Cinefacts

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  1. #21
    Der Verbannte
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von OAB Beitrag anzeigen
    Der Podcast bezieht sich zwar in erster Linie auf Anime aber wir in Deutschland haben ja ein generelles Problem mit "gezeichnetem"
    Das ist leider eine "Altlast". Dazu ein Zitat aus einem Spiegel Online-Artikel von 2005:

    Zitat Zitat von Spiegel.de
    Deutschland, das Land der Dichter und Denker - aber nicht das Land der Seher?

    Bekannte Comics wie "Tim & Struppi" in Belgien oder Will Eisners "The Spirit" in den USA stehen für diesen Wandel [vom simplen Unterhaltungs- zu einem erzählerischen Medium]. Im 3. Reich dagegen waren Comics geächtet - "und unter dieser Ächtung leiden wir bis heute", so Knigge. "Es ist einfach ein verkrampfter Umgang mit Bildkultur." Weil Comicdeutschland nie erwachsen wurde, verkaufen sich hierzulande vor allem Funny- und Kindercomics wie die "Micky Maus" sehr gut. Aber kaum etwas abseits davon.

    [...]

    Kein Vergleich mit Frankreich. Im Nachbarland zählen Comiczeichner zu geachteten Vertretern des Kulturbetriebes - in Deutschland ist das undenkbar.
    http://www.spiegel.de/kultur/literat...382720,00.html
    Geändert von djdger (23.06.10 um 21:44:20 Uhr)

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  3. #22
    OAB
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Das mit "auch etwas selber Werbung machen" der Fans im Podcast hört sich natürlich (auf dem Papier) sehr gut an aber ich habe das 10 Jahre lang gemacht und bin am Ende doch ganz böse auf die Schnauze gefallen...

    Ich hatte es ja sogar geschafft das die Mangaszene in einer ihrer Aussgaben darüber berichtete...

    Weshalb sollte ich nun also noch einen einzigen Finger krumm machen in/für Deutschland ? Zumal die Anime die ich haben möchte sowiso nicht (mehr) bei uns erscheinen werden...

  4. #23
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    @ FlyingBock
    zu dem Foreneintrag im zelda-forum

    Das wundert inzwischen kaum noch, da die AnimaniA, A.C.O.G. & OVA-Films alle zur selben Firmengruppe gehören.
    Wer jetzt nicht erkennen will, was die ganzen illegalen Downloads und Streams in der deutschen und internationalen Anime-Branche angerichtet haben, dem ist nun ernsthaft ins Hirn geschissen.
    1. Hier sieht man nur, das nicht nur Animes betroffen sind, sondern der komplette Medienmarkt. Hätte sich die AnimaniA gut verkauft wäre sie nicht untergegangen, sondern von einem anderen Verlag weitergeführt worden. Besonders der Zeitungs-und Magazinmarkt leiden unter dem Kundenschwund und da kann man nicht einfach so die "Raubkopierer" hernehmen, nein, da hat man das Internet als allgemeinen Feind erkannt, war und ist aber bis heute nicht in der Lage mal ordentliche Internetauftritte zu schaffen.
    2. War die AnimaniA teilweise völlig am Kunden vorbei konzipiert worden.
    Der Preis lang (wenn ich mich nicht irre) bei ~9Euro. Andere Mags waren/sind in Vollfarbe und die AnimaniA war gröstenteils immernoch in s/w.
    Welches Kind kann sich Magazine für ~9Euro/Stk leisten und warum sollte man sich ein Heft in s/w kaufen wenn der Konkurrent in vollfarbe produziert?

  5. #24
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Huh? Die AnimaniA ist doch in vollfarbe? Die einzigen Seiten die einen größeren SW-Anteil haben sind der Mangabereich. Und noch eine kleine Anmerkung: die AnimaniA wird von einem anderen Unternehmen weitergeführt ;D

    Aktuell kostet die Ausgabe mit DVD 7,80€
    Geändert von mi-Ka (24.06.10 um 01:27:03 Uhr)

  6. #25
    Studio-Ghibli-Jünger
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von mi-Ka Beitrag anzeigen
    Huh? Die AnimaniA ist doch in vollfarbe? Die einzigen Seiten die einen größeren SW-Anteil haben sind der Mangabereich. Und noch eine kleine Anmerkung: die AnimaniA wird von einem anderen Unternehmen weitergeführt ;D

    Aktuell kostet die Ausgabe mit DVD 7,80€
    Die AnimaniA konnteste nach der grossen "Umstellung" der Redaktion damals in die Tonne treten. Das war / ist nix weiter als ein Werbeblättchen für die deutschen Veröffentlichungen geworden mit bisserl anderen Kram dazwischen.

    Als ich die noch regelmässig gekauft habe wurden da Importe aus Japan, USA, UK, die deutschen Sachen, Hentais, Import-CDs, Sammelbausätze und Co. besprochen. Und auch ansprechend geschrieben. Da war sie noch jeden Cent wert. Heute? Dafür 8 Euro???

  7. #26
    Mr Riös
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Ich lese die AnimaniA nicht mehr, finde es aber erschreckend, dass selbst das mainstreamigste unter den Anime-/Manga-Magazinen knapp an der Einstellung vorbeigeschrammt ist und statt bei Weird Visions Media nun bei einem neuen Verlag untergekommen ist.

    Viel viel mehr tut es mir um die MangasZene und das Duo Lars Erbstößer & Steffi Holzer leid, die im Jahr 2007 durch den Zusammenbruch ihres eigenen kleinen Verlags herbe geschäftliche wie auch private finanzielle Verluste hinnehmen mussten, da es sich um eine GbR handelte. -> Stellungnahme zur Insolvenz
    Geändert von FlyingBock (24.06.10 um 09:22:03 Uhr)

  8. #27
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von FlyingBock Beitrag anzeigen
    Ich lese die AnimaniA nicht mehr, finde es aber erschreckend, dass selbst das mainstreamigste unter den Anime-/Manga-Magazinen knapp an der Einstellung vorbeigeschrammt ist und statt bei Weird Visions Media nun bei einem neuen Verlag untergekommen ist.
    Woher willst du das wissen? Nur weil der alte Betreiber insolvenz angemeldet hat?
    Meine Quelle hat was Anderes erzählt, und die ist ein Redakteur der Animania gewesen. Den genauen Wortlaut meines Gespräches werde ich nicht öffentlich machen, denn das ist vertraulich. Mir ist nämlich bei einer gewissen Zeitschrift aufgefallen, dass der Text nicht von dem Redakteur stammte, der dort abgebildet wurde und hatte auf der LBM nachgefragt.

    Und zur Mangaszene: Kenne die Mangaszene nicht, aber nur mit Qualität und Berichten aus dem Hardcore-Bereich machen noch lange keine Kasse. Ich finde einiges von der Animania auch nicht toll, aber es ist redaktionelle Freiheit, seine eigene Meinung muss man selber bilden, wie die BILD damit wirbt, wobei die selber ja auch nur eine Schlagzeile nach der anderen bringt, um viele Käufer zu finden.

    Generell fehlt es sowohl dem Anime-Genre als auch den Cartoons und Zeichentrickbereich abseits Disney und wenigen anderen Titeln an Werbung. Wenn ich immer Bekannte von mir höre.....
    Die sind schon unzufrieden, wenn in der ersten Folge nichts explodiert, Leute sterben usw. Niemand will sich da mal ernsthaft die Zeit nehmen sich in die Serie reinzudenken, wenn er nicht mit dem Vorschlaghammer reingeprügelt wird.
    Da ist es ja auch kein Wunder, dass die TV-Landschaft so ist, wie sie ist. Und die sogenannten Fans bombardieren dann mal die Zuschauerredaktionen der Sender, wenn mal ne Serie im TV kommt und denen die Sprecher nicht passen. Sie könnten ja Recht haben, aber die Art und Weise der Kritik steht in keinerlei Relation.
    Ich frage mich da auch schon seit Mitte Oktober, als ich meinen Versuch eingestellt habe, nen eigenes Projekt auf die Beine zu stellen, um mal Anime besser vorzustellen. Für wen sollte ich sowas machen? Für irgendwelche Nörgler und Leute, die noch im Kindergartenalter sind? Dafür ist mir die Zeit zu schade, ganz zu schweigen davon, dass man sowas fast nicht mehr alleine machen kann. Andere sind begeistert, die Arbeit macht dann nur einer.

    Ich bin jetzt nicht so enttäuscht wie OAB, aber wenn selbst die Labels anfangen, die Käuferschicht zu vergraulen und auf Leute hören, die eh nur importieren. Was sagt der Podcast nochmal zum Thema auf die Fans hören und einbeziehen? Da kann ich mich auch am WE aufs Sofa legen in Ruhe Fernseh gucken oder auf der PS3 daddeln.

    Und mal ehrlich: Nach Blu-Rays schreien, wenn sich die Blu-Rays momentan höchstens bei Real-Filmen rentieren und die Absatzzahlen von Serien nicht mal im vierstelligen Bereich liegen, denke ich immer. Leute lasst die Drogen weg und kommt mal wieder in die Realität. Die Labels sollten die neuen Entwicklungen untersuchen, aber auf Gedeih und Verderb umsetzen? Da sollten einige mal wieder aus ihrer quietschbunten Otakuwelt rauskrabbeln.
    Geändert von pewiha (24.06.10 um 10:10:33 Uhr)

  9. #28
    Mr Riös
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von pewiha Beitrag anzeigen
    Woher willst du das wissen? Nur weil der alte Betreiber insolvenz angemeldet hat?
    Im Wikipedia-Artikel finden sich Angaben zu den rückläufigen Verkaufszahlen.

    Und zur Mangaszene: Kenne die Mangaszene nicht, aber nur mit Qualität und Berichten aus dem Hardcore-Bereich machen noch lange keine Kasse.
    Hinter der MangasZene steckten die alten AnimaniA-Redakteure aus der Zeit von 1994 - 2000. Falls du mal die Gelegenheit hast, in einer alten MangasZene zu blättern, nutze sie ^^ du wirst es nicht bereuen.
    Geändert von FlyingBock (24.06.10 um 12:51:53 Uhr)

  10. #29
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von OAB Beitrag anzeigen
    Das mit "auch etwas selber Werbung machen" der Fans im Podcast hört sich natürlich (auf dem Papier) sehr gut an aber ich habe das 10 Jahre lang gemacht und bin am Ende doch ganz böse auf die Schnauze gefallen...
    Das Problem ist sicherlich, dass man ein dickes Fell haben muss.

    Auf der anderen Seite:
    Im Free-TV läuft - wie im Podcast erwähnt - so gut wie keine Anime (höchstens jene, welche die Vorurteile eher bestätigen / btw. auch bei westlichen Animationstitel für älteres Publikum).

    Wie gesagt, braucht es hier ein dickes Fell (und eine gewisse Gleichgültigkeit, was andere darüber denken könnten).
    Hinzu kommt natürlich auch, dass man nicht bei jeder Person Anime vorstellen kann. Hier sollte man sich Leute aussuchen, welche offen genug sind, auch Anime-Titel - möglichst vorurteilsfrei - anzunehmen. Ich würde auch nicht einen anspruchsvollen Anime jemanden zeigen, welche - wie pewiha berschrieb - sich nur für "reine Action" (Explosionen, etc.) interessieren. Solche Leute gibt es (weshalb - wie erwähnt - das TV-Programm nicht sehr anspruchsvoll ist), aber es gibt auch andere Personen, denen man eher einen Anime zeigen kann.
    Zudem würde ich jedem abraten, gleich "den Otaku herauszuhängen". Wenn man jemanden Anime vorstellen will, sollte dieser nicht glauben, dass dies eine Untergrundszene ist. Ich persönlich setze Anime mit Real-Produktionen (Movies und Serien) gleich; mit dem Unterschied, dass statt überbezahlte Schauspieler unterbezahlte Zeichner tätig waren.
    Weiter ist nicht jeder Titel für den "First Contact" an Anime geeignet. Pro7 zeigte vor Jahren einmal "Akira". Der Movie besitzt natürlich unter den Anime-Fans eine sehr hohe Reputation. Aber als "Neuling" ist dieser Movie einfach nicht geeignet. Anime deckt jedoch so etwa alle Genres ab und auch nicht bei jedem Titel scheint man einen Doktor-Titel besitzen zu müssen. Man darf aber nicht seinen persönlichen Lieblingsanime einem Neuling vorstellen, sondern einen Titel, dessen Genre/Story dem Neuling gefallen könnte (wie gesagt: bei jener Gruppe bei pewiha, welche nur auf Explosionen, etc. aus sind, wird es wohl kaum einen wirklich geeigneten Anime geben; da lässt man es besser).


    Wenn man aber nichts tut (und wie erwähnt kann man vom TV nichts erwarten), darf man sich aber nicht wundern, wenn sich der Anime-Markt in DACH nicht bessert. Man kann wie erwähnt, jeweils den Labels die Schuld geben, dass die Qualität nicht gut genug sein. Aber da macht man sich zu einfach.

    Ähnlich ist es bei jenen Leuten, welche Fansubs, DVD-Rips, etc. als kostenloser DVD-Ersatz nutzen und dann nicht verwundert sein dürfen, dass die Qualität der Anime-Titel abnimmt (bzw. die Anzahl produzierte Titel oder dass nur noch gewisse Genres produziert werden). OK, dort finde ich es sogar sehr unverschämt, wenn diese Leute dann noch Kritik üben, obwohl sie nicht bereit sind, dafür zu zahlen.

    Bereits im Podcast war es mir wichtig, dass man nicht einfach von anderen Personen (deutsche Labels, jap. Studios, etc.) Forderungen stellt, sondern auch sich an die Nase nimmt.
    Ich zwinge niemanden, dass er jetzt in breiter Masse Werbung für Anime macht. Wenn man jedoch jemanden kennt, der dies wohl mögen könnte, wäre es nicht unklug, diese Chance für eine breitere Bekanntheit von Anime zu nutzen.
    Hinzu kommt, dass der Umgang mit den technischen Mitteln besser wird. Fansubs, etc. lassen sich wie erwähnt genauso wenig verbieten, wie die Grünen das Auto (als CO2-Schleuder) verbieten könnten. Aber wichtig ist bei beidem der Umgang damit. Fansubs können einen Anime-Titel sehr rasch bekannt machen (hierfür können wir ja nicht aufs Free-TV hoffen). Aber die Nutzung sollte nicht in einem Ausmass sein, dass sie für den Markt schädlich wird ("kostenloser DVD-Ersatz").


    Noch zum Schluss:
    Mit "Anime" - gerade was die Akzeptanz in der Bevölkerung angeht - ist in diesem Beitrag auch zu einem Teil "westlich Gezeichnetes" gemeint. Die Zielgruppe beim Podcast ist jedoch hauptsächlich Anime-Fans, weshalb "westliche Titel" kaum behandelt wurde.
    Mir ist natürlich bewusst, dass hier im Forum auch einige User sind, welche viele Details über den Anime-Markt bereits kennen und die technischen Möglichkeiten (Fansubs) auch vernünfigt nutzen. Jedoch sind diese wohl nicht direkt die Zielgruppe des Podcast (aber vielleicht ist dieser auch so noch interessant, auch wenn sie kaum bis nichts Neues darüber hören).

  11. #30
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von OAB Beitrag anzeigen
    Das mit "auch etwas selber Werbung machen" der Fans im Podcast hört sich natürlich (auf dem Papier) sehr gut an aber ich habe das 10 Jahre lang gemacht und bin am Ende doch ganz böse auf die Schnauze gefallen...
    Darf man fragen was da war?

    Zitat Zitat von mi-Ka Beitrag anzeigen
    Huh? Die AnimaniA ist doch in vollfarbe? Die einzigen Seiten die einen größeren SW-Anteil haben sind der Mangabereich. Und noch eine kleine Anmerkung: die AnimaniA wird von einem anderen Unternehmen weitergeführt ;D

    Aktuell kostet die Ausgabe mit DVD 7,80€
    Na dann hat sie ja "jetzt" nen anderen Verlag gefunden und wird weiterleben.
    Der Preis ist im vergleich zu anderen Magazinen aber extrem hoch.

    Zitat Zitat von FlyingBock Beitrag anzeigen
    Viel viel mehr tut es mir um die MangasZene und das Duo Lars Erbstößer & Steffi Holzer leid, die im Jahr 2007 durch den Zusammenbruch ihres eigenen kleinen Verlags herbe geschäftliche wie auch private finanzielle Verluste hinnehmen mussten, da es sich um eine GbR handelte.
    Sorry, aber wenn man nicht die Richtige Unternehmensform wählt ist man eben voll haftbar.


    Das "Internetproblem" (ich sehe das Internet zB nicht als Problem an) ist zB einfach hausgemacht. Man hat sich jahrelang nicht darum bemüht den eigenen Markt auch dorthin auszuweiten. Hier in D. gibts sogut wie nichts wo man sich legal Anime anschauen und bei bedarf zB auch für die Handgeräte (Handy, Pod, PSP ect) herunterladen könnte. Ich frage warum? Klar werden einige das als Steilvorlage nutzen, aber evtl werden auch ganz neue Kunden damit gewonnen. Bei der großen Apfelfirma gehts doch auch irgendwie. Genauso sieht es mit dem Manga-Markt aus. In Zeiten des iPads sollten die Verlage ihre Werke auch digital anbieten. Guckt euch mal die Lösung von Marvel an, top kann man da nur sagen.
    Geändert von TV-Junky (24.06.10 um 13:54:29 Uhr)

  12. #31
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Kaze bietet mit Anime on Demand einen Download-Service. Gut, der ist umstritten.
    Einige Serien kann man auch legal als Stream gucken (Von Anime House z.B. Saber Rider und Voltron).

    Das ist alles eine Frage der Lizenzen. Du brauchst für jeden Mist eine Lizenz. Alles extra. Egal ob DVD-Verkauf, CD, Download, Streaming, Kino, TV-Ausstrahlung, Verleih. Alles muss extra verhandelt und vor allem bezahlt werden. Da die Japaner sowieso ein Rad ab haben, was Lizenzkosten angeht (jedenfalls für so einen winzigen Markt wie DACH), schreckt das die (vergleichsweise kleinen) Labels ab.

    Was iTunes angeht, die wollen meist nur mit den "Großen" zusammenarbeiten. Darüber Medien zum DL anzubieten ist nicht leicht (Apps ausgeschlossen).

  13. #32
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Dann müssen sich eben die Kleinen zusammenschließen und ein gemeinsames Projekt starten.

  14. #33
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von TV-Junky Beitrag anzeigen
    Dann müssen sich eben die Kleinen zusammenschließen und ein gemeinsames Projekt starten.
    Was natürlich schon einmal nicht sehr einfach ist, wenn diese Labels eigentlich auch Konkurrenten sind.

    Zudem ist der Erfolg ja deswegen nicht leichter. Es wird ja nur alles geteilt; nicht nur die Kosten, sondern auch die Einnahmen.

    Wenn also eine Lizenz für Online-Angebote 60'000 Euro kostet (absolut fiktiver Betrag), aber die Einnahmen bei 45'000 Euro liegen, macht ein Label 15'000 Euro Verlust.
    Wenn sich jetzt 3 Labels zusammentun, zahlen sie für die Lizenz zwar jeweils nur noch 20'000 Euro, aber die bekommen dann auch nur jeweils 15'000 Euro; der Verlust ist zwar "nur" noch bei 5'000 Euro, aber eigentlich will man ja einen Gewinn (oder zumindest eine schwarze Null) hinbekommen...

    Nein, der deutsche Anime-Markt ist derzeit zu klein. Ein Vergleich mit Marvel - sicherlich bekannter und auch ein grösserer Markt - ist deshalb nicht sehr sinnvoll. Schlussendlich braucht es einfach genug Leute, welche bereit sind, für das Angebot etwas zu bezahlen und dies ist in den USA/bei Marvel-Titeln/etc. der Fall, aber nicht bei Anime in Deutschland.

  15. #34
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von TV-Junky Beitrag anzeigen
    Darf man fragen was da war?
    Ich hatte ca die letzten 10 Jahre versucht den Deutschen die Werke von Tsukasa Hojo (sowohl Manga als auch Anime) näher zu bringen...

    Dann 2009 Liz. Kaze (Anime-Virtual) die 6 CH Filme (ich war dabei sogar im Gespräch die jeweilgen Booklets für die DVDs zu schreiben) was für mich natürlich nach all den Jahren die Chance war in Deutschland nun endlich etwas zu erreichen... bis mir Kaze mitteilte das die Verkaufszahlen so enttäuschend waren das nichts weiter mehr Liz. wird.

  16. #35
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Aber da können weder du noch Kazè nichts. Immerhin hast du es erreicht, dass die Filme auf DVD hier raus sind. Das würde ich als Erfolg werten. Das ne Serie mit weit über 100 Folgen hier nicht auf DVD erscheinen kann, ist nicht deine Schuld. Man kann halt nichts dagegenmachen, wenn die Leute sich das eben nur downloaden. Zudem wird es hier mit Sicherheit auch nicht so schnell, wenn überhaupt One Piece geben. Die Serie dürfte v.a. bei den jüngeren bedeutend mehr Anhänger haben als City Hunter. Da ist aber die Frage: Würden die das überhaupt kaufen?

    Mehr als Werbung kann man nicht machen, egal wie gern man den Titel gerne hätte. Dass die Lage auch wirtschaftlich schlechter wurde. Du hast dir das ehrlich gesagt, auch immer etwas zu nah gehen lassen. Das ist nicht böse gemeint, mir geht es ja ähnlich, dass ich total enttäuscht bin, wenn ich so viel Arbeit und Zeit in etwas stecke und niemand registriert was.
    Ich finde es ja auch schade, dass kaum noch qualitativ gute Titel hier ne Chance haben. Nur mehr als das Kaufen, was mich hier interessiert, kann ich auch nicht.

  17. #36
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von pewiha Beitrag anzeigen
    Aber da können weder du noch Kazè nichts. Immerhin hast du es erreicht, dass die Filme auf DVD hier raus sind. Das würde ich als Erfolg werten.
    Kann hier pewiha nur zustimmen - du solltest nicht den Fehler darin sehen das es die Serie nicht in Deutschland auf DVD gibt, sondern eher das du die Filme, Specials & OVAs zu uns gebracht hast!
    Ergo bis du nicht auf die Schauze gefallen sonder hast etwas erreicht was nicht vielen gelingt!


  18. #37
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von Hyperion Beitrag anzeigen
    Zudem ist der Erfolg ja deswegen nicht leichter. Es wird ja nur alles geteilt; nicht nur die Kosten, sondern auch die Einnahmen.
    Klar, aber wie du schon selbst sagst, werden eben auch die Investitionen für jeden geringer. Und eine Kooperation kann auch nur der erste Startschuss für weiter Projekte sein. Man sollte sowas als Investition in die Zukunft durchaus in Betracht ziehen und nicht immer alles gleich verteufeln. Evtl würde auch erstmal ne Interessensgemeinschaft reichen.
    Klar, die jap. Lizenzen sind teuer, aber es kann ja nun nicht sein das jeder Anbieter in Japan so abnormale Forderungen stellt. Ansonsten gibts ja noch andere Länder die auch wirklich gute Animes auf Lager haben. ZB scheint China momentan gut im kommen zu sein.
    Man kann nat. weiterhin jammernd in der Ecke hocken wie der Rest der Filmindustrie, die z.Z. mal wieder kräftig rumstänkern und Netzsperren fürs Internet fordern, aber nichts an ihren Vertriebswegen ändern wollen.

  19. #38
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von TV-Junky Beitrag anzeigen
    Man kann nat. weiterhin jammernd in der Ecke hocken wie der Rest der Filmindustrie, die z.Z. mal wieder kräftig rumstänkern und Netzsperren fürs Internet fordern, aber nichts an ihren Vertriebswegen ändern wollen.
    Nur sind die deutschen Anime-Labels leider Zwerge im Vergleich zur Filmindustrie und der deutsche Markt ein einziger Teufelskreis, der durch das Internet verschärft wurde. In dieser Hinsicht war der Podcast ernüchternd. Man kann froh sein, dass hier überhaupt noch etwas veröffentlicht wird.

  20. #39
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Also ganz ehrlich, bei dem im Podcast gebrachten Vergleich zwischen einem Fiat und einem Ferrari zur Begründung des Preisunterschiedes von Lost und Anime hat es mich fast lang hingelegt.

    Sorry aber die Anime Serien sind im Regelfall wie normale Serien längst refinanziert. Was nicht refinanziert ist sind die Lizenzgebühren des deutschen Publishers. Wir haben hier in Deutschland nun einmal einen Nischenmarkt, die Publisher legen für Lizenzen trotzdem anscheinend viel auf den Tisch, hier gibt es also nicht nur ein Einnahmen sondern auch ein Ausgabenproblem wenn man für die Lizenz dann nur dreistellige Verkaufszahlen erreicht...

    Mal völlig abgesehen von den Problemen durch Downloads und Streaming scheinen sich einige Fans darüber zu definieren, wie viel Geld sie für ihr Hobby ausgeben, während anderen die Preise eben meist schlicht zu teuer sind. 6 oder 7 Volumens für je 20€ sind mir schlicht zu teurer - um mal bei dem Lost Vergleich zu bleiben ist so eine Serie im Umfang eigentlich nichts anderes als eine normale Serienstaffel kostet aber dann 120-140€. Natürlich mag Anime ein Luxusgut sein, aber muss man es dann gleich so übertreiben? Ich muss nicht verstehen warum bei Guardian of the Spirit die Vol. 2 - 6 eigentlich je knapp 20€ kosten uns Vol. 1 etwa 5€ und hier ca 125€ haben und sich im Gegenzug dann die "neue" Komplettbox bei knapp 40€ Marktpreis einpegelt. Ich gebe nicht mehr als 50€ für eine Serie aus. Meist klappt das irgendwann oder der Publisher sieht kein Geld von mir und ich verzichte eben drauf...

    Ich bin vor ein paar Tagen aus England zurückgekommen und hatte das günstig Ghost in the Shell 2.0, SAC Solid State Society und Origins als Blu-Ray in der Hand - ich habe sie liegen gelassen in der Hoffnung, dass ein Deutscher Publisher mal in die puschen kommt und ich das Geld hier lassen kann. Wenn der Markt so am Boden liegt, dass sich nicht mal ein großer wie Universum an einen Klassiker wie Ghost in the Shell (2.0) traut?

  21. #40
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    AW: Podcast: "Der deutsche Anime-Markt in der Krise"

    Zitat Zitat von Traumtaenzer Beitrag anzeigen
    Ich muss nicht verstehen warum bei Guardian of the Spirit die Vol. 2 - 6 eigentlich je knapp 20€ kosten uns Vol. 1 etwa 5€ und hier ca 125€ haben und sich im Gegenzug dann die "neue" Komplettbox bei knapp 40€ Marktpreis einpegelt. Ich gebe nicht mehr als 50€ für eine Serie aus. Meist klappt das irgendwann oder der Publisher sieht kein Geld von mir und ich verzichte eben drauf...
    Was gibt es da nicht zu verstehen?

    1. Vol.1 ist so günstig weil nur die erste Episode zum Reinschnuppern enthalten ist - ebenso der Fall bei Devil May Cry, Canaan...

    2. Sobald die Einzel-VÖs die Kosten eingespielt haben, ist es möglich Komplettboxen zu einem günstigeren Preis anzubieten - Anime Virtual, ADV, Panini Video halten/hielten dies z.B. so. Bei Guardian Spirit hat es gut 1 1/2 Jahre von der VÖ des letzten Volumes bis zur Komplettbox gedauert
    Geändert von Yackmouth (24.06.10 um 20:10:28 Uhr)

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