In einem leeren, konturlosen Raum mit orangefarbenen Wänden, einer Lampe und einem Lichtschalter befinden sich auf dem braunen Fußboden eine dunkelrote Blutlache und einzelne verteilte Blutspritzer. Etwas Grauenvolles muss sich ereignet haben, vielleicht ein Unfall oder ein Verbrechen.
Francis Bacon Gemälde Blood on the Floor diente Mark-Anthony Turnage als Inspiration zu seiner neunsätzigen Suite für drei Jazzsolisten und Kammerorchester, die er seinem an einer Überdosis Drogen verstorbenem Bruder Andrew widmete. Die von Bacons Gemälde vermittelten Emotionen spielen für die gesamte Suite eine entscheidende Rolle. So äußert sich die bildlich dargestellte latente Gewalt in aggressiven musikalischen Ausbrüchen, und in der Ruhe von Stücken wie Junior Addict oder Elegy for Andy liegt viel Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Turnage gelingt es, eine Vielzahl ständig wechselnder Gefühle darzustellen. Er schickt den Hörer in die emotional zwischen Ekstase und Verzweiflung changierende Welt eines Drogenabhängigen.