Deutschland. Heute. Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) startet während einer Projektwoche zum Thema „Staatsformen“ einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur greifbar zu machen. Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen. Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer richtigen Bewegung. Der Name: DIE WELLE. Bereits am dritten Tag beginnen Schüler, Andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren. Als die Situation bei einem Wasserballturnier schließlich eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen. Zu spät. DIE WELLE ist längst außer Kontrolle geraten....
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (2.35:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Constantin Film codierte "Die Welle" in MPEG-4 und grundsätzlich können wir uns über einen gelungenen Transfer freuen, der allerdings ein wenig mit den stilistischen Verfremdungen der Macher zu kämpfen hat. So befindet sich die Detailzeichnung auf einem sehr hohen Niveau, was aber durch die absichtlich sehr unruhige Kameraführung beeinträchtigt wird und durchaus als wechselhaft bezeichnet werden darf. Hinzu kommt der absichtlich steile Kontrast, der helle Flächen überstrahlen lässt, insgesamt aber gute Werte abliefert und zudem mit einem sehr satten Schwarzwert aufwartet. Aufgrund der Überstrahlung gehen in hellen Flächen aber eine Menge Details verloren und selbst dunklere Szenen lassen einiges an Details missen. Dafür sind die Farben sehr natürlich ausgefallen und bieten eine kräftige Sättigung. Der oftmals erhoffte Wow-Effekt bleibt hier zwar aus, aber dank einer guten Plastizität, sowie einer ordentlichen Tiefenwirkung können wir uns über ein gelungenen High-Definition-Transfer freuen, der ohne Bild- oder Kompressionsfehler auskommt.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
DTS HD 5.1 in Deutsch
Bemerkungen:
Soundtechnisch präsentiert man uns einen DTS-HD 5.1 High Resolution Master-Track und einen PCM 5.1-Mix, welche sich nicht sonderlich voneinander unterscheiden, da beide mit einem sehr guten Klang an den Start gehen. So spielt sich ein Großteil zwar nur im Frontbereich ab, doch es ist überraschend, wie viele subtile und feine Effekte wahrzunehmen sind, die schlussendlich für eine angenehme Räumlichkeit sorgen. Zudem gibt es immer wieder Sequenzen, in denen die Surround-Aktivität angehoben wird und teilweise sehr druckvoll und dynamisch zugeht. Dies ist meist beim Einsatz von Musik der Fall, welche mit sehr viel Bass aufwarten kann, aber leider nicht immer ausreichen differenziert klingt. Die Balance zwischen Dialogen und Effekten stimmt aber und für einen Film wie "Die Welle" ist das Klangerlebnis wirklich sehr gut ausgefallen. Optional gibt es deutsche Untertitel für Hörgeschädigte.Optional gibt es deutsche Untertitel für Hörgeschädigte.
| AUSSTATTUNG
Wertung:
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Medientyp:
BD 50
Verpackung:
Blu-Ray Amaray
Bonus-Material:
- Audiokommentar mit Darsteller und Crew
- Pop-Up Infos zum Film von Regisseur Dennis Gansel
- Making of (ca. 22 Min. in HD)
- Videotagebuch von Regisseur Dennis Gansel (ca. 42 Min.)
- Deleted Scenes (ca. 16 Min.)
- Extended Scenes (ca. 7 Min.)
- Alternatives Ende (ca. 7 Min.)
- Outtakes (ca. 6 Min.)
- Interviews
- Original Lehrer Ron Jones besucht Klasse
- Die Kerner-Sendung mit Live-Experiment (ca. 25 Min.)
- Verleihung Deutscher Filmpreis (ca. 5 Min.)
- Musikvideo Empty Trash mit Making of
- Rede von Staatsminister Walter Steinmeier
- Teaser & Trailer
Bemerkungen:
Das Zusatzmaterial ist auf der Blu-ray sehr üppig ausgefallen. So dürfen wir uns über einen Audiokommentar mit dem Regisseur Dennis Gansel freuen, bei der Co-Drehbuchautor Peter Thorwarth, sowie der Produzent und Hauptdarsteller Jürgen Vogel zugegen sind. Geboten wird uns ein lockerer und durchaus hörenswerter Kommentar, wobei Regisseur Gansel immer wieder etwas abschweift und auf spaßige Weise von seinen Kollegen die Ohren langgezogen bekommt, da man weniger über die Produktion der Szenen, als über die Entwicklung der Charaktere spricht und was man sich dabei gedacht hat. Dennoch wird stets versucht, einen Mittelweg zwischen Produktions- und Darstellerinfos, Charakterentwicklung und Originalgeschichte zu finden. Nicht immer sehr leicht, manchmal nervt das Geschwafel über "unwichtigere" Sachen, was die Sprecher zum Glück ziemlich schnell selbst merken.
Wer noch mehr Infos zum Film haben will, kann sich das Feature "Pop-up-Info" hinzuschalten, mittels dem während des Films immer wieder kleine Fenster mit Hintergrundinfos des Regisseurs auf. Ebenfalls sehr schön ist das 42minütige "Videotagebuch". Während der gesamten Produktionsphase ließ Regisseur Gansel eine Kamera mitlaufen und so bekommen wir einen wirklich mehr als informativen Einblick in die Entstehung des Filmes. Angefangen vom Drehbuchschreiben über das Casting hin zu den eigentliche Dreharbeiten und der Premiere in den USA und Deutschland ist das Gezeigte einfach Klasse und wird noch vom Regisseur dokumentiert. Das 22minütige Making of kann einfach nicht mit den vorherigen Extras mithalten und könnte theoretisch einfach übersprungen werden. Zwar liegt es in 1080i vor, aber der Informationsgehalt ist sehr gering ausgefallen. So kommen Cast & Crew zu Wort, man hört das übliche Gelabere, was im Endeffekt nur der Werbung bzw. Ankündigung dienlich ist. Öde ...
Unterhaltsamer sind dann die nachfolgenden 15 "Deleted Scenes", sowie die 7 Minuten an "Extended Scenes". Desweiteren gibt es noch ein alternatives Ende und 6 Minuten an sehr witzigen Outtakes. Auf Wunsch können sämtliche Szenen mit einem Regiekommentar geschaut werden. Nun folgen 20 Minuten an Interviews mit den Filmemachern, dem Original-Lehrer Ron Jones und den Darstellern. Diese Clips sind wie immer nur sehr oberflächlicher Natur und bieten kaum nützliche Informationen. Nachfolgend gibt es noch ein kurzes Feature, in dem Ron Jones das Filmset besucht. Interessanter wird es bei einem 24minütigen Ausschnitt der Sendung "Die Kerner Sendung mit Live Experiment". Sie diente damals als Promotion zum Film und hat neben Jürgen Vogel noch weitere Darsteller, den Regisseur etc. zu Gast. Original-Lehrer Ron Jones führt dort mit den Zuschauern ein Live-Experiment durch, das man gesehen haben sollte.
Der Rest ist eigentlich nur noch mäßig interessant. So gibt es einen Mitschnitt der "Verleihung des deutschen Filmpreises", ein Musikvideo inkl. Making of und die Rede von Staatsminister Steinmeier anlässlich der Filmpremiere auf der Berlinale 2008 (nur als Audiofile). Trailer und Teaser dürfen schlussendlich genauso wenig fehlen wie die obligatorische Trailershow, eine kleine Merchandising-Seite mit Hörproben des Hörspieles zum Film, sowie ein 4seitiges Booklet mit Darstellerinfos.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Die vorliegene Blu-ray hinterlässt einen wirklich guten Eindruck und überzeugt im Bereich Bild und Ton genauso wie beim Bonusmaterial, welches einige nützliche Extras zu bieten hat. Filmisch ist "Die Welle" sicherlich kein Highlight geworden, sollte man aber zumindest einmal gesehen haben. Hierzu eignet sich die Blu-ray natürlich perfekt.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Panasonic DVD-S75 (über RGB)
Verstärker:
Denon - AVR 2105
Fernseher:
Toshiba - 43 VJ 13
Dieses Review wurde am 09. Januar 2009 von Daniel Pereé geschrieben.