Sergej M. Eisensteins episch angelegte Biografie von 1938 erzählt die Geschichte des russischen Nationalhelden Alexander Newski (1220 - 1263). ...Russland im 13. Jahrhundert: Mongolisch-Tatarische Horden des Dschingis-Khan haben große Teile Russlands besetzt. Aus dem Westen rückt das Heer des Deutschen Ritterordens vor und verwüstet das Land. Die strategisch wichtige Stadt Nowgorod wird zum nächsten Ziel der Invasoren. Doch Alexander Newski, Fürst von Nowgorod, will seine Stadt nicht kampflos aufgeben.
Eisensteins pathetisches Meisterwerk wartet mit einer ausdrucksstarken Filmmusik von Sergej Prokofjew ("Peter und der Wolf") auf sowie mit einer grandiosen Kameraarbeit, deren ungewöhnliche Perspektivwechsel den Zuschauer scheinbar am Geschehen teilhaben lassen.
Sergej M. Eisensteins exorbitantes Epos über den autoritären Machthaber Iwan IV. stellt eine eindrucksvolle Symbiose aus Biografie, Drama und Historienfilm dar. Das Auftragswerk Stalins markierte gleichzeitig die letzte filmische Arbeit des russischen Meister-Regisseurs. Die historische Figur Iwan IV. lebte von 1530 bis 1584 und wurde bereits im Alter von 17 Jahren zum Zaren gekrönt. Der als klug, weitsichtig, in der Heiligen Schrift bewandert und launenhaft geltende Herrscher befahl vielen Tausenden den Martertod. Trotz seiner Gräueltaten beeinflusste Iwan IV. wie kein anderer das zukünftige Schicksal Russlands.
Für den ersten Teil bekam Eisenstein den Stalin-Preis, der zweite Teil des Films wurde verboten und erhielt erst 1958 die Freigabe zur öffentlichen Vorführung, ein geplanter dritter Teil blieb unvollendet.
Der Film "Oktober" entstand zu Ehren des 10. Jahrestages der Oktoberrevolution im Auftrag der Kommission für die Jubiläumsfeierlichkeiten des Präsidiums des Zentralexekutivkommitees der UdSSR.
In Deutschland wurde "Oktober" unter dem Titel "Zehn Tage, die die Welt erschütterten" bekannt und zeichnet die revolutionären Ereignisse des Jahres 1917 in Russland, vom Sturz der Zarenherrschaft bis zum Sturm auf das Winterpalais, nach. Eisensteins dramatische Bilder vom Sturm auf das Winterpalais sind, ähnlichm wie die legendären Szenen auf der Hafentreppe in Odessa ("Potemkin"), tief ins kollektive Gedächnis eingegangen. Es sind die Schlüsselbilder einer Epoche.
Russland 1905: Mit der Niederlage im Krieg gegen Japan breitet sich die soziale und politische Krise auf das gesamte Zarenreich aus. Die Matrosen der "Potemkin", die im Hafen von Odessa am Schwarzen Meer liegt, sind die anhaltenden Erniedrigungen der Offiziere leid und meutern. Unter der Führung des Matrosen Wakulintschuk gelingt der Aufstand zwar, dennoch wird dieser später ermordet. Die Nachricht von der Meuterei verbreitet sich wie ein Lauffeuer auf die Bevölkerung von Odessa. Die Menschen strömen in den Hafen und versammeln sich auf der monumentalen Hafentreppe. Diese Treppe wird zum Schauplatz des grausamen Gegenschlags des Zaren-Regimes. Der Stummfilm-Klassiker gilt bis heute gerade wegen der berühmten "Treppenszene" als ein Meilenstein der Filmgeschichte und wurde u.a. 1958 auf der Brüsseler Weltausstellung
zum "Besten Film aller Zeiten" gekürt sowie 2003 in den Filmkanon aufgenommen,
der jungen Menschen das Filmgenre näher bringen soll.