Ergebnis 221 bis 240 von 310
- 27.03.12, 10:26:36 #221Voll Woola!
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Na, überall.
80 Millionen sind für ein Projekt dieser Größenordnung, und dazu noch hinsichtlich der SF-Thematik mit jeder Menge Ausstattung, unterschiedlichsten Sets, Kostümen, Effekten und vielen Statisten heutzutage nicht mehr besonders viel. Siehe die richtig großen Dinger mit 250 Millionen (was nebenbei bemerkt auch viel zu viel ist - ein Film sollte maximal 150 kosten) Alles kostet Geld. Einfach jeder Scheiß. Selbstverständlich bekommt man auch für kleines Geld einen guten und handwerklich vernünftigen Film hin, der ist dann aber viel kleiner inszeniert (weniger Schauspieler, weniger Sets, alles weniger eigentlich) und arbeitet mit verschiedensten Tricks und Kniffen um das fehlende Geld zu übertynchen. Aber so gut wie immer bemerkt man, wo das Geld fehlt, da kann man noch so tarnen, wie man will.
Im Falle von den Tributen gibt es einige starke Defizite im VFX-Design, denn dafür war eben nach dem ganzen Kram nicht mehr soviel da. Das Kapitol beispielsweise sieht zwar noch ok aus, aber irgendwie technisch doch etwas altbacken. Und so weiter.
@TIM BINFORD: Danke, freut mich, daß das Review Anklang findet.
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- 27.03.12, 12:22:27 #222Registrierter Benutzer
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Toller Film, der leider durch seine Wackelkamera vieles kaputt macht. OK, bei den Abschlacht-Szenen finde ich das noch OK. Aber gerade zu Beginn ist das IMHO das falsche Stilmittel.
- 27.03.12, 19:03:05 #223Registrierter Benutzer
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Hab ihn heute Nachmittag gesehen und schwanke zwischen "enttäuschend" und "ganz ok". Nur zur Info, die Buchvorlage kenne ich nicht.
Als ich den Kinosaal verlassen hatte, stellte sich mir als erstes die Frage, was ich von den letzten 2 1/2 Stunden Kino eigentlich mitgenommen habe. Die Antwort: Nicht viel.
Dabei war der Auftakt äußerst fulminant. Die Auswahl der Tribute, das "Opfer" von Katniss für ihre Schwester und die anschließende Verabschiedung waren sehr real und mitreißend inszeniert. Auch die Ankuft in der großen Stadt war durch die bunten Charakter und die Kulisse sehr ansprechend und einprägend.
Danach beginnt schon der Leerlauf für mich. Bis es zu den eigentlichen Hunger-Spielen kommt vergeht einiges an Zeit und die Liveauftritt von Katniss und Peeta wohlen anscheinend satirisch auf die Mediengeilheit der Menschen und auf den Kick am Spektakel anspielen. Diesen Bezug zu unserer Realität wird kurz angeschnitten, hat aber nicht wirklich einen Platz in der Geschichte.
Die Dringlichkeit der Hungerspiele ist mir auch nicht ganz klar. Wieso bildet nicht jedes District zwei Freiwillige aus, die dann an den Spielen teilnehmen? Warum lassen sich die Distrikte diesen Umgang eigentlich gefallen? Da die Teilnehmer per Zufallslosung ausgewählt werden, scheint jeder der nächste sein zu können. Also besteht auch kein Unterschied zwischen Reichen und Armen innerhalb der Districte, richtig?
Dies Zeit vor den Hungerspielen hätte man lieber in folgende Charaktere investieren sollen: Katniss, Peeta, das kleine schwarzen Mädchen und den Macho-Typen, der anscheinend nur aufs Töten aus ist (sry, die Namen sind mir entfallen).
Die Hautfigur Katniss würde ohne die großartige Jennifer Lawrence auch gnadenlos absaufen, da wir nicht viel von ihr erfahren, außer dass sie gut Bogen schießen kann und sozial eher unbeholfen ist.
Peetas Backstory mit zerrütteten Mutter-Kind-Verhältnis wird angedeutet, aber auch von ihm erfährt man nicht wie er denkt und was ihn anspornt.
Auch die Rolle von Kravitz` Charakter ist mir nicht wirklich klar. Zur Vereinfachung hätte man diese Figur mit der von Woody Harrelson kombinieren sollen, denn beide scheinen dazu da zu sein um Katniss zu ermutigen und sie anzuspornen. Eine bedeutendere Rolle wird ihnen nicht zugesprochen.
Die Rolle des alten Freunds von Katniss im District 12 hätte man aus dem weiteren Filmverlauf streichen sollen. Vor allem wenn er immer wieder eingeblendet wird und die Leinwand anstarrt, hatte man das Gefühl es fehlt ein Haufen Backstory zwischen den beiden.
Da Peeta als Love-Interest da ist, stört Katniss alter Freund nur, da es keine besonders starke emotionlale Bildung zwischen ihm und Katniss gegeben hat und wir nur erahnen können was er fühlt.
Es gibt aber auch Postives zu berichten. Die Grundidee, Kinder gegeneinander antreten zu lassen ist interessant sowie morbide und die stärksten Momente sind für mich die, in der Kinder aufeinander losgehen, sich gegenseitg Fallen stellen und sich überlisten. Leider sind die Kampfszenen so schnell geschnitten, dass man nur für einen Bruchteil sieht, was eigentlich passiert ist. PG-13 lässt grüßen. Die Todesszene von dem kleinen schwarzen Mädchen war toll in Szene gesetzt, hätte für mich aber mehr Gewicht gehabt, wenn sie und Katniss sich früher angefreundet hätten. Auch hier scheint mehr einiges aus der Vorlage zu fehlen.
Des Weiteren tut es dem Geschehen gut, dass es weitgehendst ohne Scoreinsatz auskommt und nur an traurigen und bedrohlichen Stellen eingesetzt würde.
Die Nebenrollen sind besonders erstklassig besetzt, was aber gleichzeitig ein Fluch ist, da ich fast mehr Interesse an Donald Sutherlands Rolle hatte, als an den Hungerspielen selbst. Was hinter den Kulissen abläuft hätte mich ehrlich gesägt weitaus mehr interessiert.
Fazit: Toller Start in den ersten 40 Minuten, doch gerade bei den Hungerspielen geht den Film die Puste aus. Nur zwei "Charaktere" die von Interesse sind, beteiligen sich daran, doch selbst diese sind weder besonders interessant noch vielschichtig.
Trotz heftiger Thematik, bleibt die Bedrohung in den Spielen nicht dauerhaft erhalten und beschränkt sich auf episodenhafte Auseinandersetzungen, die durch den wackligen Kameraeinsatz die Brutalität des Ganzen nicht wirklich übermitteln.Geändert von Pyro 91 (27.03.12 um 19:14:39 Uhr)
- 28.03.12, 08:55:09 #224offenbar "beta"
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Schönes Review! Dem kann ich zu 100% zustimmen
- 28.03.12, 09:32:07 #225Registrierter Benutzer
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- 28.03.12, 09:34:28 #226Voll Woola!
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Einige der erzähltechnisch relevanten Kritikpunkte sind für mich völlig nachvollziehbar - allerdings sind die meisten damit verbunden, daß es sich dabei um mögliche, vielleicht durchaus interessante Stränge handelt, die im Buch selbst aber entsprechend auch völlig außenvorgelassen werden, weil diese Aspekte nicht abgehandelt werden können, da Kat sie ganz einfach nicht mitbekommt. Problem wäre aber sowieso wieder das Alte: Laufzeit...
Und darüberhinaus glaube ich, daß da die Autorin beim Dreh mitunter den Finger draufgehalten hat. Daß man zwischenzeitlich mal den Präsidenten, den Spielführer und das Kontrollzentrum in verschiedenen Szenen sieht, ist schon so einer der richtigen Schritte - und das alles bekommt man im Buch nicht mit.
EInige andere Dinge werden ja noch weiter in den nächsten Teilen aufgegriffen werden, nicht vergessen, erster Teil.
Ach ja: Die Frage, warum jeder Distrikt gezwungen wird, die Tribute auslosen zu lassen ist ganz einfach zu beantworten, und sollte sich aus den Versatzstücken im Film von selbst erklären. Das Kapitol regiert mit eiserner Hand, gibt es irgendwo Mätzchen, wird hart reagiert. Ein Resultat der damaligen Rebellion. Die Hungerspiele dienen dazu, schmerzhaft klarzumachen, wer die Kontrolle besitzt, wer entscheidet - und das sind nicht die Distrikte.Geändert von BlackCatHunter (28.03.12 um 09:39:47 Uhr)
- 28.03.12, 11:27:31 #227N6MBA92185
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Das stimmt aber nicht ganz. Freiwillige Teilnahme ist ausdrücklich erlaubt, ansonsten hätte Katniss ja nicht den Platz ihrer Schwester einnehmen dürfen. In den wohlhabenderen Distrikten ist es sogar die Regel, dass sich Freiwillige melden, weil es als Ehre empfunden wird und dort die Ressourcen vorhanden sind, die Kinder entsprechend auszubilden. Die äußeren Distrikte haben eben zuviel mit dem Hunger zu tun um jemanden konkurrenzfähig hochzuzüchten, per Annahme im Buch. Ob das alles so logisch ist, ist die Frage.
- 28.03.12, 13:24:27 #228Valar Morghulis
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Letztlich geht es nur um Kontrolle. Die Distrikte mit niedrigen Nummern stellen Luxusgüter für das Kapitol her und bekommen daher mehr Nahrungsmittel. Dort empfindet man es als Ehre sein Kind zum Tribut ausbilden zu lassen, der Kontakt zum Kapitol ist gut und friedlich. Die hinteren Distrikte ( 11=Landwirtschaft, 12= Bergbau... ) werden Sklavenähnlich behandelt und müssen unter strenger Kontrolle alles Produzierte abgeben und erhalten dafür nur kleine Rationen zugeteilt.
- 28.03.12, 14:35:01 #229Registrierter Benutzer
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Hab an meiner Kritik noch einiges ergänzt, bei Interesse hier auf meiner moviepilot-Seite nachzulesen: http://www.moviepilot.de/users/pyro-91
Will hier nicht wieder eine riesigen Textblock posten.
Ich verstehe allerdings noch immer nicht wie die Unterdrückung durch das Kapitol so lange bestehen konnte. Einige der Districte könnten sich doch zusammenschließen und noch einmal eine Rebellion wagen. Würde mir sinnvoller erscheinen als immer auf Versorgung und Material angewiesen zu sein und sich davor fürchten zu müssen, dass einem eines Tages das Kind weggenommen wird. Wenn die Hungerspiele jedes Jahr stattfinden, ist das doch ziemlich nervenaufreibend für alle Eltern. Ich hätte mir in diesem Fall eher ein Wir-kämpfen-für-unsere-Freiheit-Situation erwartet, dass Eltern alles für künftige Generationen riskieren um nicht mehr in dieser grauenhaften Gesellschaft leben zu müssen.
Wo eine Wille ist, ist auch Weg. Das bilden von Untergrundorganisationen scheint mir in diesem Fall ein guter Weg zu sein. Man tauscht Material aus, baut Waffen, baut sich Funkempfänger selbst zusammen und gründet Allianzen um eines Tages das Kapitol gemeinsam zu attackieren.
Aber wenn sich die Reichen jedes Jahr daran ergötzen, dass 23 Kinder in dem Spielen sterben, würde ich davon ausgehen, dass jedes District voller Wut nur so überkocht.
Ich verstehe auch nicht warum es für die Districte 1 und 2, eine Ehre sein soll ihre Kinder in die Schlacht zu schicken. Ich meine klar, wenn eines davon überlebt, dann hat es sich als guter Kämpfer erwiesen, aber dann geht´s doch schon wieder zurück ins District zurück und das schuften geht weiter. Kann ein Kind eigentlich mehrere Male zu den Hungerspielen geschickt werden?
Ich finde es einfach nur schwer zu glauben, dass diese Ausgangssituation (Keine Rebellion, da vor Jahren schiefgegangen) so bestehen bleiben würde. Ich würde mich gar nicht trauen ein Kind in solch eine Welt zu setzen, bevor ich nicht aktiv versuchte hätte die Situation für zukünftige Generationen zu verbessern.
- 28.03.12, 14:45:54 #230Registrierter Benutzer
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Naja, ich dachte, die werden eh per Los ausgesucht, da hätte ja eine Ausbildung vorher nicht viel Sinn. Und wenn sich ständig 'Freiwillige' melden (die man zuvor ausgebildet hätte), die dann gut trainiert wären, so würden sich das sicher die "Bösen" aus der Hauptstadt nicht lange gefallen lassen...
- 28.03.12, 16:30:40 #231Gerne!
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Ich kenne die Romanvorlage nicht, war vom Film aber sehr angetan. Stimmungsvoll, gute Schauspieler, nett getrickst, und ein schöner Seitenhieb auf den Casting-Show-Wahnsinn, nachdem ich noch weniger Bock auf DSDS und die langweiligen Klone hab wie vorher
Wackel-Kamera-Optik brauch ich jetzt auch nicht unbedingt, gibt aber Schlimmeres.
- 28.03.12, 17:24:33 #232Voll Woola!
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Den Film jetzt als "schwach" zu bewerten, halte ich aber schon für arg überzogen. Jedem seine Meinung, ganz klar, aber das ist schon heftig. Da gibt es, ganz objektiv gesehen, anderen Kram, der wirklich schrecklich daherkommt, und zwar in jeglichen Belangen...was wäre das denn in deiner Bewertungsschiene....? Viel schlechter geht ja nicht.
Ich denke mal, das ist einfach nix für dich.
- 28.03.12, 17:46:14 #233Registrierter Benutzer
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Das einzige postive was ich den Film abgewinnen konnte, war der Beginn, der recht düster und packend inszeniert war. Jennifer Lawrence ist auch ein Plus, aber sie darf nicht ihre volle Bandbreite wie in "Winter´s bone" auspielen. Ab der 40. Minute Marke herrschte für mich Langeweile, die sich bis zum Ende hinzog. Für mich krankt vor allem die Umsetzung des Kinder-gegen-Kinder-Themas welches ich für keine Minute als packend empfand, weil -wie ich schrieb-alles als zu kindgerecht abgehandelt wurde. Dazu kommt für mich dass ich mich für keinen Charakter ab Beginn der Spiele erwärmen konnte. Es war für mich quasi so als ob ich ein paar Sidekicks zuschauen würde und ich darauf wartete das endlich die Hauptcharaktere eintreffen.
Ja, ich denke "schwach" trifft es da ganz gut für mich. Das Thema würde für mich auch besser in "Battle Royale" behandelt, wogegen diese PG-13 Version mächtig abstinkt.
Nenn mir doch ein paar schwache Filme und ich sage dir was ich von ihnen halte.
- 28.03.12, 18:52:42 #23412.18.3.13.5
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Letztendlich hat's doch noch geklappt und ich konnte mir "The Hunger Games" im Kino geben.
Formell hat Lionsgate hier eigentlich alles richtig gemacht und mit Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson zwei absolut tragfähige Hauptdarsteller verpflichtet.
Sehr gefallen hat mir auch die Kameraarbeit von Tom Stern. Durch die unruhige Handhabung und die vielen Close-ups, bzw. dichten Aufnahmen fühlte man sich von Beginn an mitten im Geschehen ohne den nachteiligen Aspekten der konkreten Wackelkamera ausgeliefert zu sein. Ein, zwei Mal wurde es zwar auch hier kurzzeitig etwas wirr, aber was soll's...
Dem Film kommt, imO, seine eher ruhige und geradlinige Machart zu Gute. Sicher, die Kulissen zu Beginn, in der grossen Stadt, und auch die Kostüme machen schon was her, im Endeffekt spielt sich alles aber entweder in den beschaulichen Verhältnissen eines kleinen Bergarbeiterstädtchens oder aber in den grünen Wäldern Panems ab. Die punktuell eingestreuten SFX bemerkt man da eher am Rande. So gesehen ist "The Hunger Games" ein Sci-Fi-Abenteuer-Thriller, der, trotz viel Technik, sehr handgemacht wirkt.
Die Handlung ist nicht allzu komplex und hat, zumindest mich, in gewissen Zügen an ein interaktives "Battle Royale" erinnert. Ohne allerdings dessen plakative, schonungslose Attitüde zu haben.
Ich bin gespannt, ob dieser ersten Adaption noch weitere folgen werden. Denn ein tatsächliches Ende macht Gary Ross nicht. Die letzte Szene suggeriert, ganz im Gegenteil, sogar noch eine weiterführende Handlung.
Alles in allem eine gelungene Verfilmung, die mich allerdings, ich kann den Finger nicht wirklich drauflegen, doch etwas unzufrieden zurückgelassen hat. Den einen oder anderen Aspekt hätte ich vlt. gerne etwas genauer ausgeleuchtet gesehen. Politisch scheinen die Hungerspiele ja einiges zu bewirken und auch auf zwischenmenschlicher Ebene ist da wohl noch was im Busch...
Naja, evtl. werden diese Fäden aufgenommen, sollte es zu einer Fortsetzung kommen. Und so, wie die Zahlen derzeit liegen, stehen die Chancen diesbzgl. nicht schlecht.
8/10
- 28.03.12, 19:42:06 #235Voll Woola!
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Tja, die Hauptzielgruppe ist eben im jugendlichen Alter zu suchen. Deswegen wird auch so na ja, "kindgeredcht" würde ich jetzt nicht sagen, aber, eben "angepasst" inszeniert. Da muß man wohl einfach auch dementsprechend "angepasst" diese Kniffe bewerten, und das Ganze, obwohl recht kompatibel gestaltet, nicht als reinen Erwachsenenfilm bewerten, und man muß da einfach Abstriche machen. Das haut sonst nicht hin.
BR ist in seiner Schlagkraft natürlich heftiger, aber dafür eben zu einem nicht geringen Teil mit den üblich mies agierenden japanischen Jungpseudoschauspielern besetzt. BR hat den besten Eindruck beim ersten Schauen bei mir hinterlassen. War das toll! Aber: Die letzten Sichtungen haben einiges für mich relativiert. Ich will ihn nicht als "Blender" bezeichnen, das ginge viel zu weit, aber er hat schon über die Jahre hinweg merklich an "Impact" verloren, verliert er doch öfters, als gut für ihn ist, an Speed und tappt dann teilweise mal wieder in die japanischen Pacingfalle (wobei das hier noch im Vergleich zu jeder Menge anderen japanischen Produktionen fast "harmos" wirkt)
Roher und Härter finde ich da immer noch dieses thematisch ähnliche Steve Austin-Vehikel "Condemned", wonbei hier halt eben Sträflinge aufeinandergehetzt werden, und die Heranwachsenden-Komponente rausfällt. Aber die Inszenierung und die Brutalität mit der da vorgegangen wird, meine Herren....
Was ist so richtig schwach? Eieiei, da fragst du was...
Schwierig. Suchen wir mal etwas bei den "jugendlichen" Blockbustern heraus.
Als sehr schwach in vielen Belangen empfand ich zum Beispiel "Twilight" (kenne nur den ersten, das hat mir gereicht), oder zuletzt..."Atemlos", der einen fast soliden ersten Akt hatte und dann in sich zusammenfällt - und vor allem furchtbar öde wird. Schlimm waren für mich auch "Die drei Musketiere", die zwar zwischendurch ein paar schöne Bilder lieferten, aber mich ansonsten einfach nur genervt haben. Ich kann aber eigentlich vielem stets "irgendetwas" abgewinnen, dabei ist es egal in welchem Genre oder in welcher Preisklasse.
Ach ja, gestern habe ich zufällig "The Divide" von Xavier Gens gesehen. Den fand ich absolut großartig. In diesem apokalyptischen Kammerspiel ist der Mensch des Menschen größter Feind. Kann ich nur empfehlen. Unglaublich intensiv, visuell wunderbar, ein Film, der haften bleibt.
- 29.03.12, 07:23:25 #236Drill Instructor
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AW: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Darüber brauchen wir uns glaube ich wirklich keine Sorgen zu machen. Kann mir nicht vorstellen, daß in den USA das anlaufende Titanenzörnchen am WE den Spitzenreiter von Platz 1 verdrängt. Oder lassen sich die Leute zum zweiten Mal, so wie es momentan aussieht, mit Style over substance das Geld aus der Tasche ziehen. Scheint ja die gleiche Schiene wie Teil 1 zu fahren, nur mit besser konvertierten 3D Effekten, aber auch mit Shaky Cam Einsatz. Storymäßig scheint´s ja wieder sehr dünn zu sein.
- 29.03.12, 08:50:25 #237Täubchen
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- 29.03.12, 12:18:33 #238Registrierter Benutzer
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AW: The Hunger Games / Die Tribute von Panem
Mir hat der Film eigentlich gefallen und auch so in etwa meine Vorstellungen der Charaktere beim Buch lesen umgesetzt. Aber ich muss euch zustimmen, die wacklige Kamera am Anfang des Films hat wirklich genervt und vieles kaputt gemacht, was hätten tolle Szenen der Tribute und der reichen Stadt sein können. Und auch die Darstellerin von Katniss hätte mehr schauspielen können, das habe ich im ersten Teil sehr vermisst. Zum Ende des Films ist sie aufgeblüht und hat Emotionen zeigen können. Ich finde den Film ok - aber habe doch etwas mehr erwartet
- 29.03.12, 13:08:59 #239Registrierter Benutzer
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AW: The Hunger Games / Die Tribute von Panem
@BlackCatHunter
Was mir während der Hungerspiele fehlt ist die Auseinandersetzung mit der Situation des Tötens und wie sich diese auf die Beteiligten auswirkt. Bei PG-13 muss man in diesem Bereich natürlich Abstriche machen( obwohl eine höhere Freigabe wohl eher zur Thematik gepasst hat). Aber ich finde es nicht gut, dass dieses sinnlose Abschlachten unter den Kindern so folgenlos bleibt. Keiner der Teilnehmer scheint von der Situation geschädigt zu sein. Am Ende kehren Katniss und Peeta wieder nach Hause zurück und passenderweise ist der Film dann zu Ende. Auch von den anderen Teilnehmer sehen wir keine Verzweiflung, Nervenzusammenbrüche, Paranoia usw. was solche Situationen normalerweise mit sich bringen. Die 30 Sekunden, die den bösen Jungen am Ende gewidmet werden, sind dafür kein Ersatz.
Ich muss gar nicht weit nach einem Film suchen, in denen der Zustand von kommender Verdammnis und Hoffnungslosigkeit besser umgesetzt wurde.
Wenn ich mir zum Beispiel die letzten beiden Potter-Teile anschaue, die das selbe Rating wie "Hunger Games" haben, welche aber für mich viel intensiver und packender sind.
Vor allem Teil 1 fängt die Hoffnungslosigkeit des Trios gut ein und wie sie sich vor einen Angriff hinter jeder Ecke fürchten müssen. Auch die Schandtaten von Voldemort werden als abstoßend gezeigt und man merkt gleich dass hier ein rauher Wind weht und nichts mehr ist wie zuvor.
In "Hunger Games" hat sich für mich keine Grundspannung aufgebaut und obwohl es ein riesen Spielfeld mit Kindern ist, die sich gegenseitig umbringen sollen, fühlte ich mich nicht unwohl, wenn ich Katniss durch die Wäder streifen sah.
- 29.03.12, 13:12:34 #240offenbar "beta"
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AW: The Hunger Games / Die Tribute von Panem
Was hätte sie denn da groß anders machen sollen? Am Anfang ist sie halt etwas überwältigt von dem ganzen Firlefanz und der neuen Situation und weiß noch nicht so richtig wo sie nun steht und was auf sie zukommt. Ich finde, das wird durch die Hauptdarstellerin (und auch durch den Jungen) ziemlich überzeugend rübergebracht.
Die Shakycam hat mich auch nicht groß gestört, da die eigentlich nur in den wenigen Actionszenen vorkam.
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