Vor 30 Jahren: Aliens landeten zum ersten Mal auf der Erde. Die Menschen warten seitdem auf den feindlichen Übergriff oder auf den gigantischen technologischen Fortschritt. Doch nichts davon geschah. Die Aliens kamen als letzte Überlebende ihres Heimatplaneten als Flüchtlinge auf die Erde. Während die ganze Welt darüber diskutierte, was mit ihnen passieren soll, wird ihr Raumschiff vorübergehend nach District 9, einem Armenviertel in Südafrika, versetzt.
Um die wachsende Angst der Menschen über die andauernde Situation zu entschärfen, übernimmt die Gruppe Multi-National United (MNU) die Aufsicht über die Aliens. Diese sind allerdings nicht am Wohl der Flüchtlinge interessiert, sondern haben ihren eigenen Plan – sie wollen die Waffen der Außerirdischen zu ihren Gunsten nutzen. Doch bislang scheiterte dieses Vorhaben, da die Aktivierung der Waffen nur mit Hilfe der DNA der Aliens funktioniert.
Als sich der Agent der MNU Wikus van der Merwe (Sharlto Copley) mit einem mysteriösen Virus infiziert, der seine DNA verändert, wird er zum meist gesuchten und gleichzeitig verletzlichsten Mann der Erde – denn er ist der Schlüssel, um das Geheimnis der Technologie der Aliens zu lüften.
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| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (1.85:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Das Bild liegt, wie bei Sony Pictures üblich, im korrekten Format von 1,85:1 vor. Encodiert wurde mit 24 Bildern pro Sekunde in MPEG 4 AVC. Kontrast und Schwarzwert können überzeugen. So ist der Kontrast nur leicht überhöht, es kommt nur selten zu Überstrahlungen. Ansonsten werden die Helligkeitsabstufungen sauber und klar getrennt. Schwarz ist satt schwarz, es kommt weder zu Aufhellungen noch gehen in dunklen Szenen Details im Schwarz verloren. Die Farben wurden leicht mit Farbfiltern beeinflusst und zeigen sich etwas verwaschen und ausgebleicht, was ausgezeichnet zum Look des Filmes passt.
District 9 wurde durchgehend mit digitalen Kameras gedreht. Analoge Störungen oder Defekte, aber auch Filmkorn sind somit nicht zu erwarten. Auch Rauschen ist nirgends zu sehen. Das Bild ist komplett störungsfrei, lässt allerdings durch das Fehlen des Filmkorns leider auch etwas den typischen Filmlook vermissen und wirkt etwas zu glatt und seelenlos.
Bildschärfe und Auflösung sind sehr gut. Konturen werden klar wiedergegeben, Saumkanten durch Nachschärfungen sind nicht zu sehen. Ebenso werden die Details sehr klar hervor gearbeitet. Sowohl die Vordergründe wie auch die Hintergründe werden sehr detailiert dargestellt, Unschärfen sind nirgends zu erkennen. HD - Feeling stellt sich durchgehend ein. Auch die Kompression zeigt keine Auffälligkeiten und hält sich unauffällig im Hintergrund.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
DTS HD Master Audio 5.1 in Englisch
DTS HD Master Audio 5.1 in Deutsch
DTS HD Master Audio 5.1 in Spanisch
Bemerkungen:
Wie bei Sony üblich, liegen sowohl die englische wie auch die deutsche Tonspur in verlustfrei komprimiertem DTS HD Master Audio vor. Die Dialogverständlichkeit ist dabei sehr gut und gibt keinen Anlass zur Kritik, auch wenn die englischen Dialoge der Originalspur geringfügig realistischer klingen als die etwas sterile deutsche Syncronisation.
Die Frontkanäle sind gut abgemischt und überzeugten mit klar positionieren Effekten. Rechts - Links Übergänge sind gut platziert, auch sonst gefällt die breite Frontabbildung. Leider bleibt die Raumabbildung etwas zurückhaltend. So erscheint der Mix recht frontlastig. Die hinteren Kanäle kommen nur selten richtig zum Zug, selbst die feinen Nebengeräusche, die viel zur gelungenen Räumlichkeit beitragen, bleiben viel zu oft auf den Frontkanälen fixiert. Lediglich die Filmmusik nutzt die Surrounds ordentlich aus. Immerhin, einige ordentliche Effekte gibt es dann zwar besonders im Finale doch noch geboten, aber thematisch und handlungsmäßig hätte man hier deutlich mehr erwartet. Auch die Dynamik bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück, lediglich die Basswiedergabe überzeugt.
- movieIQ: Bietet Zugriff auf Echtzeit-Informationen über Besetzung, Musik, Neuigkeiten und vieles mehr beim Anschauen des Films
- Cinechat
- Johannesburg aus der Vogelperspektive: Satellitenaufnahmen und schematische Darstellungen der Welt von District 9 – interaktive Karte
- Filmkommentar von Regisseur/Co-Autor Neill Blomkamp
- Entfallene Szenen
- Die Alien-Agenda: Protokoll eines Filmemachers - dreiteiliger Dokumentarfilm
- Metamorphose: Die Transformation von Wikus
- Innovation: Schauspiel und Improvisation
- Konzept und Design: Entwicklung der Welt von District 9
- Generierung der Aliens: Visuelle Effekte
Bemerkungen:
Wie bei Sony Pictures in letzter Zeit fast üblich, ist die Blu-ray deutlich besser ausgestattet als die gleichzeitig erschienene DVD des Filmes. Wie schon auf der DVD gibt es auch auf der Blu-ray den informativen Audiokommentar des Regisseurs und das 2 - teilige Making of, das interessante Einblicke in die Produktion des Filmes vermittelt. Hinzu kommen 4 weitere, kürzere Dokumentationen, die Einblicke in das Design des Filmes und die Entwicklung der Trickeffekte geben. Dazu kommen einige entfallene Szenen, eine interaktive Karte sowohl die üblichen movieIQ und CinechatFeatures. Das separate BD - Live Feature bietet leider keinen Filmbezogenen Content. Zwar ist das Bonusmaterial in der Summe durchaus informativ, gemessen am Erfolgt des Filmes hätte man sich hier allerdings etwas mehr erhofft.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Der von Peter Jackson produzierte Überraschungserfolg kann auf Blu-ray überzeugen. Beim komplett mit digitalen Kameras gedrehten Bild bleibt zwar der Filmlook etwas auf der Strecke, dafür überzeugt die Bildschärfe und Auflösung. Auch der Ton bietet eine ordentliche Qualität, verschenkt allerdings mit seiner räumlich zurückhaltenden Art etwas Potential. Die Ausstattung ist informativ, gemessen am Erfolg des Filmes aber etwas zu knapp. Dennoch ein klarer Kauftipp, besonders Fans des Filmes werden sich über die im Vergleich zur DVD deutlich bessere Bildqualität, reichhaltigere Ausstattung und die HD Tonspuren freuen.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
Panasonic DMP-BD55 (über HDMI)
Verstärker:
Yamaha RX-V 2065
Fernseher:
Philips 52 PFL 9632
Dieses Review wurde am 12. April 2010 von Mario Remler geschrieben.