Der 22-jährige Christopher McCandless (Emile Hirsch) hat gerade das College mit Auszeichnung abgeschlossen. Eine viel versprechende Zukunft liegt vor ihm. Eigentlich. Denn ganz zum Leidwesen seiner Eltern (William Hurt, Marcia Gay Harden) pfeift er auf das Jurastudium an der renommierten Harvard Universität. Stattdessen spendet Christopher seine gesamten Ersparnisse, immerhin vierundzwanzigtausend Dollar, zerschneidet Kreditkarten und Sozialversicherungsausweis und macht sich auf, sein Leben für sich neu zu erfinden. Er lässt seinen Wagen stehen, verbrennt sein letztes Bargeld und trampt ohne einen Cent in der Tasche quer durch Nordamerika, Richtung Alaska, in die Wildnis. Unterwegs trifft er auf andere Aussteiger, erfährt menschliche Nähe, schließt Freundschaften. Doch es zieht ihn weiter, bis das Abenteuer in Alaska ein jähes Ende findet...
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (2.35:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Into the wild bietet vor allem eins: atemberaubend schöne Landschaftsaufnahmen. Daher ist es schade, dass das Bild nicht immer optimal ist. Vor allem die Farben lassen oft die Strahlkraft vermissen, die man sich bei so einem Film wünschen würde. So werden die Farben zwar meistens natürlich wiedergegeben, wirken aber gleichzeitig meistens ein bisschen blass bzw. reduziert. Das ist sicherlich ein Stilmittel, andererseits lässt es aber gerade die wunderschönen Landschaften, die in dem Film gezeigt werden, nicht zu voller Geltung kommen. Ähnlich gestaltet es sich mit der Bildschärfe. Sie ist zwar so gut, dass sie – vor allem bei Nahaufnahmen – sehr viele Details wie Poren in Gesichtern zeigt, gleichzeitig aber wirken Kanten oft etwas zu weich. Und das macht sich dann auch wieder vornehmlich bei den Landschaftsaufnahmen bemerkbar. Zudem gibt die Bildschärfe bei schnellen Bewegungen und Kameraschwenks oft stark nach, so dass viele Details verloren gehen. Das deutlich erkennbare Rauschen mag ein Stilmittel sein, wirkt sich aber ab und zu negativ auf die Wiedergabe feinerer Details aus. Vor allem aber lässt es das Bild teilweise sehr unruhig wirken. Der Kontrast ist weitestgehend ausgewogen, neigt aber in hellen Szenen zu leichten Überstrahlungen und in dunklen Szenen gehen manchmal einzelne Details verloren. In einigen wenigen Szene fällt der Kontrast deutlich steiler aus, was aber beabsichtigt zu sein scheint. Der Schwarzwert ist sehr gut, so dass dunkle oder schwarze Flächen nicht ins Gräuliche gehen. Die Kompression arbeitet zwar weitestgehend unauffällig, dennoch kann man ab und zu Artefakte erkennen. Im Vergleich zu der DVD-Veröffentlichung des Films bietet die Blu-ray das bessere Bild und stellt einen echten Fortschritt dar, bietet aber letztlich HD-Durchschnitt.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
DTS HD Master Audio 5.1 in Englisch
DTS HD Master Audio 5.1 in Deutsch
Bemerkungen:
Der Ton, der sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache in DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegt, ist eher unspektakulär, was aber angesichts der Art des Films nicht weiter verwunderlich ist. Die englischsprachige Tonspur ist dabei der deutschen Tonspur deutlich überlegen, weil sie nicht nur insgesamt natürlicher klingt, sondern auch das kraftvollere und zugleich filigranere Spiel liefert. Die deutsche Tonspur verliert dagegen durch die Synchronisation viel Atmosphäre und zumindest eine Szene klingt deutlich blechern und dadurch unnatürlich, während sich ein vergleichbarer Fehler bei der englischen Tonspur nicht finden lässt. Die deutsche Tonspur ist zudem deutlich frontlastiger ausgefallen als die englische Spur. Zwar bietet auch das englische Original nicht unbedingt ein Effektfeuerwerk, aber durch die besser eingebundenen Umgebungsgeräusche kommt ein angenehmer und natürlich klingender Raumklang auf, den man bei der deutschen Fassung ab und zu vermisst. Alles in allem ist daher der englischen Sprachfassung der Vorzug zu geben, die ein jederzeit natürliches, angenehm klingendes Spiel bietet und die Surroundboxen wesentlich besser nutzt, wodurch der Film wesentlich an Atmosphäre gewinnt.
| AUSSTATTUNG
Wertung:
Untertitel:
Deutsch
Medientyp:
BD 50
Verpackung:
Blu-Ray Amaray
Bonus-Material:
- TV-Spots
- Interviews mit Cast & Crew
- Trailer
- Featurette "The Experience"
- Featurette "The Story The Characters"
- Musikvideo Eddie Vedder
- Internationale Kinotrailer
Bemerkungen:
Das Bonusmaterial ist weitestgehend mit der DVD-Veröffentlichung identisch, liegt aber immerhin in HD vor. Sowohl die Featurette The Experience (ca. 17 Minuten) als auch die Featurette The Story, the Characters (ca. 22 Minuten), die im Kern das Bonusmaterial ausmachen, sind sehenswert, bieten aber nicht unbedingt Material, das man sich mehrfach ansehen muss. The Story, the Characters fokussiert auf die tatsächlichen Erlebnisse, auf die sowohl Buch als auch Film basieren. Unter anderem erzählt Sean Penn, wie er das zugrunde liegende Buch entdeckte und warum es zehn Jahre dauerte, bis er den Film realisierte. The Experience bietet im Kern ein Making of des Films, das leider ein bisschen zu sehr an der Oberfläche bleibt, aber trotzdem kurzweilige Unterhaltung bietet. Die Interviews mit Cast & Crew bieten leider viel von dem Material, das bereits in den beiden Featurettes verwendet worden ist und bietet daher nicht viel Neues. Den Abschluss bilden der deutsche und der englische Kinotrailer, drei TV-Spots sowie ein Musikvideo von Eddie Vedder. Der Blu-ray-Veröffentlichung wurde ein Wendecover gegönnt, dessen eine Seite frei vom FSK-Siegel ist.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Into the Wild ist ein Film, der mit seiner Gesichte den Zuschauer von Anfang an zu fesseln vermag und ganz nebenbei wunderschöne Landschaftsaufnahmen zeigt. Die Blu-ray bietet ein im Vergleich zur DVD deutlich besseres Bild und einen in der Originalsprache sehr schönen Ton, während die deutsche Fassung viel Atmosphäre verliert. Das Bonusmaterial ist weitestgehend von der DVD bekannt. Es gibt ein Wendecover.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Panasonic DMP BD-55
Verstärker:
Teufel Concept S Subwoofer + R
Fernseher:
Panasonic TH-50 PZ 800 E
Dieses Review wurde am 08. September 2009 von Nicola Egert geschrieben.