Sechs Jahre nach ihrem Aufstieg zum Star in Of Human Bondage zeigte Bette Davis eine ebenso überwältigende Leistung in einer weiteren W.-Somerset-Maugham-Verfilmung: In Das Geheimnis von Malampur spielt sie eine Ehebrecherin, die ihre Verführungskünste einsetzt, um einer Mordanklage zu entgehen. Davis lädt den Film mit erotischer Spannung auf – unterstützt wird sie dabei von einem makellosen Darstellerensemble, atmosphärischen Kamerabildern und der inszenatorischen Brillanz des dreifachen Oscar®-Preisträgers* William Wyler, der mit Davis auch Jezebel – Die boshafte Lady und Die kleinen Füchse gedreht hat. Das Geheimnis von Malampur wurde für sieben Oscars®** nominiert, darunter in den Kategorien Bester Film, Hauptdarstellerin, Regie und Nebendarsteller. Dieses überragende Melodram ist und bleibt einer der außergewöhnlichsten Hollywood-Filme überhaupt – Filmkunst in Vollendung.
Zwei ehemalige arbeitslose Kriegskameraden (James Cagney und Humphrey Bogart) verdienen sich nach dem Ersten Weltkrieg ihren Unterhalt als Alkoholschmuggler. Doch je besser der Handel mit der verbotenen Ware läuft, desto härter werden die Methoden, bis sich schließlich die ehemaligen Freunde als erbitterte Feinde gegenüber stehen.
Auf dem Schild am Fernfahrerlokal steht: „Mann gesucht“. Schnell kapiert der Vagabund Frank Chambers die doppelte Bedeutung des Schilds, als er die umwerfende Cora mit ihrem Schmollmund kennen lernt – sie ist die erheblich jüngere Frau des Wirts.
Die Verfilmung des Romans Im Netz der Leidenschaften von James M. Cain (Frau ohne Gewissen, So lange ein Herz schlägt) erwies sich als beispielhafter Klassiker des Film noir, der Hollywood-Glamour mit der erbarmungslosen Geschichte einer mörderischen Leidenschaft verbindet. Als heimliches Liebespaar Frank und Cora spielten John Garfield und Lana Turner die wichtigsten Rollen ihrer Karrieren: Ein erster Versuch, den Ehemann um die Ecke zu bringen, geht schief. Das nächste Mal klappt es. Beim Mordprozess hauen die beiden sich gegenseitig übers Ohr, um dann doch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Aber damit ist die unvorhersehbare Geschichte durchaus nicht vorbei. Der metaphorische Romantitel deutet es an: Das dicke Ende kommt erst noch.
DIE BEWOHNER VON BLACK ROCK begrüßen den geheimnisvollen, einarmigen Fremden John J. Macreedy auf ihre Art: Er darf gleich wieder verschwinden. Oder sie sorgen dafür, dass er in einer Holzkiste verschwindet. Der zweifache Oscar®-Preisträger* Spencer Tracy (1955 wurde er mit diesem Film in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für den Oscar® nominiert) spielt den Kriegsveteranen Macreedy, der nicht verrät, warum er nach Black Rock gekommen ist. Als man ihn bedroht und gewalttätig angreift, reagiert er absolut kaltblütig. Geschickt steigert Regisseur John Sturges (Gesprengte Ketten) die Spannung, als allmählich klar wird, was Macreedy vorhat und welches grausige Geheimnis die Stadt hütet. Robert Ryan, Walter Brennan, Ernest Borgnine und Lee Marvin zählen zu den Gangstern und Schoßhunden der Stadt. „Ich bin halb Pferd, halb Krokodil“, sagt einer. Sie werden bald merken, dass Macreedy aus noch härterem Holz geschnitzt ist.
Der abgehalfterte Privatdetektiv Philip Marlow soll einen - scheinbar - unspektakulären Erpressungsfall untersuchen. Doch seine Ermittlungen führen ihn in ein abgründiges Geflecht aus Korruption, Rauschgifthandel und Gewalt ... Bogart und Bacall, im Leben wie im Film ein Traumpaar der ganz besonderen Art, in ihrem größten gemeinsamen Auftritt. Raymond Chandler, der Autor der berühmten Romanvorlage, arbeitete selbst am Drehbuch für diesen einzigartigen Klassiker der "schwarzen Serie" mit.