Walk Hard: Die Dewey Cox Story (2007) - Poster
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Walk Hard: Die Dewey Cox Story

Originaltitel: Walk Hard: The Dewey Cox Story

Von mit ,
Genre: Komödie | USA ()
Kinostart: (Deutschland), (USA)
Verleih: Sony Pictures
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)
Offizielle Webseite:

Inhalt: Dewey Cox war einer der ganz großen Stars der Musikszene; eine Menge Nummer 1-Hits gehen auf sein Konto – doch für den Erfolg musste er einen hohen Preis bezahlen. Ein Trauma verfolgte ihn zeitlebens: in einem harmlosen Kinderspiel, einem Machetenkampf, zerschnitt er seinen unendlich begabteren Bruder und musste fortan den Hass des Vaters ertragen – und damit leben, seinen Geruchssinn verloren zu haben. Das Leben auf Tournee ebenso wie die vielen, vielen Kinder belasteten seine Ehe mit Edith; und seine Bigamie mit der Backgroundsängerin Darlene verbesserte die Situation nicht gerade… Drogenerfahrungen führten zu Trennungen und Krisen; doch am Ende seines Lebens fand er sich selbst und seine Familie wieder.

Bilder zum Film

Filmkritik

Dewey Cox ist DER große Musiker der letzten Jahrzehnte. Ob 50er-Jahre-Schmalz oder Blues, Rock’n’Roll oder Country, Psychedelic oder Punk oder Protestsong: er machte alles mit und war bei allem erfolgreich. Eine erstaunliche Karriere, wie sie nur Hollywood schreiben kann: was ja auch der Fall ist in dieser Fake-Geschichte, ein bisschen in der Nachfolge von Eric Idles „The Rutles“ oder den „Spinal Tap“-Jungs. Und dabei verdeutlicht gerade das Absurde in diesem Biopic-Spaß das immer gleiche Muster, nach dem ungefähr jede Musikerbiographie – und in den letzten Jahren insbesondere „Ray“ und „Walk the Line“ – gestrickt sind. weiterlesen ▼

Diese beiden, innerhalb eines Jahres erschienen, sind ja im Grunde die gleichen Filme, nur mit verschiedenen Protagonisten – mal Ray Charles, mal Johnny Cash –, aber mit denselben Konflikten, mit denselben Karrierehochs, mit demselben Fazit. Brudertrauma, Eheprobleme, Aufstieg aus kleinen Verhältnissen, Drogen, Liebeleien, dabei im Hintergrund der gesellschaftliche Wandel des 20. Jahrhunderts, schließlich Selbstfindung und das Erschaffen eines Meisterwerks: Darauf rekurriert auch „Walk Hard“, der das alles mit dem Flair des Albernen verbindet.

Der Musikepos wird auf seine Grundzüge reduziert, um daraus das Absurde zu interpolieren: das ist das Rezept von „Walk Hard“, dieser längst überfälligen bösen Parodie. Und der einzige Vorwurf, der dem Film zu machen wäre, ist, dass er nicht weit genug geht, dass er dann doch insgesamt weitgehend vorhersagbar ist – aber das ist ja schließlich Teil seiner Kritik an der Formelhaftigkeit seiner Vorlagen.

John C. Reilly ist großartig als Star der populären Musik, überspannt locker die Jahre vom 14jährigen (!) bis zum 70jährigen. Seine Co-Stars kommen meist aus dem Umfeld von Saturday Night Live, Autoren und Produzenten wie auch der Regisseur schon lange im Comedyfeld tätig. Jedes Klischee wird genommen, gewendet, übertrieben und verwendet. Dazu gibt es wundervolle Überraschungen wie die Beatles auf indischem Selbstfindungstrip, die sich hart bekämpfen (unter anderem Jack Black und Jason Schwartzman wälzen den ausgeprägten Liverpool-Dialekt über ihre Lippen); offene und versteckte Anspielungen verweisen auf die Musikfilmgeschichte, irgendwann taucht Jim Morrisons Badewanne auf, und die Frisur des alten Cox ist die von Neil Young. Und dann immer wieder die absichtliche Verplattung des Witzes, wenn der Begriff Rock’n’Roll in seiner ursprünglichen Slang-Bedeutung genommen wird und die Tänzer vor der Bühne pornographische Kopulationen (wenn auch im angezogenen Zustand) vollführen, oder wenn’s wieder mal um die Doppelbedeutung von „Cox“/„Cocks“ geht…

Generell sollte der Film im Original angesehen werden; und – das ist ein in Deutschland fast unüberbrückbarer Gegensatz – auch auf der Leinwand, weil so schön in Szene gesetzte Großaufnahmen von ziemlich kleinen Pimmeln in einer Sexorgie doch nur im Kino richtig zu genießen sind.


Fazit: Glänzend besetzte Parodie auf filmische Musikerbiographien, voll absurdem, albernem Witz und mit wunderbar nachgeäffter Musik aus fünf Jahrzehnten.

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Besetzung & Stab

Inhalte zum Film

Kristen Wiig in Sängerkomödie "Walk Hard"

  • Filme
  • Sa, 13.10.2012
  • Kommentare

Der fiktive Sänger Dewey Cox in der Komödie "Walk Hard", gespielt von John C. Reilly ("Ricky Bobby - König der Rennfahrer"), bekommt eine Ehefrau namens Edith…mehr...

Musikerkomödie "Walk Hard"

  • Filme
  • Sa, 13.10.2012
  • Kommentare

Es muss nicht immer ein realer Musiker hinter einem Biopic stehen, wie Johnny Cash für "Walk the Line"…mehr...

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Kommentare

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Benutzer Kinta

Also die Szene fand ich auch recht gut, fand nur dumm das sie dann des öfteren in umgeänderter Form wiederholt wurde.

Benutzer Vintersorg69

hehe. ich fand den auch echt gut. wie gesagt :)

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