Der Maler Michelangelo Merisi (Nigel Terry), geboren 1571 in Caravaggio in der Nähe von Mailand, liegt im Sterben. Er befindet sich in einem armseligen Raum im toskanischen Porto Ercole, die einzige Hilfe bekommt er von seinem stummen Gefährten Jerusaleme. Gerade erst ist er vierzig geworden; sein Gesicht ist unrasiert, von Narben und den Spuren eines wilden Lebens übersäht. Er ist seit Jahren auf der Flucht und liegt jetzt fernab seiner Heimat im Sterben. Ein jämmerlicher Tod für einen Künstler seiner Bedeutung. In Fieberträumen und erotischen Fantasien vermischen sich Episoden seines aufregenden Lebens mit den Visionen seines nahenden Todes.
Es geht um Shakespeare und es geht um Liebe. In THE ANGELIC CONVERSATION visualisiert Derek Jarman die unterschwellig homoerotischen Themen in William Shakespeares Sonette. Judi Dench liest 14 dieser Sonette, untermalt mit der Musik von COIL, die zur Kulisse für Jarmans visuelle Kollage aus surrealistischen und eindringlichen Bildern werden. Ganz vertrauend auf die expressive Kraft von Bildern und Tönen, gelingt Jarman ein persönlicher Diskurs über Leben und Tod, Anziehung und Distanz, Schönheit und Vergänglichkeit.
Geistreich und witzig, konzentriert und bunt, eine philosophische Abhandlung und gleichzeitig eine spannende Biographie. Derek Jarman erzählt die Geschichte von Ludwig Wittgenstein: Wiener Millionärssohn, Schullehrer, Krankenhauspförtner, Gärtner, Cambridge-Dozent, Kriegsoffizier, Kommunist und schwul.