Abgelegen im blauschwarzen Tannenwald liegt er, der Mordhof. Hier wurde die gesamte Familie Danner brutal mit der Spitzhacke erschlagen, auch die Kinder und die neue Magd. Niemand im Dorf hat von der grausamen Tat etwas mitbekommen. Wundern tut es aber keinen, war doch der alte Danner (Vitus Zeplichal) ein alter Tyrann und Geizhals, der es sich mit jedem in der Umgebung verscherzt hatte. Seine frömmelnde Frau (Lisa Kreuzer) sprach mit niemandem, und die Kinder seiner Tochter Barbara (Brigitte Hobmeier) sollen auch von ihm gewesen sein ...
Als zwei Jahre später die junge Kathrin (Julia Jentsch) im Dorf auftaucht, ist der Täter noch immer nicht gefunden. Bald erkennt sie hinter dem dichten Netz aus Lügen und Schweigen eine tiefe Schuld im Dorf und ahnt, dass der Fall mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb sein kann ...
WERBUNG
| BILD
Vorlage:
Kompression:
Bildformat:
Widescreen (2.35:1 - anamorph)
Bemerkungen:
Insgesamt betracht bleibt der Bildtransfer der deutschen Literaturverfilmung Tannöd durchaus positiv im Gedächtnis. Die Bildschärfe ist die meiste Zeit auf einem überdurchschnittlichem hohen Niveau, wobei sich die Detailzeichnung nicht ganz so positiv hervortut wie die Kantenzeichnung. Besonders in einigen Tagesszenen sticht diese mit einem rasiermesserscharfen Ergebnis hervor. Leider besteht der Film jedoch zu größten Teilen aus dunklen Aufnahmen. Dies schlägt sich auch in der Farbwiedergabe wieder, die sich hauptsächlich auf dunkelblaue, -grüne und andere erdige Töne beschränkt. Der Kontrast fällt extrem straff aus, was leider dazu führt, dass des öfteren Details verschluckt werden. Auch der Schwarzwert hätte angesichts der zahlreichen dunklen Szenen etwas kräftiger ausfallen müssen. Ansonsten befindet sich der Transfer in einem sehr guten Zustand und zeigt keinerlei Defekte. Das Bildrauschen fällt dezent aus, variiert jedoch je nach Szene. Die Kompression arbeitet sehr gut und reproduziert das Zelluloid hervorragend.
| TON
Qualität:
Surround-Mix:
Tonformat:
DTS HD High Resolution 5.1 in Deutsch
Bemerkungen:
Natürlich fällt die Tonwiedergabe ziemlich zurückhaltend aus. Der Film bietet allerdings auch keine Möglichkeit für eine dynamische und laute Effektkulisse. Was wir hier also geboten bekommen, ist eine sehr frontlastige und ruhige Abmischung, die sehr homogen und ausgewogen klingt und es schafft eine hervorragende Atmosphäre zu schaffen. Bis auf sehr dezente Umgebungsgeräusche hören wir nicht wirklich viel aus den Rearspeakern. Dafür verteilt sich jedoch die Filmmusik räumlicher als die Effekte. Qualitativ lässt sich an der DTS-HD-Abmischung nichts aussetzen: Dialoge sind immer gut verständlich und werden fehlerfrei wiedergegeben.
| AUSSTATTUNG
Wertung:
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Medientyp:
BD 50
Verpackung:
Blu-Ray Amaray
Bonus-Material:
- Interviews (ca. 11 Min.)
- Blick hinter die Kulissen (ca. 3 Min.)
- Filmhund “Colt” beim Dreh (ca. 3 Min.)
- Monica Bleibtreu ist “Traudl Krieger” (Bildgalerie)
- Darsteller-Infos
Bemerkungen:
Das Bonusmaterial sticht mit seiner Gesamtlaufzeit von noch nicht mal 20 Minuten nicht gerade positiv hervor. Die Interviews sind da noch am interessantesten. Es gibt zudem noch eine kleine Featurette über den Hund, sowie einen Backstage-Beitrag. Abgerundet werden die Extras von einer Bildergalerie und Darstellerinfos.
|GESAMTURTEIL
Wertung:
Bemerkungen:
Insgesamt kann die Blu-ray zur Romanverfilmung Tannöd doch überzeugen. Vor allem das Bild bietet guten Durchschnitt, wäre jedoch in einigen Parametern verbesserungswürdig. Der Ton fällt erwartungsgemäß unspektakulär aus, passt aber letztlich zum Film. Die Extras enttäuschen.
| TESTGERÄTE
DVD-Spieler:
LG BH200
Verstärker:
Yamaha RX V 565
Fernseher:
Samsung LE 46 A 557
Dieses Review wurde am 29. Juni 2010 von Kevin Maier geschrieben.