Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (2011) - Poster
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Sherlock Holmes: Spiel im Schatten

Originaltitel: Sherlock Holmes: A Game of Shadows

Von mit ,
Genre: Action, Komödie | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Warner Bros. Pictures
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)

Inhalt: Es ist das Jahr 1891. Dr. John Watson will seine Verlobte Mary heiraten und sein Trauzeuge Sherlock Holmes soll ihm eine Junggesellenparty ausrichten. Dieser aber zerbricht sich den Kopf über ganz andere Dinge: Eine Reihe von Sprengstoffanschlägen hat die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland in eine schwere Krise geführt. Nur der Londoner Detektiv ahnt, wer dahinter steckt: Professor James Moriarty, der geniale Verbrecher. Der Versuch, einen Weltkrieg zu verhindern, den Moriarty mit gezielten Anschlägen auf Politiker ausbrechen lassen will, führt Sherlock Holmes und Watson nach Frankreich, nach Deutschland und in die Schweiz. Begleitet werden sie von der kampflustigen Zigeunerin Sim, die ihren verschollenen Bruder sucht. Watson kann vor dieser Mission zwar gerade noch heiraten, aber dann sorgt Holmes dafür, dass Mary ins Wasser fällt, und mit ihr Watsons Flitterwochen.

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Bilder zum Film

Filmkritik

Zum zweiten Mal inszeniert Regisseur Guy Ritchie ein witziges Krimiabenteuer mit dem von Sir Arthur Conan Doyle erfundenen Meisterdetektiv Sherlock Holmes, einer klassischen Gestalt der englischen Literatur. Wie in dem Erstlingsfilm aus dem Jahr 2009 versetzt das Drehbuch die Handlung ins viktorianische Zeitalter, aus dem auch Doyles Figur stammt. Die Männerfreundschaft des von Robert Downey Jr. gespielten Holmes und seines von Jude Law dargestellten Assistenten Dr. John Watson erfreut mit spritzigen Wortgefechten. Die Hochstimmung, in der sich die beiden Protagonisten befinden, veranlasst sie noch am Rande des Abgrunds zu einem Scherz. weiterlesen ▼

Dank seines Tempos und des schlagfertigen Humors braucht Ritchies Film die Konkurrenz des zeitgenössischen „Sherlock“, der britischen TV-Serie von 2010, die 2012 eine neue Staffel erhält, nicht zu scheuen. Diesmal begegnet der Detektiv seinem intellektuell ebenbürtigen Erzfeind, Professor James Moriarty, der gerade dabei ist, einen Weltkrieg anzuzetteln und sich die wichtigsten Industrien Europas unter den Nagel zu reißen. Um dem von Jared Harris gespielten Verbrecher das Handwerk zu legen, reisen Holmes und Watson nach Paris, Deutschland und in die Schweiz, als wären sie Geheimagenten späterer Filmgenerationen. Sie schlagen sich oft im wörtlichen Sinne vor pittoresker Kulisse durch, in einem Gentleman-Club, einem Zug, in der Pariser Oper, einem Nobelhotel und einem Schweizer Bergschloss, einer Munitionsfabrik und auf dem Rücken der Pferde.

Doyle ließ seinen Meisterdetektiv ursprünglich im Kampf mit Moriarty in der Schweiz die Reichenbachfälle hinabstürzen, in den Tod, bevor er ihn dann noch einmal für weitere Abenteuer reanimierte. Darauf greift die Handlung hier zurück und setzt über einen imposanten Wasserfall ein CGI-Schloss in aberwitziger Steilhanglage. Dort tagt eine Friedenskonferenz, die Moriarty zum Ausgangspunkt des Weltkriegs machen will. Während Watson und die kampflustige Zigeunerin Sim, gespielt von Noomi Rapace, drinnen Europa zu retten versuchen, liefern sich Holmes und Moriarty auf dem Balkon eine Schachpartie, auf dem Spielbrett und als geistreiche Debatte über den Fall. Altmodische Eleganz und britisches Understatement kontrastieren in dieser Szene spaßig mit dem hektischen Geschehen im Gebäude.

Holmes und Watson testen, wie sich das für Actionhelden gehört, technische Innovationen: Sie fahren durch London in einem Automobil, das den noch weitaus häufigeren Pferdekutschen ähnlich sieht, und sie hantieren mit Maschinengewehr und -pistole. Holmes´ Fähigkeit, seine Nahkämpfe als Abfolge einzelner Schritte genau zu planen, zeigt Ritchie erneut als Stakkato-Choreografie, die von witzigen Kommentaren begleitet wird. Rückblenden dienen dazu, langsameren Denkern als Holmes die volle Dimension seiner Taten zu erklären. Wobei sich die Geschichte mit ihrer aberwitzigen Spannweite nicht wirklich um Logik und Durchblick im Detail kümmert. Ihr flippiger Stil passt zu den beiden unbeschwerten Männerfreunden, die sich verbal die Bälle zupassen wie Meisterjongleure im Zirkus.

Robert Downey Jr. spielt Holmes so ausgelassen, als wäre dieser ein wenig beschwipst, und greift, manchmal nur zum Spaß, zu merkwürdigen Verkleidungen. Aus Doyles Werk stammt die Figur von Sherlocks Bruder Mycroft, der hier von Stephen Fry als schrill exzentrischer Gentleman gespielt wird. Neben diesem scharfzüngigen Bruder wirkt sogar der Meisterdetektiv beinahe schon normal. Dass Sherlock Holmes seinen Watson und die gemeinsamen Abenteuer nicht an eine Frau verlieren will, zumindest nicht widerstandslos, ist die neckische Begleitmusik der Geschichte. Die Kompositionen von Hans Zimmer wiederum erregen Aufmerksamkeit, mit ihrer aufregenden Vertonung von Thrill, Geheimnis und Entdeckungslust.


Fazit: In ausgelassener Stimmung begeben sich der Meisterdetektiv und Watson kampflustig auf Europareise, um ein Kriegskomplott von Moriarty zu verhindern.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten - (2011) - Blu-ray - Cover

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 04.05.2012

Bild 9.0
Ton 8.0
Features 4.0
Medien-Bewertung 7.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Der Film ist spannend, unterhaltsam und macht einfach Spaß. Auch die Technik der Blu-ray stimmt in allen Belangen. Zwar ist das Bild stark verfremdet, was allerdings ausgezeichnet zur Handlung und zum zeitlichen Umfeld des Filmes passt. Auch Soundmäßig lässt der Film nichts anbrennen, in den leisen Szenen überzeugen die schön postierten Nebengeräusche und in den lauten Szenen geht es richtig zur Sache…mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

Warners "Sherlock Holmes 3" bereits in Arbeit - News

Warners "Sherlock Holmes 3" bereits in Arbeit

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  • Sa, 13.10.2012
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Noch bevor das zweite Abenteuer "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" mit Robert Downey Jr. und Jude Law Ende des Jahres in den Kinos starten wird, laufen bei Warner Bros…mehr...

User-Kritiken

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Benutzer drakir

Da muss man Hollywood ausnahmsweise in Schutz nehmen. Das Ende ist im Kern genauso von einer Geschichte von Sir Arthur Conan Doyle übernommen worden. Also nix mit Hollywooderfindung.

Benutzer Ryuk

  • Ryuk
  • 23.05.2012, 17:03

Auch wenns eigentlich schon ein kalter Kaffee ist und man schon lange wissen müsste, wie Hollywood heutzutage tickt, aber hat es noch jemanden nicht gefallen,

dass Holmes am Ende doch überlebte? Ob Moriathy es auch schaffte weiß man ja noch nicht. Da muss man einen möglichen dritten abwarten.

Benutzer ShineyMetalAss

Fand den nach Sichtung auch alles andere als gut.

4/10 Pfeiffen

Die Story ist total konfus, und der Zuschauer weiß teilweise überhaupt nicht warum die zu manchen Orten kommen.

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