Als ein paar Jugendliche auf einem Friedhof aus Versehen einen schlecht gelaunten China-Dämon in Gummi-Ganzkörpermontur zum Leben erwecken und dieser fortan die heimatverbundenen Bewohner des Kuhkaffs Gold Lick, Oregon, terrorisiert, hat Teenager Jeff, der wohl größte existierende Bruce Campbell-Fan, die krass gute Idee, seinen Superstar im Kampf gegen die Kreatur um Hilfe zu bitten. Das Problem: Bruce ist gerade im Dreh zu CAVE ALIEN 2, einem weiteren Meilenstein seiner Filmkarriere. Problem Nr. 2: Der hochbegehrte Schauspieler würde einen Teufel tun, bekloppten Fans unter die Arme zu greifen. Also kidnappen die Goldlicker kurzerhand den Hoffnungsträger und schaffen es tatsächlich, Bruce mit Freibier und den heißen Kurven von Jeffs Mama einigermaßen bei Laune zu halten. Bis der bärtige Untote erscheint und unser Held schleunigst die Flucht ergreift.
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (1.85:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Ungewöhnlicher Weise liegt das in VC 1 encodierte Bild im klassischen 16:9 Format von 1,78:1 vor, was wohl daran liegt, das diese sehr kleine Produktion mit elektronischen HD Kameras und nicht mit echten Film gedreht wurde. Kontrast und Schwarzwert sind dabei sehr gut ausgefallen und geben kaum Anlass zur Kritik. Speziell der Kontrast wurde sehr natürlich gehalten, so gibt es weder Überstrahlungen in hellen Bildbereichen noch gehen Details in dunklen Szenen verloren. Feine Helligkeitsabstufungen werden sauber und klar wiedergegeben. Auch der Schwarzwert zeigt sich von seiner besten Seite. Weder aufgehelltes Schwarz noch Detailverlust in dunklen Szenen muss befürchtet werden. Die Farbwiedergabe beeindrucken mit klaren, kräftigen und leuchtenden Farben, wie man sie leider bei aktuellen Produktionen durch den inflationsartigen Einsatz von Farbfiltern nur noch selten zu Gesicht bekommt. Hier zeigt mal wieder ein kleiner Billigfilm den Mega Blockbustern eindrucksvoll, das es auch ohne Farbfilter ganz prima geht!
Analoge Störungen wie Schmutz, Dropouts oder Laufstreifen sind bei einem Film, der durchgehend mit digitalen Kameras gedreht wurde, natürlich nicht zu erwarten. Insofern ist das Bild angenehm störungsfrei. Auch Rauschen fällt praktisch kaum auf, lediglich ganz dezent ist in einigen wenigen Szenen ein leichtes Rauschen im Hintergrund wahrzunehmen. Filmkorn ist bei einer digitalen Produktion eh kein Problem, auch Rauschfilter wurden nicht eingesetzt.
Die Bildschärfe ist durchgehend gut bis sehr gut. Konturen werden sauber dargestellt, ohne dass Doppelkonturen durch eine eventuelle elektronische Schärfeanhebung sichtbar werden. Das größte Problem der Blu-Ray ist allerdings die nur durchschnittliche Auflösung, was wohl zu allererst daran liegt, das keine Full HD Kameras verwendet wurden. Besonders in den Hintergründen fehlt sichtbar die Durchzeichnung, feine Details werden nur unzureichend dargestellt, das Bild wirkt leicht flächig. Zwar ist das Bild immer noch besser aufgelöst als das einer DVD, für Blu-Ray Verhältnisse kommt es aber nicht über Mittelmaß hinaus. Besonders in Bewegungen fällt ein zusätzlicher Detailverlust auf. HD Feeling will sich da nicht so recht einstellen. Die Kompression sollte mit dem sehr sauberen Material eigentlich keine Probleme haben, zeigt aber immer wieder abgestufte Farbverläufe und sichtbare Blockbildung, was für die verwendete VC 1 Kompression eher untypisch ist.
Die Vorlage überzeugt zwar mit schonen Farben und gutem Kontrast, die etwas zu geringe Auflösung kostet dem Bild aber knapp den vierten Punkt. Auch die Kompression kann hier nicht überzeugen.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
DTS HD 5.1 in Deutsch
DTS HD 5.1 in Englisch
Bemerkungen:
Bei einer Billigproduktion sollte man naturgemäß keine so großen Ansprüche an die Tonqualität stellen wie bei einem Blockbuster. So auch hier. Trotz einer DTS HD Master Audio Spur ist die Qualität eher zurückhaltend. Die Dialoge sind zwar gut verständlich und werden ohne Rauschen oder Verzerrungen wiedergegeben, die Raumabbildung hält sich allerdings sehr stark zurück. Der Ton ist stark frontlastig und zu stark auf den Center fixiert. Weder kann die Geräuschzuordnung überzeugen noch werden Rechts – Links Übergänge überzeugend wiedergegeben. Auf den hinteren Kanälen dominiert primär die Musik, direkte Effekte oder auch Nebengeräusche bleiben die Ausnahme. So entwickelt sich kaum ein überzeugendes Raumgefühl. Bass und Dynamik bleiben im unteren Mittelfeld und können ebenfalls nicht recht überzeugen.
Die englische Tonspur bleibt sogar noch unter der Qualität der deutschen Spur. Sie ist noch einmal deutlich frontlastiger und bietet nur ein Minimum an Surround. Selbst die Musik klebt an den Frontlautsprechern und entfaltet sich kaum im Raum. Genau so hat auch bei Bass und Dynamik die deutsche Tonspur die Nase vorn.
| AUSSTATTUNG
Wertung:
Untertitel:
Deutsch,
Englisch
Medientyp:
BD 50
Verpackung:
Blu-Ray Amaray
Bonus-Material:
- Comic
- Audiokommentar
- Making of
- Featurettes
- Trailer
Bemerkungen:
Die Ausstattung ist zweigeteilt. Auf der Film-Blu-Ray finden sich ein interessanter Audiokommentar (leider ohne deutsche Untertitel), der recht lustig diverse Anekdoten und Details der Produktion vermittelt. Dazu gesellt sich noch der Kinotrailer und ein BD-Live Feature mit einigen Informationen über Gast und Crew.
Der Rest des Bonusmaterials befindet sich auf einer separaten Scheibe, die sich allerdings bei genauer Betrachtung als DVD herausstellt. Hier ist zunächst das lustige, einstündige Making Of zu erwähnen. Dazu gesellen sich noch einige weitere kurze Clips, die noch einige Informationen enthalten sowie einige, in denen vorrangig geblödelt wird. Wie beim Film selbst sollte man auch hier nicht alles erst nehmen und keine wirklich handfesten Infos erwarten. Der Spaßfaktor steht hier eindeutig im Vordergrund.
Lobenswert ist das Wendecover, mit dem sich die unschönen neuen FSK Logos auf dem Frontcover vermeiden lassen. Zusätzlich ist in der Box noch ein kleines Comicbüchlein enthalten.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Ein recht lustiger kleiner Film, mit dem sich der ehemalige Horrorstar Bruce Campbell augenzwinkernd selbst auf die Schippe nimmt. Technisch kann die Blu-Ray allerdings nicht so recht überzeugen. Trotz gutem Kontrast und schönen Farben lässt die Auflösung leider etwas zu wünschen übrig, auch der frontlastige Ton bleibt hinter den Erwartungen zurück. Immerhin kann die Ausstattung überzeugen, auch wenn diese komplett in Standard Qualität auf einer separaten DVD vorliegt. Für Fans von Bruce Campbell durchaus ein Kauftipp.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Panasonic DMP-BD55 (über HDMI)
Verstärker:
Yamaha RX-V 1400 RDS
Fernseher:
Philips 52 PFL 9632
Dieses Review wurde am 30. März 2009 von Mario Remler geschrieben.