch die potentiell unendliche Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten der Spionagethriller-Topoi zu verfolgen. So massiv bombardiert der Film einen mit Deja Vus, dass einem irgendwann die Ähnlichkeit des US-Präsidenten mit Horst Köhler auffällt – sehr seltsam…

Das eigentlich Merkwürdige aber ist, dass Regisseur Phillip Noyce die ganze Zeit über den Spannungslevel halten kann: Spielerisch belädt er die Waage des Zweifels, ob Salt vielleicht doch Doppelagentin sein könnte, lädt Schein und Doppelschein übereinander. Und es gelingt sogar, Suspense aufzubauen, wenn wir vom kommenden Attentat auf den russischen Präsidenten wissen, und von der behaupteten Täterin, die ihr Vorhaben ausführt, ohne dass der Zuschauer weiß, was eigentlich ihr Plan ist, weil sich mehrere Behauptungen über sie widersprechen. Man bleibt bei ihr, ohne zu wissen, warum, verfolgt ihren leichengepflasterten Weg aber gerne. Auch, weil der Film voll Tempo immer weiter stürmt: Fight and Flight, ohne Pause.


Fazit: Ein Actionfilm, nicht mehr und nicht weniger: Von vorne bis hinten in vollem Tempo geht Angelina Jolie als Topagentin Salt ihren Weg.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

Salt - (2010) - DVD - Cover

Salt (DVD)

Erscheinungsdatum: 06.12.2010

Bild 6.0
Ton 8.0
Features 6.0
Medien-Bewertung 7.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Der Film fängt interessant an, flacht dann aber merklich ab, um dann ins Absurde abzugleiten. Ein bisschen mehr Augenzwinkern seitens der Filmemacher hätte den Film vielleicht retten können, besser wäre aber wohl eine konsequentere Vorgehensweise gewesen…mehr...

Salt - (2010) - Blu-ray - Cover

Salt (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 06.12.2010

Bild 9.0
Ton 9.0
Features 8.0
Medien-Bewertung 9.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Hier kann man nicht weniger als eine absolute Kaufempfehlung aussprechen! Mit Salt liefert Sony eine Blu-ray ab, welche so ziemlich jeden Cineasten glücklich machen sollten. Sowohl Bild, als auch Ton schrammen nur haarscharf am Maximum des derzeit möglichen vorbei und stechen extrem positiv aus der Masse der mittlerweile erscheinenden HD-Medien hervor…mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

Fakten und Hintergründe zum Film "Salt"

  • Filme
  • Mo, 05.11.2012
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Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen…mehr...

Sony Pictures plant "Salt"-Sequel mit Angelina Jolie - News

Sony Pictures plant "Salt"-Sequel mit Angelina Jolie

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Sony Pictures arbeitet derzeit an einer Fortsetzung des Actionthrillers "Salt" von Phillip Noyce. Dabei wird es anscheinend ein Wiedersehen mit der Hauptdarstellerin Angelina Jolie in der Rolle der CIA-Agentin Evelyn Salt geben…mehr...

Kinocharts: "Inception" und "Expendables" neue Spitzenreiter

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Die Top Ten der CineStar KinochartsIn den CineStar Kinocharts kann der Thriller "Inception" mit Leonardo DiCaprio die Spitzenposition zurück erobern und tauscht mit der Komödie "Kindsköpfe" mit Adam Sandler und Kevin James die Plätze…mehr...

User-Kritiken

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Kommentare

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Benutzer True Lies

Zitat von Claude:

Ausserdem ist Jolie als übermächtiger Superagent nicht wirklich glaubwürdig. Toll, wie eine 50kg-Dame mit ein paar Ellenbogenremplern zwei kräftige Polizisten gleichzeitig bewusstlos schlagen kann, und die Druckwelle von Handgranaten sie nicht mal zum Stolpern bringt, während ringsum die Leichenteile fliegen ;)


Ich finde diese "Frauen machen alle fertig" Sachen auch mehr als lächerlich.
Das ist schon bei einigen Männerfilmen nicht mehr glaubwürdig, aber bei einer untergewichtigen Frau ist die Grenze zur Lächerlichkeit überschritten.
Das schärfste ist, wenn Leute das auch noch für möglich halten! :fall:
Sowas habe ich im Kino gehört...:rolleyes:

Benutzer Claude

Ich habe den Film gestern erstmals gesehen. Ein müder Bourne-Abklatsch. Gut gefilmt, aber die Story ist unter aller Kajüte. Das ergibt von vorne bis hinten, im Ganzen und im Detail keinen Sinn.

Ausserdem ist Jolie als übermächtiger Superagent nicht wirklich glaubwürdig. Toll, wie eine 50kg-Dame mit ein paar Ellenbogenremplern zwei kräftige Polizisten gleichzeitig bewusstlos schlagen kann, und die Druckwelle von Handgranaten sie nicht mal zum Stolpern bringt, während ringsum die Leichenteile fliegen ;)

Nichts gegen Popcorn-Kino, aber das Tolle an der Bourne-Reihe war der (Pseudo-)-Realismus, während es hier fast schon in Comic-Helden-Manier zugeht.

Meine Wertung: 4/10 (Drehbuch 2/10, technische Umsetzung 8/10)

Benutzer Waffler

In der Tat

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Pit Bretts Beiträge finden sich zusammen mit denen von spookypsi weit oben auf der Skala der verschrobensten, seltsamsten Postings aller Zeiten. D-)

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