Als ein aus Hamburg kommendes Flugzeug auf dem Logan Airport in Boston landet, findet man nur noch Tote an Bord. Deswegen wird FBI Special Agent Olivia Dunham (Anna Torv) beauftragt, die Ermittlungen aufzunehmen – sie gehört zu einem gemeinsamen SOKO der verschiedenen Polizeiinstitutionen. Dann wird ihr Partner, Special Agent John Scott (Mark Valley), im Zuge der Ermittlungen fast getötet. Olivia sucht verzweifelt nach jemandem, der sie unterstützen kann, und stößt auf Dr. Walter Bishop (John Noble), den Einstein unserer Generation. Aber die Sache hat einen Haken: Er lebt seit 17 Jahren in einem Sanatorium – um ihn befragen zu können, muss sein Sohn Peter (Joshua Jackson) seine Einwilligung geben – doch der will nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben.
Olivias Ermittlungen führen zum milliardenschweren Konzern Massive Dynamic und der intriganten Firmenmanagerin Nina Sharp (Blair Brown). Unser Trio wider Willen arbeitet jetzt mit Agent Phillip Broyles (Lance Reddick) vom Verfassungsschutz sowie den FBI-Agenten Charlie Francis (Kirk Acevedo) und Astrid Farnsworth (Jasika Nicole) zusammen und entdeckt, dass die Affäre um den tödlichen Flug immer größere Kreise zieht – die Dimensionen sind schockierend.
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (1.78:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Für eine Fernsehserie ist das Bild, das auf Blu-ray präsentiert wird, sehr gut, allerdings leider nicht ganz frei von Mängeln. So ist vor allem die Qualität der Bildschärfe wechselhaft. Meistens bewegt sie sich auf hohem Niveau – so bekommt man vor allem bei Nahaufnahmen selbst feine Details präsentiert. Über weite Strecken sind auch Aufnahmen in der Halbtotalen und Totalen von guter Schärfe, was zu einer letztlich detailreichen Wiedergabe führt. Allerdings gibt es immer wieder einzelne Sequenzen, in denen die Schärfe zum Teil deutlich nachlässt. In einigen Szenen ist das ganz klar beabsichtigt, in anderen wiederum stellt sich die Frage, ob das wirklich so gewollt ist. Der Detailreichtum wird immer durch ein verhältnismäßig starkes Rauschen negativ beeinflusst, das zum Teil für das Auge eher unangenehm ist und die Schärfe reduziert. Die Farben werden dagegen stets kräftig und strahlend wiedergegeben. Der Kontrast ist über weite Strecken gut austariert, fällt aber vereinzelt etwas steil aus. Dies scheint jedoch in den meisten Fällen ein bewusst eingesetztes Stilmittel zu sein, so dass dies nicht zu bemängeln ist. Der Schwarzwert ist sehr gut. Leider bereitet die Kompression ab und zu Probleme: So kann man zum Beispiel leider immer wieder Artefakte erkennen. Alles in allem ist die Serie auf Blu-ray sehenswert und dürfte auch auf größeren Projektionsflächen überzeugen.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
Dolby Digital 2.0/DS in Deutsch
Dolby Digital 5.1 in Englisch
Dolby Digital 2.0/DS in Spanisch
Dolby Digital 2.0/DS in Französisch
Bemerkungen:
Entgegen vollmundiger Ankündigungen seitens Warner liegt der deutsche Ton (wie auch die anderen Synchronfassungen auf dieser Blu-ray-Veröffentlichung) leider nur in Dolby Digital 2.0 vor. Dafür liegt der englische Originalton in Dolby Digital 5.1 vor. Getestet wurden sowohl die deutsche als auch die englische Sprachfassung.
Der deutsche Ton läuft sauber. Die Dialoge sind jederzeit gut zu verstehen und werden nicht etwa durch Effekte oder die musikalische Untermalung überlagert. Die Stimmen klingen dabei jederzeit natürlich, wenn auch einen Tick flacher im Vergleich zu der musikalischen Untermalung. Diese wiederum kann jederzeit überzeugen und sorgt für etwas Raumklang, was man von den Effekten und Umgebungsgeräuschen leider nur selten behaupten kann. Alles in allem wird das Potential der Serie rein tontechnisch leider nicht ausgeschöpft. Das liegt nicht nur an der 2.0-Abmischung, sondern auch daran, dass Effekte und Umgebungsgeräusche zum Teil etwas zu subtil eingesetzt wurden. Soll heißen: Auch dann, wenn es eigentlich ordentlich krachen sollte, wirkt der Ton immer ein bisschen zu verhalten.
Obgleich der englische Originalton in Dolby Digital 5.1 vorliegt, ist der doch eher frontlastig. Zwar bietet der englische Ton einen im Vergleich zur deutschen Spur überlegenen Raumklang, letztlich bleibt die Veröffentlichung aber auch hier hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Serie generell eher dialoglastig ist. Zum anderen aber lässt die Wiedergabe der Effekte ein bisschen Volumen vermissen und wirkt dadurch ein bisschen flach und oft kraftlos. So will der Ton ab und zu nicht so recht zu dem passen, was man auf dem Bildschirm sieht – zum Beispiel bei einer Explosion, bei der man mehr Wucht auf den Boxen erwarten würde. Aber auch hier gilt, dass die Dialoge jederzeit gut verständlich wiedergegeben werden und die Stimmen natürlich klingen. Zudem kann man konstatieren, dass der Ton für eine Fernsehserie gut gelungen ist.
| AUSSTATTUNG
Wertung:
Untertitel:
Französisch,
Spanisch,
Niederländisch
Medientyp:
BD 50
Verpackung:
Sammelbox
Bonus-Material:
- 3 Audiokommentare
- Entschlüsselung der Szenen
- Ein gewaltiges Unterfangen
- Geöffnete Akten
- Evolution: Die Entstehung von Fringe
- Die wissenschaftlichen Fakten von Fringe#
- Das Casting von Fringe
- Die visuellen Effekte von Fringe
- Robert Orcis Produktionstagebuch
- Ungewöhnliche Nebenwirkungen: Verpatzte Szenen
- Gene, die Kuh
- Analyse des Schemas
Bemerkungen:
Die Blu-ray wird in einem Schuber mit 3D-Aufdruck geliefert. Der Schuber ist erfreulicherweise frei vom verunstaltenden FSK-Siegel (was man vom Cover der Blu-ray-Hülle nicht behaupten kann). Zudem liegt der Veröffentlichung ein Booklet mit einer Episodenübersicht inklusive Kurzbeschreibungen der Episoden bei. Leider liegt der Großteil des Bonusmaterials nur in SD vor.
Auf den Blu-rays selbst findet man zu jeder Episode mindestens eine der so genannte Entschlüsselung der Szenen. Dahinter verbirgt sich ein in der Regel sehr kurzes Making of, dem man deutsche Untertitel zublenden kann. Aufgrund der Kürze gehen diese kleinen Häppchen (um mehr handelt es sich letztlich nicht) nie wirklich in die Tiefe, bieten aber launige Unterhaltung und immerhin einen kleinen Einblick in die Arbeiten zur Serie. Zu einigen Episoden gibt es außerdem noch Featurettes, die als Ein gewaltiges Unterfangen bezeichnet werden. Dahinter verbergen sich im Grunde genommen weitere kleine Making ofs wie bei Entschlüsselung der Szenen, allerdings liegt hier der Fokus mehr auf den Effekten. Ebenso gibt es zu ein paar Episoden so genannte Geöffnete Akten, die im Grunde genommen Deleted Scenes bzw. erweiterte Szenen zeigen.
Interessant sind auch die Featurettes Evolution: Die Entstehung von Fringe, Die wissenschaftlichen Fakten von Fringe sowie Das Casting von Fringe. Vor allem letztere ist deshalb interessant, weil man Aufnahmen von den Original-Castings sieht, was man selten genug zu sehen bekommt. Genauso wie die Featurette Die visuellen Effekte von Fringe beinhalten sie aber zum Teil Spoiler, so dass man sie sich möglichst erst ansehen sollte, nachdem man die Staffel komplett gesehen hat.
In Robert Orcis Produktionstagebuch führt uns einer der Schöpfer der Serie an einige Locations der Serie. Dieser Bonus ist zwar einerseits eine nette Beigabe, andererseits liefert sie nicht viel Neues, wenn man sich die anderen Extras bereits angesehen hat. Ungewöhnliche Nebenwirkungen: Verpatzte Szenen ist eher für Fans der Serie, die sicher ihren Spaß haben werden. Ähnlich verhält es sich mit der kurzen Featurette Gene, die Kuh, deren Bedeutung für die Serie hier gewürdigt wird. Die Analyse des Schemas bietet einige Kommentare von Wissenschaftlern, die sich zu sechs Szenen der ersten Staffeln äußern.
Höhepunkt sind aber die drei Audiokommentare, die man auf den Blu-rays findet, – das gilt vor allem für der Audiokommentar zur Pilotfolge, dem auch Schöpfer J. J. Abrams beiwohnt, den man bei den beiden weiteren Audiokommentaren ein bisschen vermisst. Trotzdem: Alle drei Audiokommentare machen Laune, wurden gut eingesprochen und bieten viele interessante Informationen. Allerdings muss man der englischen Sprache mächtig sein, weil man leider keine deutschen Untertitel zublenden kann.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Fringe-Fans können getrost zugreifen. Zwar ist die Blu-ray-Umsetzung nicht perfekt, aber doch auf einem hohen Niveau. Das Bild ist – abgesehen von leichten Schwächen – sehr gut. Der Ton bleibt leider ein bisschen hinter den Möglichkeiten zurück, zumal der deutsche Ton leider nur in Dolby Digital 2.0 vorliegt. Das Bonusmaterial ist sowohl unterhaltsam als auch informativ. Der Schuber ist erfreulicherweise frei vom FSK-Logo (das Cover der Hülle jedoch nicht).
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Panasonic DMP BD-55
Verstärker:
Teufel Concept S Subwoofer + R
Fernseher:
Panasonic TH-50 PZ 800 E
Dieses Review wurde am 01. Dezember 2009 von Nicola Egert geschrieben.