Im November 1959 ist Truman Capote (PHILIP SEYMOUR HOFFMAN) dank des Erfolgs von "Frühstück bei Tiffany" ein gefeierter Schriftsteller und der Liebling des New Yorker Jetset. Beim Lesen der New York Times wird er auf einen Aufsehen erregenden Mordfall aufmerksam: Eine vierköpfige Familie aus Kansas wurde förmlich hingerichtet. Kaltblütig. Spontan beschließt Capote, dass eine Untersuchung des Falls vor Ort sein nächster Artikel für den New Yorker werden soll. Begleitet von seiner Freundin und Muse, der Schriftstellerin Harper Lee (CATHERINE KEENER), reist Capote ins amerikanische Hinterland, wo man dem flamboyanten Großstädter mit den auffälligen Manierismen mit großer Skepsis begegnet. Als noch während Capotes Recherchen die beiden Täter, Perry Smith (CLIFTON COLLINS JR.) und Dick Hickock (MARK PELLEGRINO), geschnappt werden, beschließt der Schriftsteller, den geplanten Artikel auszuweiten: Mit einem Roman über die wahren Ereignisse will er Literaturgeschichte schreiben und unsterblich werden. Doch bald schon entwickelt sich aus seinem anfänglichen Interesse wahre Obsession: Vor allem der intelligente Smith steht Capote bald näher, als ihm lieb sein könnte...
Auf Ihrer Flucht durch Kansas ermorden zwei junge Zuchthäusler auf brutalste Weise eine Farmersfamilie.
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (2.35:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Da uns lediglich die Blu-ray für „Capote“ vorlag, beziehen sich alle folgenden Aussagen auf diesen Film. Eine Beurteilung der Blu-ray für „Kaltblütig“ ist nicht möglich. Alles in allem bleibt das Bild weit hinter den Erwartungen zurück. Es sind nicht die stets blass und kraftlos wirkenden Farben, die zu diesem Urteil führen – die können schließlich ein Stilmittel sein. Es sind auch nicht die recht oft ins Rötliche gehenden Gesichtsfarben oder der zum Teil zu steile Kontrast, der im Dunkeln viele Details verschwinden lässt. Auch das starke Rauschen, das man während der gesamten Laufzeit zu sehen bekommt, ist letztlich nicht ausschlaggebend. Es ist vor allem die Bildschärfe, die erschreckend unbefriedigend ausgefallen ist: Sie entspricht dem, was man von einer eher durchschnittlichen DVD-Umsetzung erwartet und ist für eine Blu-ray genau genommen unakzeptabel. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Sony lediglich den DVD-Transfer auf Blu-ray gepresst hat. Hinzu kommt, dass das Bild bei Mustern oft flimmert und Naturaufnahmen durch Artefakte gestört werden. Das Bild ist des Filmes und des Mediums unwürdig.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
Dolby TrueHD 5.1 in Englisch
Dolby TrueHD 5.1 in Deutsch
Dolby TrueHD 5.1 in Italienisch
Bemerkungen:
Ein Actionfeuerwerk kann man bei „Capote“ nicht erwarten und so hört man nicht viel davon, dass der Ton sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache in Dolby TrueHD 5.1 vorliegen. Dennoch bietet der Ton – vor allem im englischen Original – sehr präzise Arbeit und eine angenehme Geräuschkulisse. Die Stimmen klingen natürlich und die Abmischung ist sehr gut gelungen. Es gibt kein dominierendes Element, welches das Hörerlebnis in irgendeiner Form schmälert. Gleichzeitig aber fehlt dem Ton in beiden Sprachfassungen ein wenig die Kraft. Die englische Tonspur klingt wesentlich natürlicher und bietet eine schönere Geräuschkulisse, so dass ihr der Vorzug zu geben ist. Aber auch hier werden die Rears eher marginal eingesetzt, wenn zum Beispiel summende Insekten zu hören sind oder Musik zu hören ist. Fehler wie Verzerrungen sind nicht zu hören.
| AUSSTATTUNG
Wertung:
Untertitel:
Deutsch,
Englisch,
Türkisch,
Italienisch
Medientyp:
BD 50
Verpackung:
Blu-Ray Amaray
Bonus-Material:
Capote:
- Audiokommentar Philip Seymour Hoffman & Regisseur Bennett Miller
- Audiokommentar Regisseur Bennett Miller & Kameramann Adam Kimmel
- Filmdokumentationen: „Erhörte Gebete“
- Making of
- BD-Live
Kaltblütig:
Kein Bonusmaterial
Bemerkungen:
Gut gelungen sind die beiden Audiokommentare, die auf der Blu-ray zu „Capote“ angeboten werden. Während der eine Audiokommentar von Regisseur Miller – der den Fokus auf die Produktion und seine Recherchearbeiten setzt - und Hauptdarsteller Hoffman – der wiederum auf die Nuancen des Spiels und sein Interesse an der Rolle eingeht – eingesprochen wurde, wurde der zweite Kommentar von Miller und Kameramann Kimmel eingesprochen. Kimmel liefert einige sehr interessante Einblicke zum Einsatz von Licht und Schatten. Beide Kommentare sind auf ihre Weise äußerst informativ und gut gesprochen. Auch das Making of ist sehr interessant, allerdings kann es schon alleine aufgrund seiner Laufzeit und seiner Natur nicht mit den Audiokommentaren mithalten. Die Filmdokumentation widmet sich dem echten Truman Capote, ist aber mit einer Laufzeit von knapp sieben Minuten viel zu kurz geraten und daher ein bisschen unbefriedigend. Die Extras kennt man von der DVD-Veröffentlichung.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Grandioser Film, grandiose Schauspieler, eher unbefriedigende Blu-ray-Veröffentlichung. Wer „Capote“ bereits auf DVD hat, muss sich nicht grämen, denn die Blu-ray-Veröffentlichung bleibt weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Vor allem das Bild hinterlässt den Eindruck, dass Sony der Einfachheit halber den DVD-Transfer auf Blu-ray gepresst hat (ein Eindruck, der durch die bereits bekannten Extras verstärkt wirkt). Der Ton ist gelungen, wegen der Thematik des Films jedoch eher unspektakulär. Bei den Extras stechen die beiden Audiokommentare hervor. Immerhin erscheint die Blu-ray mit Wendecover.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Pioneer DV 490 V-S
Verstärker:
Teufel Concept S Subwoofer + R
Fernseher:
Toshiba 32 WLG 66
Dieses Review wurde am 16. April 2009 von Nicola Egert geschrieben.