18 Jahre nach seinem letzten Abenteuer kehrt der verwegenste Archäologe aller Zeiten endlich zurück auf die Leinwand. Verstärkung bekommt Indiana Jones (Ford) auf seiner diesmal in den 50er Jahren angesiedelten Jagd nach mysteriösen Artefakten durch eine alte Bekannte, die hand- und trinkfeste Marion Ravenwood (Karen Allen) und einen neuen Verwandten, seinen Sohn (Shia LaBeouf aus „Transformers"). Dazu gesellen sich hochkarätige Stars wie die Oscarpreisträger Cate Blanchett und Jim Broadbent sowie John Hurt als Marions Vater.
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (2.40:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Das Bild wirkt leicht vergilbt, wie angejahrte Fotos. Mit einem leichten Farbfiltereinsatz hat man so versucht, dem Film einen etwas älteren Anstrich zu geben, um ihn von aktuellen Produktionen abzuheben. Immerhin liegt das letzte Indy Abenteuer bereits 19 Jahre zurück und entstand zu einer Zeit, wo die heute üblichen Farbfilter und überhöhten Kontraste noch nicht gebräuchlich waren.
So erscheint dann auch das in MPEG 4 AVC encodierte Bild sehr klar, mit natürlichem Kontrast. Überstrahlendes Weiß lässt sich gelegentlich ausmachen (zB. Kapitel 5, die Dampfschwaden des Zuges), wurde aber offensichtlich als bewusstes Stilmittel eingesetzt und wirkt nicht störend. Der Schwarzwert gibt ebenfalls keinen Anlass zur Kritik. Schwarz ist Schwarz, ohne das dabei Details in dunklen Bildbereichen untergehen. Die Farbwiedergabe ist, von der leichten Gelbbetonung abgesehen, kräftig und natürlich.
Rauschen ist im Bild nicht auszumachen, nur leichtes Filmkorn lässt sich stellenweise erahnen. Ebenso sucht man Störungen wie Dropouts oder Schmutz vergeblich, bei einem derartig aktuellem Titel allerdings auch nicht verwunderlich. Artefakte von Rauschfiltern (mit denen zunehmend versucht wird, das Filmkorn etwas zu unterdrücken) fehlen glücklicherweise ebenso.
Die Bildschärfe und Auflösung ist sehr gut, stellenweise sogar hervorragend. Besonders in den Szenen mit der Militärkolonne im ersten Kapitel stellt sich immer wieder der HD typische Wow Effekt ein, wenn man selbst bei den Felsen im Hintergrund noch feine Details ausmachen kann. In der Prärie hat man den Eindruck, fast die einzelnen Grashalme erkennen zu können. Auch die Panoramaaufnahmen in den Dschungel Szenen zeigen eine Fülle an Details. Effektaufnahmen sowie Nahaufnahmen wirken allerdings etwas glattgebügelt und zeigen weniger Details.
Die Kompression hat mit dem Bildmaterial keine Probleme und bleibt unauffällig im Hintergrund. Artefakte müssen nicht befürchtet werden.
Insgesamt ein überzeugendes Bild, auch wenn das letzte Quäntchen Schärfe in einigen Szenen fehlt und so das Bild knapp die volle Punktzahl verpasst.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
Dolby Digital 5.1 in Deutsch
Dolby Digital 5.1 in Spanisch
Dolby Digital 5.1 in Französisch
Dolby TrueHD 5.1 in Englisch
Bemerkungen:
Beim Ton offenbart sich das dunkelste Kapitel dieser Blu-Ray Veröffentlichung. Lediglich die englische Tonspur verfügt über eine verlustfrei komprimierte Tonspur in Dolby True HD. Alle anderen Tonspuren, so auch die deutsche Spur, müssen sich mit einer normalen Dolby Digital Tonspur zufrieden geben. Die klingt zwar keineswegs schlecht, angesichts der heute für die Blu-Ray zur Verfügung stehenden Hochbit-Tonsystemen ist normaler 5.1 Ton allerdings nicht mehr ganz Zeitgemäß.
Immerhin sind die Dialoge klar und gut verständlich. Das Klangbild leidet allerdings etwas durch seine Frontlastigkeit. Zwar haben die hinteren Kanäle mit der raumgreifenden Musik und diversen direktionalen Effekten gut zu tun, aber besonders in den leiseren Szenen im Dschungel fehlen die kleinen Nebengeräusche auf den hinteren Kanälen, die viel zu einem gelungenen Raumeindruck beitragen. Der Ton hinterlässt so einen etwas betagten Eindruck, was angesichts der Vorgeschichte der Filmreihe durchaus gewollt sein dürfte, immerhin sprechen wir hier von einem eher altmodischem Abenteuerfilm und keinem modernem Kracher a la Transformers. Basseinsatz und Dynamik dagegen sind in Ordnung. Die englische Dolby True HD Spur kann sich systembedingt etwas absetzen, gewinnt aber besonders im Punkt Räumlichkeit nichts hinzu.
| AUSSTATTUNG
Wertung:
Untertitel:
Deutsch,
Englisch,
Englisch für Hörgeschädigte,
Französisch,
Spanisch
Medientyp:
BD 50
Verpackung:
Blu-Ray Amaray
Bonus-Material:
- Die Rückkehr einer Legende (HD)
- Die Vorproduktion (HD)
- Produktionstagebuch: Die Entstehung von „Königreich des Kristallschädels“ (HD)
- Das Make-up der Krieger (HD)
- Die Kristallschädel (HD)
- Seltene Ausstattungsgegenstände (HD)
- Abenteuer Vorproduktion (HD)
- Die Effekte von Indy (HD)
- Das Team Indy (HD)
- Previsualisierungssequenzen (HD)
- Galerien
- Trailer
- Lego® Indiana Jones: Das Original – Abenteuerspiel
Bemerkungen:
Hier hat Paramount aus den Vollen geschöpft. Diverse Featurettes und Dokumentationen vermitteln jede Menge Hintergrundinformationen über die Dreharbeiten. Besonders erwähnenswert sind hier das Produktionstagebuch (ein Making of in Spielfilmlänge) sowie die Dokumentation über die Effekte von Indy. Dazu gesellen sich weitere Dokumentationen, Featurettes, Trailer, Galerien, diverse animierte Storyboards sowie eine Indiana Jones Zeitlinie. Einzig ein Audiokommentar fehlt zur Perfektion. Sehr lebenswert: das komplette Bonusmaterial liegt in HD vor und ist deutsch untertitelt. Beispielhaft!
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Indy ist zurück. Die Blu-Ray bietet ein sehr gutes Bild, guten Ton (leider keine deutsche HD Spur) und Tonnen an Extras. Mögen einige Kleinigkeiten das Bild auch etwas trüben, aber in der Gesamtheit kann die Box vollständig überzeugen. Schon allein für diese Blu-Ray lohnt sich der Kauf eines Blu-Ray Players. Für Indyfans ein Pflichtkauf. Dank diverser Preisaktionen war diese Box bereits am Erscheinungstag für unter 15 Euro zu bekommen, für einen topaktuellen Blockbuster auf Blu-Ray bisher einmalig. Einzige offene Frage: Wann gibt es die Teile 1 – 3 in dieser Qualität?
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Panasonic DMP-BD55 (über HDMI)
Verstärker:
Yamaha RX-V 1400 RDS
Fernseher:
Philips 52 PFL 9632
Dieses Review wurde am 05. November 2008 von Mario Remler geschrieben.