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Thema: Akte X
- 22.05.12, 13:38:46 #81Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
Danke für die Infos

Ich kann mich noch entsinnen, daß mir die MotW-Ep. immer am besten gefallen haben und ich die Myth-Ep. als eher "störend" empfunden habe, wenn ich das mal so sagen darf
Was die 9. Staffel angeht, warte ich einfach mal auf Pyro91's abschließenden Bericht
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- 23.05.12, 16:58:53 #82Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
Neue Runde, neues Glück.

Season 9 Episoden 13-15
Improbable: 7,5 von 10X
Scary Monsters: 5,5 von 10 X
Jump the shark: 0,5 von 10 X
Improbable:
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich hätte es nicht genossen wie Burt Reynolds Gott spielt und vor der Kamera abdanct, während Reyes und Scully im Hintergrund genervt Brettspiele machen.
Insgesamt hat man die drei Ermittler noch sie gut zusammen in einem Fall integriert wie hier. Hier darf jeder etwas tun um den Schuldigen zu überführen.
Es ist zudem erfrischend mal wieder etwas Comedy in der steifen Season 9-Welt zu sehen, nachdem in den letzten Folgen nur Leute mit gelangweilten und angestrengten Mienen herumgerannt sind.
Einige Elemente wie die Endmontage, die gefühlte 10 Minuten dauert und den überladenen Musikeinsatz hätte man sich schenken können, aber insgesamt war es doch eine sehr unterhaltsame und vor allem detailreiche (Zahlen 3, 6 und 9 sind überall) Episode.
Scary Monsters:
Macht auf eine B-Movie-Horror-Art irgendwie Spaß, auch wenn schnell klar ist wie der Hase läuft. Die Episode macht auch den Eindruck als ob alle wüssten, dass die Serie gecancelled ist und deswegen gibt es eine Menge Shout-outs an die Fans. Vor allem der erneute Auftritt von Leyla Harrison (Mulder-Fanatikerin beim FBI) diesmal mit albernen Freund, hebt die Folge durch Comic-Relief über den ansonsten wenig spannenden Handlungsverlauf hinaus.
Jump the shark:
Noch nie war ein Titel so passend. Hier stimmt wirklich gar nichts und ich kann mich nicht erinnern, mich nach einer Akte X-Folge so deprimiert gefühlt zu haben. Und das lag bestimmt nicht am "dramatischen" Ende.
Da das "Lone Gunmen"-Spinoff offenbar schnell gecancelled wurde, wollte man hier noch einige lose, unvollendete Handlungsstränge unterbringen, um der Serie über das Trio Infernale noch einen Abschluss zu geben. Also gibt´s erstmal Exposition über die LG, die total unnötig ist, da ich die letzten 8 Staffel gesehen habe und weiß wer die drei sind. Dann folgt noch ein Batzen Erklärungen über deren Aktivitäten im Spin-Off, aber es bleibt alles so vage und univolvierend, dass ich damit anfing mir Gedanken übers morgige Mittagessen zu machen.
Wir bekommen auch noch die dreihunderzwöfte Erklärung über die Supersoldaten: "Sie sind genetisch verändert, wollen Mulder, deswegen musste er sich verstecken blablabla." Die schlimmste Exposition, die ich seit langem gehört habe.
Es wird noch mit der Idee gespielt, dass deren ehemalige Nemesis ein Supersoldat ist, was ungefähr so spannend aufgezogen ist als hätte jemand gesagt: "Ich glaube die Erde ist eine Scheibe" ohne dafür irgendwelche Anhaltspunkte zu haben.
Tja, dass Problem ist, wir sehen die meisten Charaktere aus der Serie hier zum ersten Mal und es interessiert mich null was diese für Probleme haben, da nichts in dieser Folge irgendeine Auswirkung hat, außer drei Comic Relief-Charaktere sinnlos abzumurksen.
Wie kommt man überhaupt auf so eine Idee? Wollte man der Episode wenigstens eine Daseinsberechtigung geben? Das wäre ja als würde man in Star Wars C3PO, R2 und Chewbacca ins Jenseits befördern.
Das andere Problem ist das "Wie". Wieso lässt man die drei Helden in einer derart unwichtigen MOTW-Folge sterben, die null Auswirkungen auf irgendwas hat? Wieso lässt man die drei nicht ihr Leben für Mulder, Scully oder deren Kind riskieren? Oder in einer spannenden Mythologie-Folge, wo sie eine viele größere Rolle haben könnten? Das dramatische Potential ist quasi endlos.
Als die drei erfahren, dass ihre alte Freundin verschwunden ist, sind sie drauf und dran sie zu finden. Im Stil von: Mulder who? Nein, nein wir haben hier wichtigeres zu tun. Schließlich haben wir Sensoren, Satelliten und anderen technischen Kram, mit dem wie Leute aufspüren können wie es uns gefällt, aber nach Mulder suchen, nein, das wäre ja das Ende dieser überstrapazierten Storyline.
Nur noch 4 Folgen vor dem Grande Finale und wir haben nichts besseres zu tun, als die LG durch einen sterbenslangweigen Fall zu jagen, der mit dem sinnlosesten Tod von Nebencharakteren einer Serie EVER endet.
Nach einer halben Stunde unwichtigen Geplänkel kommen wir nun zum Kern der Sache. Ein Mann trägt ein Virus in sich und will damit in einem Hotel, wo irgendeine Veranstaltung stattfindet, hochgehen. Die Art wie die Freundin der LG und deren Praktikant diesen Mann finden, sollte lieber verschwiegen werden, denn es kommt völlig aus dem Nichts und hat mit allem davor gar nichts zu tun.
Dann wird es Zeit zum sterben. Die LG finden den Mann, der den Virus in sich trägt, im Keller des Hotels und knocken ihn aus. Oder er hat einen Schwächanfall (hab wirklich nicht die Motivation mir das nochmal anzusehen). Klug wie die drei sind, wollen sie schließlich den Feueralarm betätigen, der nicht wie in jeden normalen Hotel das Sprinklersystem auslöst, sondern zwei massive Stahl(?)türen schließt, damit die LG und der Virusträger, nicht mehr flüchten können. Der Virus breitet sich aus, die LG stehen am Fenster einer der Stahltür und sagen Wiedersehen zu ihren Praktikanten und deren Freundin. Dann stehen sie da und warten auf den Tod.
Okay, wieso schließen sich diese Stalltüren? Wäre es bei einem Feuer nicht bescheuert, den Alarm zu betätigen und dann selber eingesperrt zu sein? Warum betätigt nicht einer den Alarm und die anderen beiden flüchten? Oder warum betätigt nicht Frohike den Alarm, lässt die anderen zwei rennen und slidet dann noch durch den Ausgang bevor die Stahltür runterkommt? Klein genug wäre er dafür.
Das alles wirkt so dermaßen gekünstelt, dass mir schwindlig wird. Warum haben sie nicht gleich den Seuchenschutz gerufen? Ihnen hätte viel niemand geglaubt, aber sie hatten Doggett und Reyes bei ihnen, ein Anruf von den beiden hätte gereicht und der Typ wäre geschnappt worden. Mal davon abgesehen, bin ich mir gar nicht sicher, dass solche Türen den Virus nicht entweichen lassen. Da darf ja wirklich kein Millimeter Freiraum zwischen Tür und Boden sein.
Aber gut, ich muss beherrschen bevor ich noch den ganzen Plot auseinander nehme. Die letzte Szene ist dann das Begräbnis.
Skinner ist auch da, sagt einen Satz und geht. Wow, und dafür kommt man in die Credits? Freut mich für Mitch Pileggi!
Der Praktikant und die Freundin der LG sind auch noch da und heulen, was mir völlig egal ist. Dann schließt Scully, die Folge ab, in dem sie aus dem Buch "Phrasendrescherei - Die Klischeesätze für jeden Anlass" aus dem Kapitel "Beerdigung" vorliest: "Die Welt wurde ein besser Ort wegen ihnen bla bla bla Sie leben in uns allen weiter." Gillian Anderson sieht in etwa so traurig aus, als ob sie gehört hätte, dass ihre Lieblingsserie abgesetzt wurde.
Meine Güte, zum Glück war die Folge dann aus. Kaum zu glauben, dass die Serie mal solche Dialoge und berührende Momente hatte:
Mulder: Scully, I was like you once-- I didn't know who to trust. Then I... I chose another path... another life, another fate, where I found my sister. The end of my world was unrecognizable and upside down. There was one thing that remained the same.
(He holds her face and gazes at her.)
Mulder: You... were my friend, and you told me the truth. Even when the world was falling apart, you were my constant... my touchstone.
Scully: And you are mine.
Geändert von Pyro 91 (23.05.12 um 17:02:38 Uhr)
- 23.05.12, 19:06:57 #83Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
durchhalten !
- 23.05.12, 19:18:33 #84Registrierter Benutzer
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- 24.05.12, 17:50:07 #85Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
Last but not least
Season 9 Episoden 16-18
William: 6,5 von 10 X
Release: 8,5 von 10 X
Sunshine Days: 8,5 von 10 X
William:
Es ist sehr schwer für mich diese Folge zu bewerten.
Duchovny hat am Skript mitgearbeitet und führt hier Regie. Er schafft es mich eine Zeit lange mich mit dem angeblichen Mulder auf die falsche Fährte zu locken. Vor allem als Scully und der verunstaltete Spender sich nahe kommen, lag echt ein Knistern in der Luft. Es gibt auch ein paar kleine inszenatorische Spielerei wie die Kamerafahrt über die Kellerdecke wo Mulders Bleistift hängen oder als Mulder in Scullys Auge zu sehen ist. Insgesamt weiß Duchovny wie man den Szenen dramatisches Gewicht verleiht und er scheint ein gutes Auge für das Alltägliche zu haben (Doggett macht Liegestützen, hört aber nach zwanzig auf und sagt:"Ach, die bezahlen mir nicht genug.)
Die Prämisse, dass Spender ins FBI-Gebäude eindringt, ohne dass es jemanden auffällt muss man schon akzeptieren können, um nicht mental abzuschalten. (Das FBI im Hoover-Gebäude hat die schlechteste Security ever!)
Dass Mulder und Spender Halbbrüder sind, ist jetzt keine große Überraschung, aber dem stehe ich eher neutral gegenüber. Dass die beide die selben DNA-Ergebnisse haben, kann ich nicht glauben. Ich kenne mich zwar damit nicht allzu gut aus, aber selbst Brüder können nicht die allergleichen Resultate haben, richtig?
Nun, zum Kern der Geschichte: Spender verabreicht William ein Mittel, um ihn von seinen Superkräften zu heilen. Dass es jetzt ungefähr das zwanzigste Mal, allein in dieser Staffel ist, dass jemand in Scullys Wohnung "böse" Dinge verrichtet, lass ich mal beseite, denn es ist inzwischen zum Running Gag geworden. Spender erzählt ihr, dass das Baby trotzdem niemals sicher sein wird.
Nach 5 Minuten Überlegung und ein paar Tränen, gibt Scully schließlich ihr Kind zur Adoption frei. Nun wohnt William bei Leuten auf einer entlegenen Farm.
Hm, ich muss sagen, ich hab das Ganze ziemlich ungerührt zur Kenntnis genommen. Gillian Anderson spielt den Verlust ihres Sohnes herzzereißend, aber ich bin mir nicht sicher, dass ich diese Aktion Scully abkaufen kann.
Dafür muss ich mir erst mal über die Mythologie klar werden.
Also die Prophezeiung (von den Aliens?) besagt, dass William der Anführer der Alien-Invasion wird, wenn Mulder stirbt, aber wenn beide am Leben sind, kämpfen sie zusammen, als Vater und Sohn gegen die Aliens.
Weil dieser Agent Comer (Neil McDonough) dachte, dass Mulder tot ist, wollte er nun William auch töten, da dieser, wie gesagt, sonst der Anführer der Aliens werden würde.
Da die Supersoldaten oder Alien-Replikanten William und Mulder bei seiner Geburt nichts angetan haben, kann man davon ausgehen, dass sie auch gegen die Alien-Invasion ankämpfen wollen. Waren das jetzt Alien-Replikanten oder Supersoldaten?
Außerdem, warum wurden alle Leute verbrannt als William mit ihnen um das Raumschiff stand? Ist die Prophezeiung nur für bestimmte Personen gedacht und alle anderen werden eliminiert, wenn sie sich einmischen? Oder das Alien-Schiff killt automatisch jeden normalen Mensch, der drauf rumsteht? Heilt es manche und tötet dafür andere? Das würde zu dem Schiff passen dass in "Biogenesis" gefunden wurde, als Scully die Inschriften entziffert hat. Hey, vielleicht wurde da ihre Unfruchtbarkeit geheilt?
Es kommt mir so vor, als ob in Wirklichkeit die Menschen, diejenigen sind die William schaden wollen, weil einige ausgewählte die Prophezeiung kennen und sie Mulder ohnehin tot sehen wollen.
Da gibt es noch diese Aussagen vom Schattenmann in "Trust No. 1". Übrigens gespielt von Terry O´Quinn, der der Agent im ersten Akte X-Film war, der sich mit der Bombe im Gebäude in die Luft fliegen ließ. Hat man ihn hier nur wieder neubesetzt oder soll man davon ausgehen, dass er damals mit dem Gebäude in die Luft flog und sich darauf wieder regenerierte weil er ein Supersoldat ist? Das würde mir irgendwie gefallen.
Auf jeden Fall sagte er in "Trust No. 1": "Mulder muss sterben. Mulder oder ihr Sohn." Das impliziert, dass er für die Alien-Invasion ist, was natürlich zur ursprünglichen Verschwörung passen würde.
Die Frage ist natürlich auch: Wer ist hier der Boss bei den Aliens? Diese grauen, die nur auf die Bevölkerung der Welt aus sind? Dann könnten die Kofgeldjäger aufgeteilt sein in die Rebeln und die dejenigen, die nur den Befehlen der grauen Aliens gehorchen.
Gut, jetzt reicht´s. *gehirnentknot*
Also gibt Scully William weg, weil sie denkt, dass er trotz der Heilung in Gefahr ist. Hm, ob das mit der Heilung überhaupt funktioniert hat? Oder ist die Prophezeiung nur erfunden worden, damit die Bauer auf dem Schachbrett in die richtige Positon gebracht werden?
Wenn William geheilt ist, verstehe ich nicht warum Scully ihn weggibt. Selbst wenn er auf der entlegensten Farm untergebracht ist, dürft es doch nicht schwer sein ihn wieder zu finden. Wenn man das was bisher geschah in Betracht zieht, könnte Scully auch gefoltert werden nur um an den Jungen zu kommen. Selbst wenn es zu ihren Tod führen würde, könnten sie ihn wahrscheinlich irgendwie aufspüren.
Oder bekam er Magnetit gespritzt, sodass sich die Supersoldaten ihm nicht näher können ohne zu sterben?
Anyway. Aus emotionalen Gründen macht es für mich keinen Sinn, dass Scully ihr Kind weggibt. Sie hat solange darauf gewartet und sie hat Freunde, die am besten wissen wie man das Kind beschützen könnte. Die Unsicherheit musste sie eigentlich wahnsinnig machen. Denn selbst wenn die Supersoldaten William nichts tun, vielleicht sind es doch die Menschen, die ihm böses wollen.
Außerdem wirkt dass Ganze jetzt so abgehakt, da wir ihn wahrscheinlich nie wieder sehen werden. Wozu dass Ganze wenn er keine Rolle mehr spielt?
Also ich muss sagen, mit der Mythologie der neunten Staffel schwank ich immer hin und her zwischen "Jetzt hab´s ich, verdammt wie geil!" und "Keine Ahnung, was das jetzt soll. Jetzt macht das keinen Sinn mehr."
Auf jeden Fall regt es stark dazu an Theorien zu schmieden und sorgt dafür dass die Serie auch noch lange diskutabel bleiben wird.
An sich war die Folge sehr spannend, aber das Ende will mir einfach nicht gefallen.
Release:
Sehr starke Folge. Der Mord an Doggetts Sohn wird aufgeklärt und Robert Patrick spielt sich die Seele aus dem Leib.
Ich hab über Doggett noch fast nichts geschrieben, aber ich muss sagen er ist mir als Charakter wirklich ans Herz gewachsen. Einfach ein bodenständiger, verantwortungsvoller Cop, der eine schreckliche Vergangenheit hat. Patricks kantige Gesichtszüge und sein starkes Auftreten passt perfekt zu seinem Charakter.
Die Auflösung des Falls, gibt dem neuen FBI-Mitarbeiter Follmer wenigstens eine Daseinsberechtigung und Robert Patrick kaufe ich jede Sekunde seinen Schmerz, Wut und Frustration ab.
Vor allem am Ende als er am Strand steht und mit seiner Ex-Frau die Asche seines toten Sohnes ins Wasser schüttete, müsste ich doch ein paar Tränen lassen.
Sunshine Days:
Hm, eine Comedy-Episode vor dem Finale. Eine eigenartige Sendereihenfolge. Ich hätte es eher so gemacht: "Sunshine Days", "Release", "William" und dann "The Truth". Aber gut, was soll´s.
Das ist die zweite Folge in der Vince Gilligan Regie führt und das Drehbuch geschrieben hat. Wie immer ist auf dem Mann Verlass.
Er schafft es eine durchaus rührende Story über einen Jungen mit Superkräfte zu schreiben, der sich nun als Erwachsener einsam fühlt und durch seine Fähigkeit, die Kinder der Brady-Famile herzaubert. Leider wird er durch das Benutzen seiner Fähigkeit immer schwächer. Allerdings braucht er sie nicht einzusetzen, wenn er jemand um sich hat und er glücklich ist.
Tolle Geschichte und toll gespielt von Michael Emerson als einsamer Mann.
Auch hier gibt es wieder einige Shout-outs an die Fans (frei zitiert): "Die X-Akten wird es immer geben"; "Schaltet den Fernseher aus und nehmt am wahren Leben teil."
Lauter kleine Anspielungen auf die Besenssenheit von manchen Fans und eine Aufruf, die schöne Zeit mit der Serie in guter Erinnerung zu behalten, auch wenn es nun vorbei ist.
So jetzt geht´s endlich auf´s Finale zu!
- 24.05.12, 21:09:35 #86Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
Pyro 91, Deine getippten Gedanken und Meinungen zu den einzelnen "Akte X"-Folgen sind höchst interessant und gut zu lesen. Vielen Dank!
Bin auch ECHT mal gespannt, was Du von dem Serienfinale hälst.
- 24.05.12, 22:02:02 #87Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
Danke dir.
Ja, das Finale kann kommen. Irgendwann am Wochenende, schätze ich.
Nach dem Ende von "Akte X" muss ich wahrscheinlich eh in die Fötus-Haltung gehen, heulen und mich erst wieder fangen.
Egal wie schwankend die Qualität am Ende war, Akte X kann man eben nur einmal "neu" sehen. *melodramatischbin*
- 24.05.12, 22:47:44 #88Walks On The Darkside
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AW: Akte X
ich will dir nicht spoilern und spoiler dir quasi auch nicht aber lass dir die wahl und sage nur ganz dezent:
erwarte von dem finale nicht zuviel, gerade wenn akte x vorbei ist merkt man mehr denn je das der weg das ziel ist
- 24.05.12, 23:00:01 #89Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
Meinst du, weil ich die Staffel so schnell hintereinander gesehen habe oder weil am Ende wieder allerlei Fragen offen bleiben und das Ganze vielleicht eher pessismistisch endet? Für letzteres bin ich gewappnet denn "Twin Peaks", eine meiner Lieblingsserien, ist in der Hinsicht wohl bisher am fiesesten gewesen, aber gerade das Ende vergisst man nie und es regt die eigene Fantasie umso mehr an.
Geändert von Pyro 91 (24.05.12 um 23:04:08 Uhr)
- 24.05.12, 23:06:45 #90Walks On The Darkside
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AW: Akte X
ich sag das auch weil das finale qualitativ nicht unbedingt auf der höhe ist wie es sein sollte, aber das ist natürlich geschmackssacke, genieße die zeit die du noch mit akte x hast. das finale ist ok, aber das wars auch (für mich). ich bin sehr für enden die pessimistisch sind und fragen offen lassen, weil diese als serien dann einfach länger im gedächtnis bleiben.
btw: dagegen die letzte twin peaks folge war superb (dafür war die letzte hälfte der season absoluter schrott
)
- 27.05.12, 18:23:21 #91Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
SERIENFINALE TEIL 1
Ich habe das Finale nun zweimal gesehen. Diesmal wollte ich mal genauer auf jede Szene eingehen, weshalb das Ganze eher stickpunktartig geraten ist:
Erst mal war es natürlich schön Mulder wiederzusehen, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass endlich wieder etwas interessantes passiert, vor allem weil es mir bisher so vorkam als ob die Staffel nie enden wird, obwohl sie von allen die wenigsten Episoden hat.
Fängt schon mal gut an als Mulder sich Zugang zu einem geheimen Militärstützpunkt verschafft, in dem er einen Haufen Anzuträger hinein folgt. Ok, ich bin bereits verwirrt. Hat Mulder sich einen neuen Namen zulegt und sich bei den Anzugträgern auf irgeneine Art ins Team integriert? Auf jeden Fall scheint ihn keiner zu erkennen und er hat auch eine Zugangskarte im tiefer in die Basis eindringen zu können.
Auch dann als er ein großen Monitor findet, scheint er irgendwo her das Passwort zu haben, um die Daten "Endgame" und "22.12.2012" ablesen zu können, den Tag der Alien-Invasion.
Mulder muss flüchten und Krycheck taucht als Geist auf und hilft ihm in den Aufzug zu kommen, bevor es zu spät ist. Doch Mulder wird festgenommen, weil er Knowle Rohrer, den Supersoldaten bei einem Kampf auf eine Starkstromleitung wirft, wo dieser durchgebruzzelt wird.
Es folgt das X-Files-Theme, zum letzten Mal. Mich hat es allerdings gewundert, dass bei den Credits die Tagline am Ende nicht geändert wurde. Naja, wenigstens ist das Wort "truth" enthalten, welches in dieser Folge noch tausend gesagt werden wird.
Anscheinend soll Mulder dann im Gefängnis "gebrochen werden", in dem er auf Schlaf verzichten muss und ab und zu vermöbelt wird. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum man sich dafür die Mühe macht und Mulder nicht einfach abgeknallt. Man könnte es doch als Gegenwehr von Knowle Rohrer darstellen, als die beiden miteinander kämpften.
Ist das nicht der ganze Zweck solcher geheimen Stützpunkte. Vor allem, weil es sich gerade um eine Schattenregierung handelt, die eigentlich tun und lassen kann was sie will, solange es geheim bleibt.
Als Mulder, Scully und Skinner sich als erstes Wiedersehen verhält sich Mulder bereits resigniert, weil er von den Wachen beobachtet wird. Ich verstehe trotzdem nicht, warum er sich so verhält. Wenn er als schuldig befunden wird, dann bekommt er doch die Todesstrafe. Klar, Mulder sagte dass ohnehin alles verloren ist (wegen der anstehenden Invasion), aber ich komme trotzden nicht damit klar, dass er einfach so aufgeben will. Das Ganze ist auch insofern dämlich, weil er jetzt Scully hat und damit genug Gründe um weiterzukämpfen.
Zurück im FBI Headquarter gibt es Smalltalk mit Doggett und Reyes, wo wir zum tausendsten Mal in dieser Staffel hören: Er ist Supersoldat, kann nicht sterben blablabla. Im Grunde genommen, alles was wir schon seit Staffel 8 wissen. Meine Güte, wollte man hier zum Serienfinale noch ein paar neue Zuschauer anwerben, die auch noch peilen sollen was abgeht?
Danach folgte eine Szene, in der Kersh mit einem Militäroffizier (?) den Fall Mulder bespricht. Keine Ahnung, wieso das FBI hier hinzugezogen wird, wenn Mulder dort doch gar nicht mehr arbeitet.
Lachen musste ich dann als Kersh sinngemäß sagt, dass Mulder schon immer ein schlimmer Finger war, aber es bisher noch nie so ernst war.
Ja klar, Mulder hat noch nie etwas getan, was außerhalb seiner Zuständigkeit liegt. 
Geil, war auch noch als Kersh sagt, er wäre hier um Mulders guten Charakter vor dem Gericht zu präsentieren. Kein Wunder, die beiden waren auch immer ein Herz und Seele.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass Kersh es war, der Mulder am Anfang von Season 9 zur Flucht geraten hat. Das Problem ist nur, dass er als Charakter total unterentwickelt ist. Wir sehen ihn immer nur, wie er Leute anschreit und angepisst ist , weswegen er leider über seine Eindimensionalität nicht heraus kommt.
Auf jeden Fall erpresst ihm der Militärtyp um für Mulder ein Gerichtsverfahren starten zu können.
Nun treffen sich Mulder und Scully das zweite Mal im Gefängnis und er begrüßt sie mit: "Ich hab sie schon gerochen, Clarice."
Eine Anspielung auf dem damaligen Vergleich zwischen Scullys Charakter in Akte X und Starling in "Das Schweigen der Lämmer", die sich zunächst sehr ähnlich waren.
Mulder und Scully küssen sich etwas länger und Skinner schaut total bedröppelt drein.
Dann gibt´s wieder expositorisches Gelaber von wegen:"30 Leute haben gesehen, wie du ihn getötet hast, wollen gegen dich aussagen blabla."
Boah, dieses ständige Geplauder über Dinge, die ich schon weiß, geht mir furchtbar auf die Nerven. Hallo, wir sind hier im SerienFINALE! Es wird Zeit, dass hier endlich mal etwas vorwärts geht. In früheren Staffeln bekam man jede Info nur einmal und das musste reichen. Hier wird einfach nur Zeit verschwendet!
Dann schlägt Mulder Skinner als seinen Anwalt vor, was ich zunächst als Witz empfand, aber anscheinend keiner war.
Mulder hat dannach ein intimes Gespräch mit Scully, in dem sie ihm erzählt, dass sie ihr gemeinsames Kind weggegeben hat. Mulder sagt nur, dass er das bereits von Skinner weiß.
Klar, solche wichtigen Charakermomente, müssen natürlich offscreen passieren. Es wäre ja viel zu emotional und bewegend, wenn Scully diese Tatsache Mulder selbst offenbaren hätte können.
Lieber verschwenden wir wertvolle Minuten, um über Sachen zu reden, die ohnehin schon jeder weiß.
Mulder erzählt dann, dass er in New Mexico war, ihr aber nicht sagen kann was er da gemacht hat. Hm, verstehe ich nicht. Auch wenn ich das Ende der Folge schon kenne, weiß ich nicht wieso Mulder Scully diese Informationen vorenthält.
Dann beginnt die Gerichtsverhandlung a la Farce mit Kersh als Richter.
Zunächst sagt Scully aus und wir erfahren, dass sie Ärztin ist und bei den X-Akten anfing um dort zu spionieren.
Wow, das sind ja ganz neue Erkenntnisse. 
Es folgen Erklärungen um den Mythologie-Arc der Serie und ich werde immer schläfriger beim Zusehen.
Schließlich verkündet Skinner, Scully könne beweisen kann, dass die Regierung die Existenz von außeriridischen Leben verheimlicht.
Äh, wie denn? Will Skinner hier nur Zeit schinden um seinen nächsten Zeugen ins Gericht rufen zu können?
Scully redet noch weiter über das Schwarze Öl, Roswell usw. aber ich glaube ich nicht das dabei irgendwelche neuen Erkenntnisse zu Tage gekommen sind, die man als aktiver Zuschauer nicht weiß.
Dann erzählt Scully von ihrer Entführung durch das Militär mit den Regierungsverschwörern. Skinner dankt ihr und sie verlässt das Gericht. Äh, wieso hat sie nicht wenigstens ihre Unterlagen mitgebracht, bezüglich ihrer Krebskrankheit und ihrer Unfruchtbarkeit? Ich bin mir fast sicher, dass beides aus medizinischer Sicht nicht einwandfrei belegt gewesen war.
Ich muss den Ankläger auch Recht geben, wenn er sagt dass Scully & Co. keinerlei Beweise haben. Alle diese Aussagen vor Gericht helfen Mulder gar nicht weiter.
Dann taucht Spender auf und wird befragt:"Blabla mein Vater schoß auf mich, Teena Mulder und der Raucher haben miteinander geschlafen, deswegen sind Mulder und ich Halbbrüder, Bill Mulder musste Samantha opfern usw." Nichts neues, also.
Da gerade Pause im Gericht ist, trifft sich Scully mit Mulder in seiner Zelle und schlägt ihm vor, dass er sich mit dem Gericht auf eine niedrigere Strafe einigen könnte. Mulder bleibt weiterhin verschwiegen und benimmt sich wie ein Arsch, Scully gegenüber. Nach all der Zeit, in der er sie allein mit dem Kind ließ, taucht er wieder auf und tut so, als ob er ganz allein auf der Welt wäre und die letzten 8 Jahre mit Scully nie passiert wären.
Ich verstehe einfach nicht, was das jetzt soll. Als ob sämtliche Charakterentwicklung einfach vergessen wird und Mulder wieder in seinem Ich allein gegen die Welt-Modus gefangen ist.
Mister X erscheint Mulder ebenfalls als Geist und bringt ihm einen Zettel auf dem die Adresse von Maria Covarubbias steht, die Skinner auch im Gericht erscheinen lassen will. Hm, ich weiß nicht, was ich davon halten soll, dass Geister jetzt materielle Gegenstände wie ein Stück Papier aushändigen können.
Maria C. erscheint im Gerichtssaal und sieht ziemlich gut aus
, wenn man bedenkt was sie alles durchgemacht hat. Auch hier hören wir wieder ein Haufen unnötiger Backstory mit Bilder dazu. Ich weiß nicht warum, aber als ich nochmal das Flashback von Krycheck sah, wir er seinen Prothesenarm benutzt, um einen Teebeutel in eine Tasse zu tauchen, musste ich laut auflachen. 
Während Marias Anhörung passiert weiterhin nichts spannendes, bis auf dem Schluss, als Krychecks Geist Mulder nochmal erscheint und sagt, dass Maria sterben wird, wenn sie die Supersoldaten, die jetzt das Syndikat ersetzt haben, beim Gericht anschwärzen wird. Mulder verhindert, dass sie weitere Auskünfte gibt.
Hm, jetzt wo ich gerade so darüber nachdenke, hätte ich wirklich gerne einen Wiederaufbau eines neuen Untergrund-Syndikats mit Krycheck und Maria als Anführer gesehen. Das hätte wirklich interessant werden können. Naja was soll´s.
Gibson kommt in den Gerichtssaal und erzäht, dass Mulder das letzte Jahr bei ihm untergetaucht ist und er sein Freund ist.
Diese Erklärung finde ich gut, da beide auf ihre eigene Art Aussenseiter sind und es ihnen vielleicht ganz gut tut, jemanden zu haben, der so ähnlich tickt.
Schließlich identifziert Gibson dann den Toothpick-Man (Alan Dale) als Supersoldaten, worauf Mulder eine Untersuchung verlangt und aus dem Gericht gezerrt werden muss. Ich muss sagen, Gibson war ganz schön Badass, als er die Gedanken der Leute liest und sich nicht einschüchtern lässt.
Ende Teil 1
Teil 2 kommt dann in den nächsten Tagen.
Ich dachte eigentlich nicht, dass ich so viel über das Finale schreiben würde, aber vor allem im ersten Teil gibt es so viel kleine Dinge, die mich gestört haben, die ich einfach erwähnen musste. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass ich über den zweiten Teil viel positiver schreiben werde, vor allem weil viel mehr interessante Dinge passieren als ein langwieriger Gerichtsprozess, der keinen neuen Erkenntnisse zu Tage bringt.
Denn was hab wir in Teil 1 schon Neues gelernt?:
-Mulder ist zurück und weiß das Datum für die geplante Alien-Invasion.
-Muss sich einen Gerichtsverfahren stellen bei dem der Ausgang schon feststeht.
-Hat das letzte Jahr in New Mexico mit Gibson verbracht, um was zu tun?
Alles dreht sich um Mulder, wie es scheint. Aber vor allem erwartet man vom ersten Teil eines Serienfinales mehr als 35 Minuten nichts und 7 Minuten Action.Geändert von Pyro 91 (27.05.12 um 18:33:38 Uhr)
- 27.05.12, 19:02:29 #927.1 Gucker
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AW: Akte X
Schöne Reviews. Bin gespannt Auf den letzten Teil.
Ich nehme an, du guckst die 2 X-Files Filme chronologisch? Dann tu dir selber einen gefallen und spar dir den zweiten Film. Der erste war klasse. Aber Teil 2 hab ich nach 20 Minuten abgebrochen.
Warum?
- Doofe Story, die keine Mythologiefolge ist, sondern ein 2 Stunden MOTW Film. Der erste Film hat vieles richtig gemacht indem er sich zwischen Season 5 und 6 eingliederte.
- Scully und Mulder duzen sich (Ok, waren auch zusammen im Bett. Warum auch nicht?). Ist halt ungewöhnlich sich beim Duzen noch mit dem Nachnamen anzureden.
- Mulders neue Synchronstimme geht gar nicht
Was ich dir aber empfehlen kann ist das erste X-Files Game für PC oder Playstation 1. Gutes Point & Click Adventure mit Realfilmszenen. Alle Schauspieler aus der Serie sind dabei und haben die gleiche Synchro wie in der Serie. Nur steuert man nicht einen der Hauptcharaktere, sondern einen völlig neuen Charakter der in der Serie nicht vorkommt. Trotzdem ist das Spiel sehr gut. Ein Akte X Film zum selber spielen
http://www.amazon.de/Electronic-Arts...8138097&sr=1-1
- 27.05.12, 19:12:24 #93Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
Hab den zweiten Film schon gesehen. Vielleicht schreib ich da auch mal was drüber. Die Story fand ich eher durchschnittlich, aber die Entwicklung von Mulder & Scully als Paar, der etwa gleich viel Screentime eingeräumt wird, fand ich interessant mitanzusehen. Ich würde den Film wohl etwas über den Durchschnitt bewerten.
- 28.05.12, 14:40:42 #94Medien-Junkie
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AW: Akte X
was meinst di eigentlich mit serienfinale teil 1? das is doch nur 1 folge die ca. 90 min geht.
- 28.05.12, 18:34:24 #96Registrierter Benutzer
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- 29.05.12, 22:44:13 #97Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
SERIENFINALE TEIL 2
Und weiter geht der Spaß!
Gibson wird dann aus dem Gericht gebracht und Scully passt auf ihm auf. Ich will nicht höhnisch klingen, aber wenn man bedenkt wie oft Scully in dieser Staffel ihr Kind unbeaufsichtigt bewacht hat, dann ist der Junge wohl kaum sicher bei ihr aufgehoben.
Nun wollen Doggett und Reyes aussagen und bestätigen das....hm, was eigentlich? Sind die beiden so gut über alle Vorkomnisse informiert, die mit der Verschwörung zu tun haben oder haben Beweise über die Alien-Replikanten und Supersoldaten? Nicht, dass ich wüsste. Auch wenn die beiden schon einige paranormale Dinge gesehen haben, so werden diese persönlichen Erkenntnisse kaum einen Einfluss auf Mulders Prozess haben. Es ehrt sie natürlich, dass sie dennoch zur Verteidigung von Mulder schreiten, auch wenn es sie ihren Job kosten könnte.
Doggett machte seine Aussage und erklärt uns was Supersoldaten sind: "Sie können nicht sterben. Sie kommen wieder ins Leben zurück."
Also falls ich mir diese Staffel nochmal ansehe, dann werde ich auf jeden Fall ein Drinkspiel daraus machen und bei jeder Exposition über die Natur der Supersoldaten einen heben.
Doggett berichtet, dass Mulder Rohrer nicht hätte töten können, da dieser ein Supersoldat ist.
Hm, ich frag mich gerade, ob überhaupt erwähnt wurde, dass eine Autopsie an Mulders angeblichen Mordopfer durchgeführt wurde oder ob das Gericht wirklich keinerlei Beweise für eine Anklage hat? Ich glaube das wird später geklärt.
Doggett antwortet nicht darauf, ob die Meinung von Mulder teilt, dass die Supersoldaten Aliens sind.
Er verlässt das Gericht ohne wirklich etwas bewirkt zu haben.
Dann kommt Reyes reingeschneit. Skinner macht allen klar, dass diese vor den X-Akten, an satanischen Ritualmorden gearbeitet hat, was ich schon wieder vergessen hatte, da wir ihre besonderen Kenntnisse in diesen Bereich nur einmal in "Hellbound" beobachten durften(obwohl es in diesem Fall eher um Mord aus dem Jenseits ging und es wenig mit Satan zu tun hatte. Aber lassen wir das).
Skinner teilt dem Gericht wieder mit, dass Reyes Beweise für eine Alienverschwörung hat.
Dann sehen wir eine Rückblende als William auf die Welt kommt, umgeben von Alien-Replikanten und/oder Supersoldaten.
Reyes erzählt dass Scullys Baby ein Wunderkind sei und es besondere Fähigkeiten hat. Davon will der Tootpick-Man (Alan Dale) natürlich eine Vorstellung haben, die er nicht bekommt, da Scully das Kind an fremde Leute weggegeben hat. Eine Tatsache, die mir immer noch nicht zusagt und ich nicht nachvollziehen kann.
Obwohl ich es dannach genoßen habe, dass Reyes ausflippt und Kersh mal ordentlich zur Sau macht, muss ich doch sagen, dass die Ankläger ganz klar Recht haben.
Das Ganze ist eine Farce um Mulder aus dem Weg zu räumen, klar, aber bis jetzt hat "unsere" Seite noch keine Beweise gebracht, die in irgendeiner Weise hilfreich wären.
Wir wissen es, die Charaktere wissen es. Es bleibt also nur eine Clipshow übrig, in der altbekannte Gesichter auftauchen und den Plot der letzten 9 Staffeln rekapitulieren.
In der nächsten Szene kommen wir endlich aus dem Gerichtsaal genannt"Wir-sparen-unser-Budget-für-das-actionreiche-Finale" raus und rein in Scully Wohnung oder besser gesagt das Tal der Tränen.
Reyes und Doggett informieren sie darüber, dass Rohrers Körper vom Militär gefunden wurde und sie ihn autopsieren soll (auch hier gab´s zuvor wieder eine Supersoldaten-Erklärung - Drink up!). Reyes und Scull gehen, während Doggett zurückbleibt um auf Gibson aufzupassen.
Scully findet schließlich heraus, dass der Körper von Rohrer eigentlich von einem toten Mann stammt, der sich das Genick gebrochen hat und danach verbrannt wurde. Als sie die Beweise ins Gericht bringt, flippt Kersh aus und lässt Scully aus dem Gericht werfen, von wegen "Sie haben hier nichts zu melden". OK, wenn wir schon dieses alberne Szenario mit dem Gerichtsprozess haben müssen, warum haben die Ankläger vor Gericht nicht gleich gesagt: "Leute, dieser Mann ist schuldig und wir werden ihn bestrafen. Eure Beweise sind uns egal." Warum überhaupt dieser langwierige Prozess, wenn es im Grund eh keinen Unterschied macht?
Das Gericht beschließt dann Mulder zum Tode zu verurteilen. Er darf sich vor dem Gericht noch zur Anklage äußern und er macht klar, dass die Wahrheit da draußen ist und sie früher oder später erfahren werden muss. Außerdem wären sie alle zu blind um zu sehen was vor sich geht und nur weil Mulder aus dem Weg ist, wird es nicht leichter für sie werden.
Ich verstehe wirklich nicht, was hier Mulders Plan ist. Will er auf diese Art mitteilen, dass seine Hilfe bei der anstehenden Alien-Invasion benötigt wird und sie ohne ihn verloren sind? Das würde natürlich zur Prophezeiung passen, nach der William die Aliens anführt, wenn Mulder nicht mehr am Leben ist. Allerdings wurde William ja anscheinend von seinen Fähigkeiten geheilt, was Mulder weiß?
Wusste es Reyes auch als sie den Jungen vor Gericht verteidigt hat? Wird die Propheizung ohnehin erfüllt, egal in welchen Zustand sie das Kind befindet? Weiß Kersh von der Prophezeiung und hat deswegen Mulder weggeschickt, damit er in Sicherheit vor den Supersoldaten ist? Hat Kersh den Prozess hier abgebrochen, weil er bereits den Entschluss gefasst hat, Mulder zur Flucht zu verhelfen? Oder wollte er vor den Supersoldaten einen Prozess faken, damit diese Mulder für tot halten, damit Mulder sich bis zur Alien-Invasion verstecken kann, um dann mit William dagegen anzukämpfen? Es kommt mir schon fast so vor. Andere Frage: Haben Chris Cater und Co. beim Schreiben des öfteren Mal gekifft?
Naja, weiter geht´s.
Scully erfährt, dass Mulder sterben muss. Sie weint.
Knowle Rohrer ist zurück.
Spätnachts holen Skinner und Doggett Mulder aus seiner Zelle und flüchten mit ihm. Es folgt der einfachste Jailbreak aller Zeiten. Aber ich will nicht jammern, endlich gibt es mal Action!
Nachdem die drei durch das schlechte bewachte Gefängnis rennen, ist Rohrer bereits in Mulders Zelle und sucht ihn.
Den dreisten Drei läuft Kersh über den Weg und verhilft ihnen zur Flucht. Hm, ich weiß nicht, dass fühlt sich alles nicht richtig an. Kershs Motivation und Ziele hinter dem Ganzen, konnte ich im Verlauf der Staffel nur erraten und auch hier kommt die Wendung einfach ohne Knall, ohne wirkliche Erkenntnis meinerseits.
Draußen warten schon die üblichen Verdächtigen (Doggett, Skinner, Reyes, Gibson) und Mulder & Scully steigen in ein Fluchtauto ohne Verabschiedung oder ein Danke für die Rettung.
Mulder entschließt sich einen Mann aufzusuchen, der die Wahrheit kennt. Scully widerspricht ihm nichtmal, dass es zu gefährlich ist, jetzt in der Gegend rumzufahren, wo sie doch die Staatsfeinde Nr. 1 und 2 sind.
Im FBI-Headquater stellen Reyes und Doggett mit Gibson im Gepäck, fest, dass die X-Akten geschlossen wurden. Skinner eröffnet ihnen, dass die oben, wahrscheinlich wissen, wer für die Flucht von Mulder verantwortlich ist.
Ich verstehe ohnehin nicht, warum irgendwer von den Beteiligten überhaupt noch zur Arbeit erschienen ist. Sie hätten alle zusammen in einem Van steigen sollen und einen Roadtrip über die Grenze machen sollen. Es ist doch klar, wie groß der Einfluss der Supersoldaten mittlerweile ist.
Skinner will nun nur Kersh sprechen, doch hinter dessen Bürotür wartet bereits der Toothpick-Man auf ihn. Skinner geht ins Büro und Gibson liest T-Ms Gedanken, bevor dieser die Tür schließt. Gibson sagt, dass der T-M weiß, wo sich Mulder & Scully befinden.
Ich bin mir nicht sicher, ob der T-M weiß, dass Kersh bei der Flucht von Mulder beteiligt war. Wahrscheinlich geht er davon aus, dass es Skinner war und jetzt will er, dass Kersh diesen feuert. Oder will er beide in einen Supersoldaten verwandeln?
Der Ausgang dieser Szene bleibt offen.
Mulder gönnt sich eine kleine Pause vom Fahren und geht kurz pissen. Dabei erwischen ihn die Geister der Lone Gunmen. Diese sagen ihm, er würde sterben, wenn er so weitermacht und dass er die Wahrheit doch schon kenne. Mulder stellt klar, er wolle nur wissen ob er die Wahrheit ändern kann.
Schließlich kommen Mulder u. Scully in eine Wüstegegend, in der sich laut Mulder die Anasazi-Indianern aufhielten, die schon vor 2000 Jahren verbannt worden sind.
Beide gehen in eines der kleinen Siedlungshäuser wo sie Ozzy Osborne, äh der Raucher erwartet.
Dieser lebt anscheinend noch und hat sich dem Hippie-Lifestyle verschworen, in einer chillaxten Unterkunft mit Köchin im Vorderzimmer.
Er hat schon von dem Kolonisierungsdatum gewusst und Mulder zu der Basis geschickt, damit dieser es mit eigenen Augen sieht. Er erklärt außerdem, dass Mulder sich vor der Todesstrafe hätte retten können, wenn er dem Gericht erzählt hätte was er weiß.
Also hat Mulder quasi geschwiegen, weil er den Leuten vor Gericht nicht das Datum nennen wollte? Weil er fürchtete, dass die Supersoldaten sofort zur Tat schreiten würden und ihn erledigen?
All das wirkt total schwammig für mich und es hätte der Episode wirklich nicht geschadet, wenn Mulder sich wenigstens Scully offenbart hätte, damit wir einen Einblick in seinen Plan haben.
Die Handlungsweise oder Motive der Nebencharaktere kann ruhig vage bleiben, aber Mulder, der mit Scully, die Identifkationsfigur der Serie ist, sollte uns in sein Handeln einweihen, damit wir auch mitfiebern können. Hier bin ich die meiste Zeit damit beschäftigt jedes Detail auseinander zu nehmen um aus dem Ganzen irgendwie Sinn zu machen. Der Plot ist schon schwierig genug, da sollten wir uns nicht auch noch fragen muss, ob man den Verhalten der Hauptfiguren trauen darf.
Der Raucher erklärt weiter, dass er nun an einem geschützen Ort ist, da das Magnetit im Boden vor den Aliens schützt. Auch das Raumschiff in Roswell wurde auf diese Art auf die Erde gebracht.
Der Raucher macht sich über Mulder lustig und erzählt Scully, dass am 22.12.2012 die letzte Alien-Invasion stattfinden wird und Mulder nichts dagegen tun kann.
Der Raucher ist wirklich ein Teufel, muss ich sagen. Nachdem klar ist, dass er selbst bald den Löffel abgibt, kann er nun mitansehen wie Mulder an seiner Aufgabe gescheitert ist, da er nichts mehr tun kann, um die anstehende Invasion zu verhindern.
War schön den Raucher wiederzusehen, da er ohne Frage, einer der besten und interessantesten Bösewichte ist, den ich seit langem Gesehen habe. Es macht nur Sinn, dass Mulder noch einmal mit ihm konfrontiert wird, jetzt am Ende der langen Reise. Doch beide gehen nicht aufeinander los, wie sonst, denn der Raucher weiß, dass Mulder noch lange leiden wird und Mulder weiß in welch schlechten Zustand sich der Raucher momentan befindet. Die Erzfeinde stehen sich ergeben gegenüber.
Draußen vor den Siedlungshäusern kommen Doggett und Reyes an und werden von Rohrer attackiert, doch durch einen Pistoleneinschuss in dessen Körper, wird er vom Magnetit aus einen Felsen angezogen und stirbt.
Ich könnte mir fast vorstellen, dass die Anasazi, die zuvor hier gelebt haben, aus irgendeinen Grund, möglicherweise gegen dass schwarze Öl unemfpindlich waren und deswegen von den Alien entführt und getestet worden sind. Offenbar waren sie in diesen Siedlungshäusern geschützt, da darunter ein Magnetitfeld war, das die Aliens fernhielt.
Es kommt auch noch heraus, dass die Regierung bereits seit 1947 (Roswell) über das Magnetit wusste.
Wie Doggett erklärt muss es aber ein bestimmtes Magnetit sein, um die Aliens fernzuhalten, eines dass von einem Metor stammen muss. D.h. Der Meteor, der ein paar Jahre zuvor auf die Erde fiel (Staffel 4?), hat das schwarze Öl UND das Gegenmittel dafür auf die Erde gebracht hat. 
Damit schließe ich mal den zweiten Teil ab.Teil 3 kommt dann am Wochenende (hab morgen Geburtstag).
Darin geht es dann um die Geistererscheinungen von Mulder und die letzte Szene im Hotel!
- 01.06.12, 19:27:02 #98Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
@ Pyro 91
Erst einmal herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag
Dann vielen Dank für Deine ausführlichen Rezensionen, die ich ebenso interessiert wie amüsiert gelesen habe, köstlich, köstlich
Dank Deiner "Entscheidungshilfe" bin ich mir nun ganz sicher: Ich werde mir von Akte X, die ich immerhin damals komplett im TV gesehen habe, jetzt nur die MotW-Ep. anschauen. Das sind immerhin ca. 90 Episoden. 90 X Scully und Mulder "at his best", sozusagen.
- 02.06.12, 02:17:16 #99Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
Danke erstmal.
Ich muss sagen, dass ich persönlich Akte X als Gesamtpaket sehe. Ich liebe die Mythologie von Staffel 1-8, auch wenn sie ab Staffel 7 viel persönlicher wird, d.h. Mulder und Scully spielen eine größere Rolle in der Verteidigung der Menschheit und sind nicht nur Agents, die gegen unbekannte Mächte ankämpfen.
Ab Staffel 9 ist die Mythologie schon ziemlich vage und lässt ein Haufen Theorien zu, was im Grunde genommen begrüßenswert wäre, wenn die Charaktere weitehin so stark agieren würden wie in den Staffeln davor. Es ist nur so nervig, dass vor allem Scully nur noch eine Nebenfigur ist, die sich hauptächlich Sorgen um ihr Baby macht und unmotiviert an ihre Arbeit geht. Da ist mir die Scully, die sarkastisch ist und erstmal alles logisch analysiert, viel lieber.
Für mich sind Mythologie und MOTW-Folgen ebenbürtig, d.h. wenn zu Staffelbeginn eine starke Mythologie-Folge kommt, dann genieß ich die MOTW-Folgen viel mehr, da ich weiß das bald darauf wieder ein Puzzlestück zum großen Ganzen dazu kommt. Ich war zufrieden mit der Auflösung in "Two Fathers/One Son" und "Closure" und ab Ende, der siebten Staffel war ich ohnehin so begeistert von den Charakteren, dass ich ihnen überall hin gefolgt wäre.
Ich muss sagen, ich hab momentan eine Post-Akte X-Depression. Nachdem ich die letzte Folge gesehen hatte, war ich erst mal fertig mit der Serien-Welt. Am nächsten Tag stand ich vor meinem DVD-Player und hatte wirklich keine Lust etwas anderes als Akte X einzulegen. Ich hab meiner Freundin dann "Detour" gezeigt und sie war sofort begeistert von Mulder und Scully. Gestern hab ich dir dann den "Pilot" gezeigt und sie war sofort wieder Feuer und Flamme für die beiden. Ich muss sagen das ist mir ganz recht, weil ich ohnehin Lust habe, die Serie nochmal vorne zu sehen.
Aber ich schreib schon wieder zu viel. Ich komm gerade aus der Kneipe und wollte eigentlich nur mal kurz online gehen. Da sieht man mal wieder was da raus kommt.
Akte X ist aber auch eine verdammte geile Serie. Seit "Six Feet Under" hatte ich nicht mehr so das Bedürfnis, eine Serie sofort wieder von vorne zu Ende zu sehen.Geändert von Pyro 91 (02.06.12 um 02:32:11 Uhr)
- 03.06.12, 20:10:40 #100Registrierter Benutzer
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AW: Akte X
SERIENFINALE TEIL 3
Fortsetzung:
Schon bald kommen dann ein paar schwarze Helicopter an (mit Supersoldaten?) und Mulder & Scully machen sich aus dem Staub, weil diese alles in die Luft jagen.
Auch der Raucher muss zum dritten Mal sein Leben lassen. Dieses Mal scheint er allerdings wirklich tot zu sein, da ihm der ganze Körper zerbombt wurde.
Ziemlich eindeutige Todesszene , denn in den Staffeln zuvor wurde das Schicksal der Bösewichten immer offengelassen.
Mir kam auch der Gedanke, dass der Raucher geplant hatte, Mulder dort hinzulocken, um den Verfolgern zu zeigen, dass er dabei auch mit draufgegangen ist. So bleibt Mulder nichts anderes übrig als auf der Flucht zu sein und der Raucher kann mit der Gewissheit sterben, dass Mulder bis zur Alien-Invasion, kein schönes, entspanntes Leben haben kann und nach einer Lösung sucht.
Besonders feinsinnig ist das Ganze nicht, aber gut, in Staffel 9 sind wir ohnehin schon in einer Bizzaro-Welt angekommen, da bleibt mir nichts mehr übrig als ein Schulterzucken und ein "Who cares?".
Ich muss sagen, dass die letzte Folge was Enthüllungen angeht wirklich ziemlich mau ist. Ich werde dann nochmal auf die Geisterthematik eingehen, was so ziemlich die einzige Neuerung ist.
Ansonsten lernen wir nur wie man Supersoldaten töten kann, was man sich aber bereits in "Trust No. 1" irgendwie zusammenreimen konnte, da wir sehen wie der Schattenmann in den Felsen gezogen wurde und Scully oder Dogett erfahren, dass diese Supersoldaten, einer speziellen Zusammensetzung in ihren Körpern unterliegen, die ihre DNA mit einem eisenartigen Stoff verbindet.
Wir wussten schon in der fünften Staffel, in welchen Jahr die Alien-Invasion stattfinden würde (Patient X/The Red and the black), nur das genaue Datum, sprich Tag und Monat war uns nicht bekannt. Da gerade am 21.12. 2012 der Maya-Kalender zu Ende geht, liegt dieser Tag oder der Tag danach natürlich nahe. Aber gut, vielleicht hat man sich im Jahr 2002 darüber noch nicht allzu viele Gedanken gemacht.
Ich bin an dieser Stelle schon fast froh, dass im Finale so wenig von Bedeutung passiert, damit ich mir bei meinem nächsten Rerun die 9. Staffel gleich sparen kann.
Nun zu den Geistererscheinungen.
Auf jeden Fall scheinen sie Mulder helfen zu wollen, denn er erhält von Mister X den Zettel mit der Adresse von Maria C. und Krycheck hält ihm die Aufzugtür aus. Ich frage mich nur warum es nicht Deep Throat war oder meinetwegen Mulders Vater.
Auf jeden Fall kann Krycheck Mulder jetzt nach seinem Tod helfen, da er ohnehin dass selbe Ziel wie er hatte, es aber nur auf suspekte Art verfolgt hat.
Es scheint so, als ob Mulder nun nicht nur an paranormale Phänomene glaubt, sondern durchaus auch offen für religiöse Ansichten ist.
Da David Duchovny nur für die letzte Folge zur Verfügung stand, kommt dieser Wandel natürlich total willkürlich, da diese Entwicklung komplett Offscreen stattfinden musste. Falls jemand eine Fanfic mit dem Titel "Akte X - Das verlorene 9. Jahr des Fox Mulders " zur Verfügung hat, dann wär ich dafür sehr dankbar.
Zu diesem Zeitpunkt wissen wir nur, dass er offenbar mit Gibson in seinem Trailer rumgehangen ist und irgendwie an das Kennwort für das Innere der Militärbasis gekommen ist. Ziemlich magere Ausbeute. Dafür Scully und sein Kind allein zu lassen, ist schon ziemlich egoistisch und das Endergebnis rechtfertigt wohl kaum den hohen Einsatz. Ich hab die ganze Staffel nur darauf gewartet, dass Scully wieder entführt wird, damit sie Mulder mit ihrem Tod drohen können, um an ihm heranzukommen. Aber das wurde einfach übergangen.
Es macht einfach gar keinen Sinn und ich denke das war Chris Carter & Co. auch bewusst. Gillian Anderson steckte leider in ihrem Vertrag fest und musste bei einer neunten Staffel dabei sein. Egal ob mit Duchovny oder nicht.
Die einzige Chance für eine Fortsetzung der Serie hätte ich gesehen, wenn man Mulder, Scully und das Kind verabschiedet hätte und mit ihnen die Mythologie, die beide so lange angetrieben hat.
Dann hätte man mit Doggett und Reyes eine komplett neue Mythologie starten können, etwas Neues was viel besser zu beiden passen würde. In der neunten Staffel fühlt es sich nämlich so an, als müsste ein Familieunternehmen fremden Leute die Leitung übergeben, die persönlich wenig Interesse am Fortbestehen des Geschäfts haben und die Sache ohne oder mit wenig Herzblut angehen.
Die Mythologie war an diesem Punkt einfach zu komplex und viel zu persönlich für Mulder, Scully und William, so dass sich die "Neuen" gar nicht richtig einfügen konnten.
Auffällig an der letzten Szene im Hotel ist, dass sie genauso "gestagt" ist, wie in der allerersten Folgen (Scully im Bett, Mulder sitzt auf dem Boden und lehnt daran).
Mulder und Scully wieder zusammen zu sehen, hat natürlich das Herz wieder höher schlagen lassen, aber es fühlt sich einfach so bemüht und fremd an. Mulders Absenz hat so ein Loch in die Handlung gerissen und nun kommt er zurück, verschlossen wie eh und je und erzählt Scully, dass er ihr die Wahrheit nicht erzählen wollte, da er Angst hatte sie würde es nicht verkraften.
Ähm, Junge, die Frau ist schon mal von der Regierung entführt worden, was in vielen schmerzhaften Tests resultierte, sie hat bereits zwei Kinder verloren, gegen Krebs angekämpft und musste die stressigste Schwangerschaft aller Zeiten überstehen. Ich denke nicht, dass es ihr besonders hilft, wenn du ihr das Datum nicht verrätst.
Das wirkt für mich so, als ob man sich diese Enthüllung nur für die letzte Szene sparen wollte, damit beide sich versichern können nicht aufzugeben.
Das einzige was Mulder erreichte, war Scully für das Paranormale zu öffnen und ihren Horizont zu erweitern. Die letzte Szene zwischen den beiden funktioniert dennoch so gut, weil wir hier zwei Menschen haben, die trotz der Gefahren, die ihnen gegenüber stehen, zusammenhalten werden und weiterkämpfen und sich gegenseitig Hoffnung spenden.
Im Prinzip ist es wie am Ende der 8. Staffel, nur das hier Mulder & Scullys Leben in größerer Gefahr schwebt.
Es fällt mir nur schwer den Sinn hinter dem Ganzen zu erkennnen. Okay, Mulder weiß das Invasionsdatum und aufgrund der Prophezeiung wollen ihm einige an den Kragen, aber warum wurde er dann nicht schon vorher angegriffen? Wenn die Supersoldaten eine so weitreichende Überwachung haben wie wir in "Trust No. 1" gesehen haben, dann sollte es ein leichtes sein, die beiden aufzuspüren.
Dessen ungeachtet, fühlt es sich einfach antiklimatisch an, dass nach all dem Jahren in denen Mulder & Scully in Gefahr waren, dass Ganze jetzt auf eine Prophezeiung hinausläuft, deren Ursprung nicht wirklich geklärt ist.
Es stellt sich natürlich außerdem die Frage, in weit dieser Gerichtsprozess überhaupt gültig war und wie weit der Einfluss der Supersoldaten geht, um Mulder schnappen zu können. Schließlich müssen sie nur sein Versteck finden und er hat keine Chance mehr. Oder will Mulder mit Scully in der Nähe des damaligen Anasazi-Gebietes bleiben, wo sie sicher sind?
Nachdem ich das Finale ein zweites Mal gesehen hatte, war ich einfach erstaunt, wie wenig Bedeutung die 9. Staffel doch letztendlich hatte.
Nun ist Mulder zurück und mit Scully auf der Flucht und an der Ausgangssiuation hat sich nicht viel geändert. Das lässt die Tatsache, dass Scully ihr Kind weggeben hat, nur noch alberner erscheinen, da es a) auf der Farm nicht sicher ist und b) einfach vergessen wird, obwohl es so einen großen Storyanteil in Season 8 & 9 und in der Rolle der Alien-Invasion hat/te.
Als wollte man William nur aus dem Weg haben, damit man noch weitere Kinofilme drehen kann, in denen ein Kind, Mulder und Scully natürlich nur im Weg sein würde.
Es bleibt einfach ein Gefühl der Unvollständigkeit und Planlosigkeit zurück.
In der nächsten Woche werde ich nochmal einen Rückblick über die komplette 9. Staffel schreiben. Ich werde fair sein und natürlich auch die guten Sachen - auch wenn es davon wenig gibt - hervorheben.
Insgesamt fällt es mir immer schwerer Sinn, aus dem Ganzen zu machen, was nichtmal an der komplexen Mythologie liegt, sondern eher an fehlenden Charaktermotivationen und eigenartigen Plotentwicklungen.
Stay tuned!
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