Wo ist Fred !? (2006) - Poster
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Wo ist Fred !?

Originaltitel: Wo ist Fred !?

Von mit ,
Genre: Komödie, Sport, Romanze | Deutschland ()
Kinostart: (Deutschland)
Verleih: Senator Film Verleih
Freigegeben ab 12 Jahren12- ( Minuten)

Inhalt: Bauarbeiter Fred möchte die alleinerziehende Mutter Mara heiraten. Doch ihr Sohn Linus möchte das nicht. Er möchte einen handsignierten Ball von Basketballstar Mercurio Müller. Mara findet, dass Fred den Ball besorgen sollte. Doch Müller wirft Bälle während des Spiels nur auf die Behindertentribüne im Berliner Stadion von Alba. Also kommt Freds Kollege und Kumpel Alex auf die Idee, Fred im Rollstuhl ins Stadion zu schieben. Er fängt den Ball, doch nun muss er sich als Vorzeige-Behinderter für einen Image-Film des Sportclubs interviewen lassen. Die junge Regisseurin Denise nimmt ihre mehrtägige Aufgabe sehr ernst und verguckt sich in Fred. Obwohl er seinen Schwindel bereut, fügt sich der ratlose Fred den Ideen von Alex und sitzt bald nicht nur ständig im Rollstuhl, sondern kann angeblich auch nicht sprechen.

Bilder zum Film

Filmkritik

Das ursprüngliche Drehbuch der Screwball-Komödie „Wo ist Fred?“ geht auf die US-Amerikaner Cinco Paul und Ken Daurio zurück, die ihr Skript in den USA nicht unterbringen konnten. In Deutschland nahm man den frechen Stoff, der mit der Unsicherheit gegenüber Behinderten spielt, gerne. Regisseur Anno Saul („Kebab Connection“) fand das Skript „herrlich unkorrekt“, Hauptdarsteller Til Schweiger als Fred freute sich auf die „pure Situationskomik“. Herausgekommen ist eine für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich schräge und dynamische Komödie, die die Klischees in den Köpfen Nichtbehinderter ohne jedes Tabu in Worte fasst. weiterlesen ▼

Til Schweiger fährt in der Anfangsszene im Auto durch Berlin, und zieht sich, Schlangenlinien produzierend, am Steuer um. Da ahnt man schon, dass die Geschichte etwas mehr als deutschen Alltagsdrive im Sinn hat. Schweigers Fred ist ein grundehrliches, gutgebautes Muskelpaket, das sich in die falsche Frau verguckt hat. Noch bevor er aber die Chance erhält, sich dank eigener Einfälle aus dem fatalen Auftritt im Rollstuhl zu befreien, gibt er das Spiel ab – an Jürgen Vogel. Dieser Alex stürzt sich, um bei Kamerafrau Vicky zu landen, begeistert in die neue Aufgabe als Freds Pfleger.

Der vitale Schauspieler mit den unkorrekten Zahnlücken ist fortan Motor und Muse der Komödie und spielt Schweiger glatt an die Wand. Schade um den hübschen Mimen, der neben Vogel wie eine hölzerne Skulptur mit zu Ratlosigkeit erstarrten Kräften wirkt. Vogel gehören nicht nur das unternehmungslustige Grinsen, sondern auch die verbalen Kracher wie: „Warum hast du sie nicht einfach nur flachgelegt?“, als Antwort auf Fred, der merkt, dass sich Filmemacherin Denise in ihn verknallt hat. Oder, ein Gebäck im Pflegeheim probierend: „Die haben aber gute Kekse hier, die Behinderten!“

In dem Pflegeheim, Drehort für den Image-Film, trifft Fred dann auf echte Behinderte, spastisch Gelähmte zum Beispiel, und wird wie sie alle nachts im Bett festgeschnallt – „wegen der Versicherung“. Klar soll das auch eine sarkastische Zuspitzung sein, doch fühlten sich die Filmemacher offenbar an manchen Stellen so beflügelt von dem Skript, dass ihnen das Gespür für die Rutschgefahr auf Glatteis völlig abhanden kam.

Für neues Gleichgewicht sorgen vor allem zwei Figuren: die engagierte, ehrlich an Fred interessierte Regisseurin Denise, unaufdringlich gespielt von Alexandra Maria Lara, und der hinterhältige Rollstuhlfahrer Ronnie, der schwer stottert und zuckt. Das ist ein hervorragender Christoph Maria Herbst, der eine Art Running-Gag wie das Urzeithörnchen Scrat in „Ice Age“ zu absolvieren hat: Er ist echter Albafan, er will den Basketball, den Fred bekam, er will endlich in einem Film auftauchen und die Hand von Alba-Star Mercurio Müller schütteln – aber was er auch tut, das Glück flutscht immer wieder auf die Seite des gutaussehenden Fred.

107 Filmminuten – hätte Saul in seiner slapstickreichen Veralberungsshow sich wenigstens an die üblichen Spielfilmgrenzen von 90 Minuten gehalten, wäre eine doch unnötig peinliche Nummer weggefallen: Wieder trifft sie den armen Til Schweiger, der von seiner Verlobten zu Denise in benachbarten Restauranträumen hin- und herrennt, dabei im Gang Anzug an- und Rollstuhl ablegt und Denise bei einer Panne weismacht, er sei gerade der gesunde Zwillingsbruder von Fred.

Doch trotz skrupelloser Übertreibungen und mancher kaum übertünchter Plattheit bietet „Wo ist Fred?“ eine reine Lachshow, ein pures Komödienvergnügen.


Fazit: Hemmungslos schräg und albern: Tabubrecher-Komödie über den Umgang mit Behinderten mit einem Jürgen Vogel, der Til Schweiger in den Schatten stellt.

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User-Kritiken

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Kommentare

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Ich habe den Film jetzt zum ersten Mal gesehen, er ist ja als Beilage bei der TV Movie dabei. Irgendwie ist er damals an mir vorüber gegangen. Für mich ist er die beste deutsche Komödie seit Bang Boom Bang, ich habe mich mehrmals vor Lachen gekrümmt. Vor allem Christoph Maria Herbst ist köstlich. Das Timing der Pointen sitzt fast immer. Es scheint fast als hätten die Farellys ihre Finger im Spiel gehabt, wobei der Film sogar noch witziger ist als die meisten Farelly Komödien

Kann mir jemand helfen. Ich suche das Lied vor dem Abspann. Sone halb französische Nummer

Ich denke dass Rundfunk, also Hörfunk und Fernsehen, für die breite Masse immer noch die Leitmedien sind und Kritiken in diesen Medien als dementsprechend "wichtiger" wahrgenommen werden.

...das soll nun aber wirklich mein letztes Wort zu der Sache gewesen sein :fall:

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