Unter unwürdigen Umständen erblickt Jean-Baptiste Grenouille (BEN WHISHAW) im Jahr 1738 auf dem Pariser Fischmarkt das Licht der Welt. Sehr früh bemerkt er, dass er einen äußerst ausgeprägten Geruchssinn besitzt. Nachdem er als Jugendlicher die mörderischen Arbeitsbedingungen in einer Gerberei überlebt hat, beginnt Grenouille eine Lehre beim Parfumeur Baldini (DUSTIN HOFFMAN). Schnell überflügelt er den Meister in der Kunst des Duftmischens, doch werden Düfte zu seiner Obsession, die ihn an den Rand der humanen Gesellschaft führt. Besessen von der Idee, menschliches Aroma zu konservieren, ermordet er ohne Skrupel junge Frauen, deren Geruch ihn betört. Das Drama nimmt seinen Lauf, als Grenouille auf dem Weg in die Parfummetropole Grasse der schönen Laura (RACHEL HURD-WOOD) begegnet, die für ihn übersinnlich duftet. Während weitere unerklärliche Morde passieren, ahnt Lauras Vater, der Kaufmann Richis (ALAN RICKMAN), dass auch seine Tochter in höchster Lebensgefahr schwebt. Ein ungleiches Katz-und-Maus-Spiel um innige Vaterliebe und tödliche Leidenschaft beginnt...
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (2.35:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Der HD-Transfer wirkt sehr wechselhaft, vor allem was die Schärfe angeht. Überwiegen sehr detailliert und scharf tendiert das Bild immer wieder dazu unscharf zu wirken, was vor allem in schlecht ausgeleuchteten Szenen deutlich zu Geltung kommt. Zudem sorgt das leichte Bildrauschen dafür, dass das Bild etwas an Brillanz und Schärfe verliert. In den richtigen Momenten und vor allem richtigen Sequenzen bekommen wir aber ein knackigen und mit einer nahezu perfekten Tiefenschärfe ausgestatteten HD-Transfer spendiert, bei dem auch noch kleinste Details hervorragend zu erkennen sind. Nur leider kann dieser Standard nicht durchweg gehalten werden, was aber nicht unbedingt Schuld der Constantin ist, sondern vielmehr daran liegt, dass der Kameramann in einigen stellen gefuscht hat und somit selbst Close-Ups von Gesichtern nicht immer scharf wiedergegeben werden. Der Kontrast wurde deutlich reduziert, verschluckt aber selbst in Nachtaufnahmen keine nötigen Details, hätte aber ein satteres Schwarz vertragen können. Die Farbgebung wurden absichtlich sehr warm und erdig gewählt, wirkt oftmals sogar absichtlich blass , lässt Rottöne aber sehr satt und kräftig erstrahlen, wodurch der visuelle Stil des Film noch einmal unterstrichen wird. Die Kompression zeigt keine sichtbaren Mängel und auch Rauschen oder andere Defekte sind nicht zu erkennen. Insgesamt ein guter Transfer, der aber Potenzial nach oben lässt und noch weitaus schärfer hätte ausfallen dürfen.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
DTS HD 5.1 in Deutsch
DTS HD 5.1 in Englisch
Bemerkungen:
Der DTS-Mix klingt leider nur wenig überzeugend und bietet nur äußerst selten eine gute Räumlichkeit. Im Vordergrund drängt sich hier der Score, welcher insgesamt etwas zu zurückhaltend abgemischt wurde. Umgebungsgeräusche gibt es kaum auszumachen und lediglich in Massenszenen wird das Klangspektrum für leichte direktionale Effekte genutzt, was aber noch lange keinen guten Raumklang ausmachen. Dafür versprüht der Film zu wenig Eigendynamik, die Rears kommen viel zu selten zum Einsatz und selbst der Subwoofer bekommt kaum wirklich etwas zu tun. Lediglich die Stimmen sind stets klar und gut verständlich auszumachen. Insgesamt klingt die Blu-ray zwar besser und klarer als die DVD, aber immer noch nicht überzeugend.
| AUSSTATTUNG
Wertung:
Untertitel:
Deutsch
Medientyp:
BD 50
Verpackung:
Blu-Ray Amaray
Bonus-Material:
- 3 Audiokommentare
- Making of (ca. 12 Min.)
- Interviews (ca. 40 Min.)
- Darstellerinfos
- Original Kinotrailer in HD
Bemerkungen:
Neben einigen Darstellerinfos und einer kleinen Trailershow gibt es drei tolle Audiokommentare in deutscher Sprache. Den ersten spricht Regisseur Tom Tykwer, der es mit unzähligen Infos rund um die Produktion schafft, den Zuhörer bei Laune zuhalten. Der zweite wird vom Produktionsdesigner Uli Hanisch und Assistent Kai Karla Koch gesprochen. Auch dieser Kommentar ist sehr interessant und unterhaltsam ausgefallen, wirkt teilweise sogar deutlich lockerer und nicht so trocken wie der vom Regisseur. Der letzte Kommentar wird vom Chef-Kamermann Frank Griebe und dem Cutter Alexander Berner eingesprochen. Auch dieser wirkt sehr locker, informativ und man widmet sich nahezu jeder Szene im Film.
Weiter geht es mit 11 Interviews, welche eine Gesamtlaufzeit von knappe 52 Minuten aufweisen und die Macher, sowie die Darsteller zu Wort kommen lassen. Viel Substanz dürfen wir dabei nicht erwarten und die vielen Lobpreisungen auf den Film etc. nerven mitunter etwas. Dennoch wird man in einer guten Stunde mit nützlichen Infos bombardiert, wobei einiges davon bereits im Making of der DVD zu sehen war. Dieses hat man leider auf Blu-ray weg gelassen. Dafür gibt es hier ein kleines Making of von 12 Minuten, was leider nur der Werbung dienlich ist.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Auch wenn man den Film etwas skeptisch gegenüberstehen kann, dürfen wir mit der technischen Umsetzung recht zufrieden sein, wobei wir uns gerade vom Bild deutlich mehr Brillanz und vor allem Schärfe erhofft hätten. Extras sind zwar vorhanden, aber nicht so reichlich vorhanden wie bei der DVD-Edition. Dennoch dürfen Fans des Films zugreifen. Wer "Das Parfum" allerdings noch nicht kennt, sollte ihn sich erst einmal ausleihen und dann selbst entscheiden.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Panasonic DVD-S75 (über RGB)
Verstärker:
Denon - AVR 2105
Fernseher:
Toshiba - 43 VJ 13
Dieses Review wurde am 24. März 2008 von Daniel Pereé geschrieben.