WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf (2008) - Poster
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WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Originaltitel: WALL·E

Von
Genre: Familie, Animation, Science-Fiction | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Walt Disney Pictures
Freigegeben ohne Altersbeschränkung ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Die Menschheit hat die Erde in eine riesige verpestete Mülldeponie verwandelt, auf der das Leben für sie nicht mehr möglich ist. Also fliegen die übrig gebliebenen Menschen mit einem Luxus-Raumschiff ins All, um dort ein paar Jahre Urlaub zu machen, bis die Erde wieder sauber ist. Das Aufräumen überlassen sie kleinen Robotern, die den Müll in handliche Würfel pressen und ordentlich stapeln. Doch aus der geplanten kurzen Zeit im Exil werden Jahrhunderte, ohne dass sich auf der Erde wieder Leben geregt hätte. Doch ganz und gar leblos geht es auf der Erdoberfläche nicht zu. 700 Jahre nachdem die Menschen geflohen sind rollt immer noch der kleine Roboter WALL-E (Waste Allocation Load Lifter – Earth-Class) über den einst blauen Planeten, um den Müll zu ordentlichen Bergen aufzutürmen. Doch nachdem er so lange Zeit den Müll der Menschen durchwühlt hat, um vorbildlich seiner programmierten Aufgabe nachzugehen, hat er ein tiefes Interesse an den zurückgelassenen Gegenständen entwickelt. Besonders das romantische Musical „Hello, Dolly!“ hat es ihm angetan. Leider wird ihm besonders durch den Film bewusst, wie einsam er ist. Seine Kollegen rosten schon lange vor sich hin und werden von WALL-E nur noch als Ersatzteillager verwendet. Die einzige Gesellschaft die er hat, ist eine kleine Kakerlake, die er sich als Haustier hält. Umso stärker wird seine Welt durcheinander gewirbelt, als ein Raumschiff auf der Erde landet und einen wunderschönen neuen Roboter namens EVE absetzt. Für WALL-E ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch während WALL-E alles tut, um EVE näherzukommen, hat EVE kein Auge für ihn übrig. Sie hat eine Mission zu erfüllen und keine Zeit für romantisches Geplänkel. Als dann das Raumschiff zurückkommt, um EVE wieder abzuholen, ist für WALL-E klar, dass er nicht allein auf der Erde zurückbleiben will. Also folgt er EVE in den Weltraum und zu den Menschen, die immer noch auf ihrem Luxus-Raumschiff durchs All fliegen. Und obwohl WALL-E eigentlich nur seine neue Freundin wiederfinden will, steht plötzlich die Zukunft der Erde auf dem Spiel.

Videos zum Film

Bilder zum Film

Filmkritik

Eigentlich genügt es zu sagen, dass Pixar für „WALL-E“ verantwortlich ist, um ein Statement über Qualität und Unterhaltungswert des Films abzugeben. Bereits zu Beginn ihrer Zeit bewiesen die Pixar Animation Studios mit „Toy Story“ oder „A Bug’s Life“, dass sie in der Lage sind, gute Geschichten kreativ umzusetzen. Dann setzten „The Incredibles“ und „Finding Nemo“ neue Maßstäbe und spätestens „Ratatouille“ gelang es, auch diejenigen unter den Zuschauern zu überzeugen, die für Animationsfilme eigentlich nichts übrig haben. Nach so vielen Erfolgen stellt sich jetzt die Frage, ob „WALL-E“ das noch überbieten kann. Die Antwort: Er kann! Tatsächlich kommt mit ihm wohl der erste Animationsfilm ins Kino, bei dem man guten Gewissens sagen kann: Wer den verpasst, ist selber schuld. weiterlesen ▼

Bevor jedoch der liebenswerte Müllroboter die Leinwand und damit die Herzen der Zuschauer erobern kann, bekommt ein kleiner Hase seinen großen Auftritt. Denn wie immer bei Pixar gibt es zur Einstimmung einen kurzen Vorfilm. Der heißt „Presto“ und ist tatsächlich derart witzig geraten, dass die Mundwinkel schon ganz weit oben stehen, bevor der eigentliche Film überhaupt begonnen hat.
Derart eingestimmt darf sich der Zuschauer dann auf eine überaus intelligente Science-Fiction-Komödie freuen. Den Drehbuchautoren ist es gelungen mit absoluter Leichtigkeit sogar gesellschaftskritische Themen wie Umweltverschmutzung, Konsumgier oder Fast-Food-Mentalität in die Geschichte zu integrieren. Und diese Geschichte ist ebenso lustig wie rührend und dabei auch noch ziemlich spannend.

Neben einer schön (und nur ein kleines bisschen kitschig) erzählten Romanze wirft „WALL-E“ auch einen Blick in die Zukunft der Menschen, wie sie aussehen könnte, wenn die heutige Realität im Extremen weitergedacht werden würde. Das macht den Film auch zu einem großen und bisweilen ziemlich erhellenden „Was wäre wenn?“. Was wäre zum Beispiel, wenn die Menschen die Umweltverschmutzung nicht stoppen oder sich immer mehr von den Medien dirigieren lassen? Beim Aufgreifen solcher Fragen kann immer der Fehler begangen werden, dass der erhobene Zeigefinger zu aufdringlich wird. Hier wird das dadurch umgangen, dass die Hauptfigur, also WALL-E, die Probleme der Menschen gar nicht als solche wahrnimmt und sie dadurch auch für den Zuschauer in den Hintergrund rücken. Zwar findet der Roboter die Menschen ungeheuer faszinierend, doch ansonsten sind sie ihm ziemlich egal, da er nur noch Augen für EVE hat.

Über die technische Qualität der Animation braucht man bei Pixar eigentlich gar nicht erst zu reden, man kann sie voraussetzen. Wieder einmal werden neue Maßstäbe gesetzt an denen sich andere Studios vermutlich die Zähne ausbeißen werden. Ein unglaublich gutes Sound-Design sorgt neben der erstaunlich detailreichen und gelungenen Gestaltung und Animation der Figuren dafür, dass die Kommunikation zwischen den Helden trotz Sprachlosigkeit ohne Probleme funktioniert. Es ist wirklich unglaublich, wie vielfältig die Emotionen sind, die von den Robotern durch Augenbewegungen und einfache Gesten vermittelt werden. Tatsächlich ist die Figur WALL-E dermaßen charmant und liebenswert, dass man komplett vergisst, dass es sich bei ihm eigentlich um einen animierten Müllroboter handelt. Seinen Platz im Olymp der Animationsfilm-Helden hat er sich also redlich verdient.


Fazit: Ebenso romantisches wie komisches Science-Fiction-Abenteuer mit großartigem Unterhaltungswert und elegant eingewobener Sozialkritik. Ein toller Film für die ganze Familie!

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