Stiefbrüder (2007) - Poster
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Stiefbrüder

Originaltitel: Step Brothers

Von mit ,
Genre: Komödie | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Sony Pictures
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Nancy und Robert lernen sich kennen und lieben, und sie heiraten. Nancy bringt ihren Sohn Brennan, Robert seinen Sohn Dale mit in die Ehe und in den gemeinsamen Haushalt. Das Problem: Die Söhne sind 39 bzw. 40 Jahre alt. Und sie können sich absolut nicht leiden. Ihren Hass tragen sie auf heftigste Weise aus – wobei auszuziehen rein gar nicht in Frage kommt. Erst die gemeinsame Feindschaft gegen Brennans Bruder macht sie zu besten Freunden. Das allerdings ist eigentlich noch viel viel schlimmer als der gegenseitige Hass…

Videos zum Film

Bilder zum Film

Filmkritik

Nein. Obwohl vom selben Trio Will Ferrell/John C. Reilly/Adam McKay, lässt einen dieser Film nicht durchgehend schallend lachen wie „Ricky Bobby“. Oder wie die Geschwisterfilme, die personell mehr oder weniger verwandt sind, wie „Anchorman“, „Walk Hard“ oder „Die Eisprinzen/Blades of Glory“. Was nicht heißt, dass diese weitere Nonsenskomödie aus der Absurditätenfabrik unwitzig oder gar völlig verhauen wäre. weiterlesen ▼

Da sind dermaßen komische, phantasievolle, originelle Szenen, die sicherlich lange im Gedächtnis bleiben; und wenn der Film auch in den ersten paar Minuten etwas schwerfällig beginnt, hat er doch spätestens, wenn Will Ferrell seinen fiesen, labbrigen, von vornherein unansehnlichen, mit einer hässlichen Zierleiste versehenen, haarigen, mit gekraust, mit gekrüllten, mit abgeknickten Haaren versehenen, mit vereinzelt gesägten Haaren versehenen faltigen alten Dauersack auf John C. Reillys Schlagzeug legt und sich eine weitausgreifende Schlägerei ergibt, gewonnen. Zwar nicht durch K.O., dafür deutlich nach Punkten. Etwa mit einer A-Cappella-Version von „Sweet Child O’ Mine“ inklusive gesungenem Gitarrensolo, oder mit dem unmotivierten Schlafwandeln, das an sich weder was mit den Figuren noch mit der Handlung zu tun hat, oder mit der frustrierten Ehefrau, die jede Gelegenheit für einen Ausbruch aus dem Alltag wahrnimmt: „Du hast meinen Mann ins Gesicht geschlagen! Du sollst wissen, dass ich mich heute Abend selbst beglücken werde im Gedanken daran. Ja, ich meine Masturbation!“ Ein wahrgewordener feuchter Jungstraum.

Da sind Improvisationen, die einen schlicht umhauen; wie sich die verfeindeten Stiefbrüder erfindungsreich beschimpfen, wie sie sich anfreunden über ihre coolen Besitztümer wie ein signiertes Samuraischwert und Nachtsichtgeräte und über die Gemeinsamkeiten wie denselben Lieblingsdinosaurier, dieselbe Lieblingsnichtpornographischewichsvorlagenzeitschrift oder dieselbe Schwanzlänge.

Doch insgesamt ist der Film etwas einfach gestrickt, was dem Gesamtvergnügen abträglich ist – er ist nicht wie „Ricky Bobby“ albern, absurd, originell, sport- und sportfilmparodistisch, subtil, andeutungsreich, sondern eben lediglich albern und streckenweise absurd.

Es geht halt nur um zwei Männer, die sich wie zwei pubertäre Jungs benehmen. Und um die Eltern, die das aushalten müssen. Das Schema Kind im Manne ist als Gerüst für viele witzige Szenen genug, als Träger eines wirklich stabilen Comedygebäudes aber lediglich ausreichend. Es geht halt ums Kindsein, ums Erwachsenwerden, um die Träume, die in verschiedenen Lebensabschnitten geträumt werden, um die verschiedenen Realitäten in verschiedenen Lebensaltern und Reifestufen; und wie alles miteinander in Konflikt gerät.

Erwachsenwerden ist ein schmerzhafter Prozess, zumal, wenn man schon 40 Jahre alt ist. Das Erwachsensein noch viel mehr: voll nichtssagendem Smalltalk, Businessplänen und Gedanken an Geld und Karriere. Kurz: sehr sehr öde und sehr sehr einengend. So setzen Ferrell/Reilly/McKay ein klares Statement gegen verkümmerte Persönlichkeiten; das Erwachsensein ist eben nie so schön und frei wie die Träume und Taten der Kindheit.

Auf der Bühne „Con te partirò“ zu singen und mit einem veritablen Schlagzeugsolo abzuschließen, das ist die wahrhaft große Tat des echten Kindes; und natürlich eine Horde doofer Schulkinder ordentlich zu vermöbeln.


Fazit: Hervorragend witzige Szenen; doch es mangelt am wirklich komischen Untergrund, der den Film seine ganze Laufzeit über tragen könnte.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

Stiefbrüder - (2007) - Extended Version  - Blu-ray - Cover

Stiefbrüder - Extended Version (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 19.02.2009

Bild 9.0
Ton 7.0
Features 7.0
Medien-Bewertung 7.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

"Stiefbrüder" bietet spaßige Unterhaltung, mit viel Klamauk und Gags unterhalb der Gürtellinie. Technisch eine gute Blu-ray, auf der der Film einmal in der Kinofassung und in der längeren Extended Version enthalten ist. Zudem ist der Audiokommentar in Form eines Musicals allein schon der Kauf wert…mehr...

Stiefbrüder - (2007) - Extended Version  - DVD - Cover

Stiefbrüder - Extended Version (DVD)

Erscheinungsdatum: 19.02.2009

Bild 6.0
Ton 7.0
Features 6.0
Medien-Bewertung 6.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Wenn eine Komödie nicht lustig ist, dann hat sie ein Problem – was „Stiefbrüder“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die DVD bietet sowohl bei Bild als auch bei Ton Durchschnitt. Die Extras bieten keine tieferen Einblicke und sind zudem nur für die Zuschauer unterhaltsam, denen schon der Film gefallen hat.mehr...

Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

Fakten und Hintergründe zum Film "Stiefbr?der"

  • Filme
  • Mo, 05.11.2012
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Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen…mehr...

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