The Sessions - Wenn Worte berühren (2012) - Poster
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The Sessions - Wenn Worte berühren

Originaltitel: The Sessions

Von mit ,
Genre: Drama | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: 20th Century Fox
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)

Inhalt: Der Journalist und Dichter Mark O'Brien (John Hawkes) muss Ende der 1980er Jahre die meiste Zeit in einer Eisernen Lunge verbringen. Weil er als kleiner Junge an Kinderlähmung erkrankte, ist der 38-Jährige auf Pflege angewiesen. Er sehnt sich danach, endlich seine Jungfräulichkeit zu verlieren und fragt als gläubiger Katholik zunächst einen Geistlichen (William H. Macy) um Rat. Mit dessen Billigung konsultiert Mark die Sex-Therapeutin Cheryl (Helen Hunt), die ihm in sechs Sitzungen den eigenen Körper für die Liebe anbieten will. Hin- und hergerissen zwischen Angst und Verlangen, macht Mark Erfahrungen, die sein Leben verändern und auch Cheryl tief berühren.

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Filmkritik

Der mit dem Publikumspreis des Sundance Film Festivals ausgezeichnete "The Sessions - Wenn Worte berühren" nimmt das Tabuthema Sex und Behinderung beherzt in Angriff. Regisseur und Drehbuchautor Ben Lewin ("Georgia", "Lucky Break - Leidenschaft in Gips") erzählt die wahre Geschichte des 1999 verstorbenen Mark O'Brien. Der fast vollständig bewegungsunfähige Schriftsteller schilderte seine ungewöhnliche Sextherapie in einem 1990 erschienenen Zeitschriftenartikel. Ohne auf die Tränendrüse zu drücken, entwickelt sich der Film zu einer ergreifenden Achterbahnfahrt der Gefühle. weiterlesen ▼

Während Mark von verschiedenen Pflegern auf einer Liege durch die Straßen Berkeleys geschoben wird, verraten seine Kommentare in Voice Over einen erfrischenden Humor. Auch sein im Untertitel erwähntes poetisches Talent weist immer wieder eindrucksvoll darauf hin, dass sich dieser Mann nicht auf seine körperliche Behinderung reduzieren lassen will. Mark ist neugierig und hungert nach Liebe. Doch auf seinen Heiratsantrag reagiert die hübsche Pflegerin Amanda (Annika Marks) mit Flucht. Anstatt zu resignieren, wählt Mark Plan B, die Dienste der Sex-Therapeutin Cheryl. Die Selbstverständlichkeit, mit der die verheiratete Frau sich auszieht und über körperliche Lust spricht, steht in einem spannenden und dynamischen Kontrast zu Marks übergroßen Ängsten.

Anstatt schlüpfrig zu wirken, führt diese ungewöhnliche Beziehung auf Zeit die körperliche Befriedigung und die emotionale Liebe sehr nahe zusammen. John Hawkes ("Winter's Bone", "Martha Marcy May Marlene") verwandelt Mark schrittweise in einen selbstbewussten Mann. Auf seinem stets seitlich liegenden Gesicht zeichnet sich allmählich ein frisches, jugendliches Lächeln ab. Helen Hunt ("Besser geht's nicht", "Soul Surfer") spielt die Gratwanderung Cheryls zwischen professionellem Verhalten und persönlichem Berührtsein mit authentisch wirkender Lebendigkeit. Die religiös-moralischen Gespräche, die Mark mit dem überraschten und immer mehr staunenden Pater Brendan alias William H. Macy führt, bilden ein intelligent konstruiertes Gegengewicht zur sextherapeutischen Beziehung. Selten sieht man William H. Macy ("Fargo", "Born to be Wild") seine Lebhaftigkeit und seine positive Kraft so deutlich ausdrücken wie hier.


Fazit: Auf einer wahren Geschichte basierend, knackt "The Sessions - Wenn Worte berühren" auf ergreifende Weise das Tabuthema Sex und Behinderung.

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