Donnerstag | 24. Mai 2012 | 19:35 Uhr
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WERBUNG
    • | BILD

    • Vorlage:
      stern stern stern stern stern
      Kompression:
      stern stern stern stern stern
      Bildformat:
      Widescreen (2.35:1 - anamorph)
      Bemerkungen:
      Die Restauration des Bildes ist gut gelungen und auch wenn "Dirty Harry" sein Filmalter nicht leugnen kann, so überzeugt der VC-1 codierte Widescreen-Transfer in fast allen Belangen. Vor allem die Schärfe befindet sich auf einem äußerst hohen Niveau. Sie fällt allerdings immer wieder etwas ab, was unter anderem am teilweise starken Filmkorn liegen dürfte, das nahezu ständig sichtbar ist und dem Bild desöfteren die Brillanz raubt. Vor allem einige Nachtaufnahmen erscheinen weniger detailliert, wobei Aufnahmen bei Tageslicht einen unglaublich plastischen Eindruck hinterlassen und eine äußerst gute Tiefenwirkung erzielen. Der Kontrast befindet sich ebenfalls auf einem hohen Niveau und erscheint stets ausgewogen und verschluckt selbst in problematischen Sequenzen keinerlei Details. Hinzu kommt ein satter Schwarzwert und saubere und stets natürliche Farben.
      Hier hat Warner eine gute Arbeit abgeliefert und auch wenn der Transfer etwas wechselhaft erscheint, so haben wir "Dirty Harry" noch nie in einer solchen Qualität gesehen. Vor allem in Close-Ups und Halttotalen ist die Detailschärfe wirkich enorm. Auch wenn die Schärfe in Bewegungen etwas nachlässt, oder hin und wieder leichte Defekte durchs Bild huschen, so hat sich die aufwendige Restauration bezahlt gemacht. Die Kompression arbeitet tadellos.
    • | TON

    • Qualität:
      stern stern stern stern stern
      Surround-Mix:
      stern stern stern stern stern
      Tonformat:
      Dolby Digital 5.1 in Englisch
      Dolby Digital 1.0 in Deutsch
      Dolby Digital 1.0 in Italienisch
      Dolby Digital 1.0 in Japanisch
      Dolby Digital 1.0 in Spanisch
      Dolby Digital 1.0 in Französisch
      Dolby Digital 1.0 in Portugiesisch
      Bemerkungen:
      Die deutsche Sprachfassung liegt in Mono vor und klingt altersbedingt etwas dumpf im Dialogbereich, überzeugt dabei aber durch eine hervorragende Verständlichkeit und eine gute Hochtonwiedergabe. So klingen die Stimmen weder unnatürlich, blechern noch kratzig und der Score und die Nebengeräusche dürfen ebenfalls sehr sauber zur Geltung kommen. Wir dürfen uns darüber freuen, dass Warner keine Neusynchronisation in Auftrag gegeben hat. Der englische Mix lieg einmal in Dolby TrueHD 5.1 und einmal in Dolby Digital 5.1 vor. Die Stimmen der Dolby Digital 5.1-Variante klingen sehr dumpf und schwanken in der Lautstärke, passen sich in puncto Natürlichtkeit aber besser dem restlichen Klangbild an. Der Upmix war aber unnötig, schließlich spielt sich das Geschehen eigentlich nur im Frontbereich ab und während vielleicht mal ein Schuss künstlich auf die Rears gelegt wird, bleibt es sonst sehr leise auf den Rears. Selbst der TrueHD-Mix bietet nicht mehr. Hier hätte der originale Mono-Mix durchaus gereicht.
    • | AUSSTATTUNG

    • Wertung:
      stern stern stern stern stern
      Untertitel:
      Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Spanisch, Japanisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Italienisch, Portugiesisch
      Medientyp:
      BD 50
      Verpackung:
      Blu-Ray Amaray
      Bonus-Material:
      - Audiokommentar von Richard Schickel
      - Interviews
      - Dirty Harry: Das Original (29:40)
      - Die Dirty Harry Methode (07:02)
      - Der lange Schatten von Dirty Harry (30:00)
      - Clint Eastwood: Der Mann aus Malpaso (58:00)
      - Clint Eastwood: Out of Shadows (90:00)
      - Trailer
      Bemerkungen:
      Im Zuge der Blu-ray-Veröffentlichung der "Dirty Harry" Filme wurde Teil 1 aufwendig restauriert und mit einer Vielzahl an netten Extras ausgestattet. Den Anfang macht ein Audiokommentar mit dem Filmhistoriker und Clint Eastwood-Biograf Richard Schinkel, welcher sehr ruhig und sachlich an sein Thema heran geht, dennoch niemals langweilt. Zudem schafft er es, dem Zuschauer reichlich Hintergrundinformationen und Wissenwertes über die Produktion zu vermitteln. Schade, dass es kein Kommentar mit Clint Eastwood gibt.
      In der 30minütigen Dokumentation Dirty Harry: Das Original aus dem Jahr 2001 führt man uns durch Calahans Welt und neben reichlich Filmausschnitten wird Eastwoods Charakter und dessen Motivation erläutert und analysiert. Es kommen Darsteller und Autoren, aber auch Arnold Schwarzenegger zu Wort, welche über das Phänomen "Dirty Harry" sprechen und versuchen, die Menge an Hintergründen und Wirkung des Films dem Publikum näher zu bringen. "Die Dirty Harry Methode" ist ein 7minütiger Bericht aus den 70er Jahren, in dem Eastwoods damals neuester Film vorgestellt wird. Dabei macht man aber nicht einfach Werbung für den Film, sondern vergleicht die neue Art der Polizisten mit Filmen aus den 1930er und 1940er Jahre. Im Endeffekt besteht dieses Feature nur aus Filmauschnitten und einem Sprecher, bietet keine wirklichen Hintergrundinfos und diente damals nur der Promotion. Aus nostalgischer Sicht darf sowas aber nicht fehlen.
      Die nächste Dokumentation mit dem Titel "Der lange Schatten von Dirty Harry" lässt neben Darstellern, Autoren und Produzenten noch Regisseure und Darsteller anderer Filme zu Wort kommen. Sie sprechen über den Einfluss, den "Dirty Harry" auf die Filmwelt und späteren Autoren und Filmemachern hatte. Zudem versucht man die Fazination der Reihe zu erklären, zieht Vergleiche mit alten John Waynes-Klassikern eines einsamen Helden und erklärt die Figur kurzerhand zum Sprachrohr einer ganzen Generation, die den Glauben an Gerechtigkeit in den späten 60er und frühen 70er Jahren verloren hat. Eine sehr schöne Dokumentation, welche aber stellenweise Material der "Dirty Harry: Das Original"-Dokumentation enthält.

      Nun folgen zwei umfangreiche Dokumentationen über Clint Eastwood. Den Anfang macht "Der Mann von Malpaso". In knapp 58 Minuten wird Eastwoods Karriere durchleuchtet und neben Eastwood selbst kommen Darsteller, Filmemacher und Produzenten zu Wort. Man geht auf seine wichtigsten Filme ein, zeigt Fotos und Filmausschnitte und erfährt eine Menge über den Schauspieler und Regisseur. Da diese Doku aus dem Jahre 1993 ist, entsteht natürlich eine große Lücke zu aktuellen Produktionen. Diese kann auch durch "Out of the Shadows" nicht geschlossen werden. Trotzdem ist sie die bessere von beiden Dokumentation und hat mit knapp 87 Minuten schon Spielfilmlänge. Auch hier werden seine Filme vorgestellt und man versucht etwas tiefer auf die Person Clint Eastwood einzugehen, ohne dass es Überschneidungen zur 93er Doku gibt. "Out of the Shadows" ist aus dem Jahre 2000 und somit fehlen immer noch acht Jahre in Eastwoods Biografie, was sehr schade ist. Hier wäre eine ergänzende Dokumentation sicherlich nicht schlecht gewesen. Nun folgen 28 Minuten an Interviews, welche jeweils recht kurz ausgefallen sind, dafür aber Leute wie Joel Cox, John Milius, Arnold Schwarzenegger und natürlich Eastwood selbst beinhalten. Der Infogehalt ist hierbei zwar nicht umwerfend, die 28 Minuten fallen dafür aber sehr kurzweilig aus und der Zuschauer wird sich die eine oder andere nützliche Info aus den einzelnen der insgesamt zehn Interviewblöcke rausziehen können.

      Zum Ende hin gibt es noch Trailer zu allen "Dirty Harry"-Filmen. Leider liegen keine der Specials in High Definitin vor, wurden dafür aber bis auf den Kommentar komplett deutsch untertitelt. Es wäre aber sehr schön gewesen neue Special zu produzieren, anstelle "nur" auf älteres Material zurückzugreifen. Gerade was Dokus und Interviews angeht, wäre ein aktuelles Interview mit Eastwood interessant gewesen. Aber wie dem auch sei, das Bonusmaterial ist umfangreich und macht einiges her. Das Pop-Up-Menü ist wie immer schlicht gehalten, schaltet dafür aber sehr flüssig und schnell.
    • |GESAMTURTEIL

    • Wertung:
      stern stern stern stern stern
      Bemerkungen:
      "Dirty Harry" macht auf High Definition einen verdammt guten Eindruck und auch wenn der Original-Monoton belassen wurde und der Kommentar mal wieder keine Untertitel beinhaltet, sollte man sich diesen Klassiker des 70er-Jahre-Actionkinos ins Regal stellen. Ein Upgrade lohnt hier hundertprozentig.
    • | TESTGERÄTE

    • DVD-Spieler:
      Panasonic DVD-S75 (über RGB)
      Verstärker:
      Denon - AVR 2105
      Fernseher:
      Toshiba - 43 VJ 13
    • Dieses Review wurde am 04. August 2008 von Daniel Pereé geschrieben.
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