Dokumentarisches Porträt des Schriftstellers, Bildhauers und Grafikers Günter Grass, das entlang der immer noch unzähligen Aktivitäten des virulent unbequemen Nobelpreisträgers seine Biografie, seine Literatur und sein soziales Engagement zusammenführt und mit den ihm wichtigen Orten und Menschen verknüpft. Zeitliche Klammer ist dabei die Fertigstellung, Veröffentlichung und Diskussion der Autobiografie »Beim Häuten der Zwiebel«, in der Grass u.a. erstmalig von seiner Mitgliedschaft bei der Waffen-SS erzählt.
Eine respektvolle ‚backstage’-Begleitung eines umtriebigen Künstlers, strukturiert durch Grass’ eigene Gedichte und rhythmisiert durch seinen persönlichen Vortragsstil, ohne Archivaufnahmen vertrauend auf die Aktualität der künstlerischen und politischen Arbeit und der persönlichen Erinnerungen.
1924 wird in der Freien Stadt Danzig der kleine Oskar Matzerath geboren. Das frühreife Kind entlarvt schnell das kleinbürgerliche, scheinheilige Leben der Erwachsenen. Aus Protest beschließt er an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr weiter zu wachsen. Leidenschaftlich revoltiert der anarchische Zwerg auf seiner Blechtrommel gegen fanatische Nazis und deren feige Mitläufer. Erst nach Kriegsende, als endlich Hoffnung auf Menschlichkeit aufkeimt, fasst Oskar den Entschluss, wieder zu wachsen ...