Der Vampir Louis (Brad Pitt) erzählt in der Jetztzeit dem Journalisten Malloy (Christian Slater) die Geschichte seiner Existenz: Als Plantagenbesitzer wird er, nachdem er im Anschluß an den Tod seiner Frau jeden Lebensmut verloren hat, im Jahre 1791 von dem Vampir Lestat (Tom Cruise) auf eigenen Wunsch gebissen und selbst zu einem Vampir gemacht. Doch Louis fängt schon bald an, seine Existenz zu hassen und will schon bald keine Menschen mehr töten. Damit Louis wie in einer Familie leben kann, macht Lestat auch ein kleines Mädchen zu einem Vampir. Doch Konflikte sind vorprogrammiert, während die Zeit vergeht und Louis und Lestat werden zu Feinden...
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (1.78:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Warner kodiert wie gewohnt in VC-1 und präsentiert "Interview mit einem Vampir" in 1,85:1. Der Transfer erweist sich zwar als sauber und frei von Schmutz oder Defekten, offenbart dafür aber mittelstarkes Filmkorn, was aber niemals störende Ausmaße annimmt. Schärfetechnisch enttäuscht der Transfer jedoch deutlich, was nicht zuletzt an der kargen, farbarmen und düsteren Optik des Film liegen dürfte. So erscheint der Transfer sehr weichgezeichnet und nur bedingt detailliert. Der Schärfegrad erreicht nie wirklich hohe Werte und lediglich in Nahaufnahmen und bei einer guten Ausleuchtung (was leider sehr selten zutrifft) steigert sich der Detailwert etwas, jedoch fehlt es dem Transfer durchweg an Plastizität und Tiefe. Ein wirkliches High-Definition-Erlebnis möchte sich nicht einstellen, dafür ist der softe Look einfach zu dominant und die wenigen detaillierteren Sequenzen können hier auch nicht mehr viel retten. Hinzu kommen teilweise sichtbare Rauschmuster in Bewegungen, weshalb das Bild nochmals etwas unschärfer und schwammig erscheint. Der Kontrast wurde absichtlich sehr dunkel gewählt, zeigt aber nur einen bedingt zufriedenstellenden Schwarzwert, der mehr ins Gräuliche tendiert, was zu Lasten der Durchzeichnung geht. Farblich bekommen wir eine sehr reduzierte und erdige Farbgebung geboten, passend zur Optik des Filmes. Auch wenn "Interview mit einem Vampir" rein bildtechnisch alles andere als in der Oberliga mitspielt, sollte die Beurteilung des Bildes nicht allzu negativ aufgefasst werden. Der gewollte Look des Filmes wird perfekt wiedergegeben, auch wenn dies für HD-Fans starke Abstriche bedeutet.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
Dolby Digital 5.1 in Deutsch
Dolby Digital 5.1 in Englisch
Dolby Digital 5.1 in Spanisch
Dolby Digital 5.1 in Italienisch
Dolby Digital 5.1 in Französisch
Bemerkungen:
Manchmal fragt man sich, ob man als Erstkäufer von neuen Medien lediglich als Beta-Tester gilt, welche jeden Mist kaufen, auf dem Blu-ray steht, mit der Erwartung "Bild und Ton in Perfektion" zu erleben. Auf gewollte Stilmittel beim Bild hat man selbst keinen großen Einfluss, doch es wirklich zu schaffen, den gesamten Soundmix zu versauen, verdient schon fast eine Auszeichnung. So fällt direkt zu Beginn bei der deutschen Tonspur die extrem dumpfe und blechern klingende Front auf. Während Nebengeräusche, Score und Effekte noch relativ gut miteinander harmonieren, ist der Center unnatürlich leise abgemischt und es klingt fast so, als hätte man ihn einmal um 180 Grad gedreht. Dialoge sind kaum noch zu verstehen, sämtliche Nebengeräusche dominieren die Sprachwiedergabe und die Stimmen klingen fast so wie aus einer Dose, oder direkt aus dem Kino abgefilmt. Zwar werden hier Umgebungsgeräusche und Score auf sämtliche Kanäle aufgegteilt, doch das gesamte Soundambiente ist einfach miserabel. Da ist es dann auch egal, ob der Subwoofer in einigen Szenen gut zur Geltung kommt oder vereinzelte Szenen eine ordentliche Räumlichkeit aufweisen.
Beim englischen Mix sieht es etwas besser aus - schließlich hat der Ton nichts mit einem unnatürlich dumpfen Brei gemeinsam. So harmonieren Dialoge und Musik wieder sehr gut miteinander, Umgebungsgeräusche und der eine oder andere gut platzierte Effekt dürfen ebenfalls nicht fehlen und vor allem zum Ende hin bietet der Mix einige an Kraft. Warner nutzt hier leider nicht die neuen Tonformate, für den englischen Mix wird nicht einmal auf die DTS-Spur der DVD zurückgegriffen. Stattdessen nahm man den selben fehlerhaften deutschen Ton und hat einfach nicht nachgebessert. Soetwas sollte bei einer Blu-ray einfach nicht mehr passieren.
- Audiokommentar von Regisseur Neil Jordan
- Making Of: Im Schatten des Vampirs
- US-Kinotrailer
Bemerkungen:
Der leider nicht deutsch untertitelte Audiokommentar von Regisseur Neil Jordan ist wirklich hörenswert, denn er geht sehr ausführlich auf die wichtigsten Aspekte der Produktion ein, spricht über seine Erfahrungen mit den Darstellern, erläutert die Gründe weshalb Autorin Anne Rice anfänglich Probleme mit der Umsetzung ihres Buches hatte und gibt sich dabei sehr viel Mühe, die einzelnen Szenen zu dokumentieren. So erfahren wir auch, dass ursprünglich River Phoenix die Rolle des Reporters übernehmen sollte und erst nach seinem Tod entschied man sich für Christian Slater. Auch Tom Cruise war nicht die erste Wahl für die Rolle des Lestate. Anne Rice hat die Rolle damals auf Rutger Hauer zugeschnitten, der für den Film aber deutlich zu alt war und durch Cruise ersetzt werden musste Ein sehr informativer Kommentar, bei dem wir mehr über die Änderungen zur Romanvorlage erfahren. Außerdem geht Jordan auf die damals noch sehr selten vorkommenden CGI-Effekte ein, erzählt mehr über das Setdesign und hält sich dabei auch nie mit Anekdoten zurück.
"Im Schatten des Vampirs" ist zum Glück kein reiner Promotionclip geworden, sondern eine 30minütige, durchaus sehenswerte Dokumentation über die Entstehung des Filmes. Zwar gibt es neben den Statements der Darsteller, des Regisseurs und der Autorin nur Filmausschnitte und leider kein Behind-the-Scenes-Material, jedoch kann man sich in den 30 Minuten ein paar nützliche Informationen abholen, wobei der Kommentar einfach die bessere Wahl wäre. Die Dokumentation wurde optional deutsch untertitelt. Zum Schluss gibt es noch einen Trailer, sowie eine Einleitung der Macher bei Disc-Start. Schade, dass es weder richtiges Behind-the-Scenes-Material, noch "entfernte Szenen" zu sehen gibt. Zudem liegen die Extras nur in Standard Definition vor. Zumindest ein HD-Trailer hätte drin sein müssen. Die Menügestaltung ist wieder sehr schlicht ausgefallen, bleibt aber leicht zu navigieren. Das normale Menübild liegt komischerweise nur in 1080i vor, anstelle 1080p.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Die vorliegende Blu-ray ist leider eine herbe Enttäuschung, weil bildtechnisch nicht wirklich auf hohem Niveau und der deutsche Ton ist eine Katastrophe. Lediglich die wenigen Extras sind sehenswert, aber auch bereits auf DVD vorhanden. In der Form lohnt ein Upgrade nicht. Sehr schade.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Panasonic DVD-S75 (über RGB)
Verstärker:
Denon - AVR 2105
Fernseher:
Toshiba - 43 VJ 13
Dieses Review wurde am 16. Dezember 2008 von Daniel Pereé geschrieben.