Underworld: Aufstand der Lykaner (2009) - Poster
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Underworld: Aufstand der Lykaner

Originaltitel: Underworld: The Rise of the Lycans

Von mit ,
Genre: Thriller, Action, Fantasy | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Sony Pictures
Freigegeben ab 16 Jahren16- ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Zu mittelalterlichen Zeiten: Vampirfürst Viktor (Bill Nighy) herrscht über das Land, in dem die Werwölfe als tierische Bestien ihr Unwesen treiben. Ein besonderes Exemplar hat er von klein auf in Gefangenschaft gehalten und zu seinem privilegierten Sklaven gemacht: Lucian (Michael Sheen) ist stärker und kontrollierter und kann seine Verwandlung selbst beeinflussen. Mit seiner Hilfe hat Viktor ein Heer von Lykanern-Sklaven erzeugt. Während die zunehmende Bedrohung durch die „Wölfe“ vor der Burg, wie auch die Intrigen des Vampir-Rats an Viktors Macht rütteln, ist seine kriegerische Tochter Sonja (Rhona Mitra) in heimlicher Liebe mit Lucian verbunden – der wiederum zwischen ihr und dem Wunsch nach Freiheit hin- und herschwankt. Bis eine Rebellion der Lykaner gegen den brutalen Viktor die einzige Möglichkeit ist…

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Filmkritik

Nach Star Wars, James Bond, Batman, dem kommenden Star-Treck-Film ist auch „Underworld: Aufstand der Lykaner“ ein Prequel. Der dritte Teil der „Underworld“-Reihe erzählt als – nun ja – „Historienfilm“, die Vorgeschichte des originellen Kosmos’ Rund um den Krieg Vampire gegen Werwölfe: jene „Legende“, auf der die ersten beiden Teile aufbauen und die sie weitererzählen. Dabei hält sich „Aufstand der Lykaner“ streng an den eigenen Mythos, inklusiven tragischem Ende. Und wie auch bei anderen Prequel-Ideen ist es ein wenig merkwürdig, einen der Schurken des ersten Teils, Lucian (Martin Sheen, nach „Frost/Nixon“ kaum wieder zu erkennen) nun als Heldenfigur zu erleben. weiterlesen ▼

Die Story selbst ist schon eine kleine Überraschung: Würde man Vampire und Werwölfe wegnehmen (und tatsächlich würde das erstaunlich gut funktionieren), hätte man einen erstklassigen Stoff für ein Shakespeare-Drama – mehr noch, als es der zweite Teil bot. Viktor (der große Bill Nighy) als der finstre Fürst in Bedrängnis, Lucian als sein Diener, Ziehsohn und „artfremder“ schicksalhafter Feind und zwischen ihnen die Herrschertochter Sonja, die sich und die beiden Männer aneinanderkettet, hin- und herschwanken lässt. Ihr ergeht es schließlich auch, wie es in einer echten großen und gänzlich humorfreien Tragödie ergehen muss, und zum Schluss ist zwar nicht jeder tot, aber eine gebrochene Figur. Das Königreich liegt in Trümmern, das Schicksal hat gewütet.

Okay, das mag für manchen weniger von Bedeutung sein als die Frage nach dem Wesentlichen – sprich: Kate Beckinsale. Sie als „Selene“, die lacklederne Vampir-Amazone mit dem grimmigen Blick im edlen bleichen Gesicht, war ja der wahre Grund, weshalb es die beiden ersten unterkühlt gefilmten Horror-Actionfilme anzuschauen galt. In „Underworld: Aufstand der Lykaner“ spielt sie nun nicht mehr mit – lohnt sich also die ganze Chose noch, große Gruseltragik hin oder her?

Ja, und nein. Denn für Beckinsale ist die atemberaubende Rhona Mitra eingesprungen. Diese ist schon in „Doomsday“ als gestrenge, wehrhafte und höchst sexy Heroine angenehm aufgefallen und hätte mit ihrem markanten Gesicht und ihrer Physis als Einzige mehr als nur die Lücke füllen können – Lara-Croft-Angelina-Jolie hin, „Resident Evil“-Alice/“Ultraviolett“-Milla Jovovich her.

Allein, Frau Mitra kommt nicht recht zum Zug. Ein wenig kämpfen darf sie, aber ansonsten gerät sie als große verbotene Liebe des Rebellen sowie des Fürsten Tochter zwischen den Hauptfiguren zu sehr an den Rand, als dass man die volle Freude an ihr hätte. Der Film gibt einem kaum die Chance, sich an ihr nicht satt sehen zu können.

So gesehen gerät das klassisch Tragödische also zum Nachteil, das im Übrigen gerne etwas Epischer hätte daherkommen können, sowohl im Sinne des Auserzählens, wie auch hinsichtlich des Visuellen. Wo doch schon in des „Herrn der Ringes“ Neuseeland gefilmt wurde…

Die Bilder sind schmutzig grün-grau-schwarz, dazu finster, und selbst, als es einmal Tag wird, sieht alles aus wie angeschimmelt. Das passt zu dem kaltblauen Look der ersten beiden „Underworld“-Filme, zumal hier zur „Geschichte aus alter Zeit“ die entsprechende „Patina“ geboten wird. Doch auf diese Weise kann man auch nicht recht einschätzen, wie gelungen Viktors „Konvent“ geraten, in dem sich fast alles abspielt. Auch inszenatorisch, speziell in den Kampfszenen, wurde man schon mal besser, eindrucksvoller bedient, und mit dem eigentlich großartige Sturm der Lykaner-Wölfe auf die Burg (hier ist man ebenfalls schon „Herr der Ringe“-verwöhnt) verhält es sich im Grunde wie mit Rhona Mitra – mehr wäre tatsächlich einfach mal … mehr gewesen.

Regie hat hier freilich auch nicht wie bei den ersten beiden Malen Len Wiseman („Die Hard 4.0“) geführt, sondern der Special-Effects-Mann Patrick Tatopoulos. Und was F/X-Leute als Regisseure so anrichten können, hat man bei den Gebrüdern Strause und ihrem „Alien vs. Predator 2“ leidvoll erfahren dürfen. In diesem Sinne haben wir mit „Underworld – Aufstand der Lycaner“ nicht nur Glück gehabt, sondern eine geglückte Fort-/ bzw. „Nachsetzung“ bekommen.


Fazit: Das Prequel der beiden ersten „Underworld“-Filme als „Historienfilm“ – diesmal ohne Kate Beckinsdale, dafür mit (einer leider nicht ganz zu ihrem Recht kommenden) Rhona Mitra: Ein gelungener B-Film im Gewand einer echten humorfreien Tragödie; nur eben mit Vampiren und Werwölfen.

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DVDs & Blu-rays zum Film

Medien-Kritiken

Underworld: Aufstand der Lykaner - (2009) - Blu-ray - Cover

Underworld: Aufstand der Lykaner (Blu-ray)

Erscheinungsdatum: 20.08.2009

Bild 8.0
Ton 8.0
Features 6.0
Medien-Bewertung 7.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Underworld - Aufstand der Lykaner ist ein Prequel und erzählt die Vorgeschichte von "Underworld". Leider zeigt das Bild einige Schwächen, vor allem die Detailauflösung im Hintergrund lässt zu wünschen übrig, was dem Bild und auch der Gesamtwertung den ansonsten verdienten 4…mehr...

Underworld: Aufstand der Lykaner - (2009) - DVD - Cover

Underworld: Aufstand der Lykaner (DVD)

Erscheinungsdatum: 20.08.2009

Bild 7.0
Ton 8.0
Features 4.0
Medien-Bewertung 6.0
Fazit der Cinefacts-Redaktion:

Underworld - Aufstand der Lykaner ist ein Prequel und erzählt die Vorgeschichte von "Underworld". Leider zeigt das Bild einige Schwächen, vor allem die Detailauflösung im Hintergrund lässt zu wünschen übrig, was dem Bild und auch der Gesamtwertung den ansonsten verdienten 4…mehr...

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User-Kritiken

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Kommentare

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Benutzer bulldog

Bin nun wirklich kein großer Fan der Underworld-Reihe - finde 1-3 ganz OK bis gut.
Aber Awakening hat am Samstag in 3D richtig Spaß gemacht. :)

Bis auf ein paar Szenen sehr kurzweilig (Nachteil: recht wenig "richtige" Handlung).
Wenn Action vorkommt dann richtig schön dynamisch choreografiert und meist auch recht blutig (z.B. offener Bruch :eek:, wie die Kleine sich des Werwolfs im Van entledigt :eek:...).
Finde die FSK 16 schon ´nen ziemlichen Hammer.
Und ich bin eigentlich kein großer Fan von sterilen, glattgestylten Schauspielerinnen -
aber Frau Beckinsale sieht hier in ihrem Kostümchen schon lecker aus.

Das Ende kam allerdings wirklich wie eine Vollbremsung

Benutzer Brummel84

Zitat von Marzellus:
Würde zumindest den ersten Blade auch als brutaler als die Underworld-Streifen einstufen. Nicht unbedingt von der Mege der Splattereffekte her, aber - wie bereits geschreiben - zumindest vom Ton einiger Szenen (Archivar, Udo etc.).

Allerdings wurde in Teil 4 nun auch vermehr Gewalt gegen Menschen zelebriert, was dann z.B

Benutzer Marzellus

Würde zumindest den ersten Blade auch als brutaler als die Underworld-Streifen einstufen. Nicht unbedingt von der Mege der Splattereffekte her, aber - wie bereits geschreiben - zumindest vom Ton einiger Szenen (Archivar, Udo etc.).

Allerdings wurde in Teil 4 nun auch vermehr Gewalt gegen Menschen zelebriert, was dann z.B. zu fiesen Knochenbrüchen, mindestens einem durch Selbstjustiz verursachten Sturz in den Tod und unzähligen gesichtslosen SWAT-Henchmen-FBI-Typen führte, die in Zeitlupe er- bzw

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