Ein Rikschafahrer gerät - nachdem ihm die Fahrradrikscha gestohlen wird - in die Schuld der Besitzerin der Rikschaflotte. Die Chefin übergibt ihn in die Obhut des Poeten (Tony Leung Chiu-Wai), ein Zuhälter und ihr heimlicher Liebhaber. Dieser sperrt den CYCLO (Le Van Loc) in einer Wohnung ein und lässt ihn dann und wann raus, damit er kriminelle Taten begeht. Langsam aber sicher findet der CYCLO Gefallen am Leben eines Gangsters und an dem leicht und schnell verdienten Geld. Doch was ihm verborgen bleibt - auch für seine ältere jungfräuliche Schwester (Tran Nu Yen Khe) scheint das geregelte Leben zwischen Schule und Herd Vergangenheit zu sein. Längst ist sie dem Poeten verfallen und verkauft sich ihm zuliebe an seine perverse Klientel.
Mùi, ein zehnjähriges Mädchen vom Land, verlässt 1951 ihr Dorf in Vietnam und begibt sich nach Saigon um dort als Dienstmädchen für eine gutbürgerliche Familie zu arbeiten. Hier wird die Dienstmagd Truong Thi zu Mùis engster Vertrauten und weist sie in die Geheimnisse des Haushaltes ein. Mùi arbeitet sehr gewissenhaft, findet besonderen Gefallen an der traditionellen Zubereitung der Papaya und flüchtet häufig in den friedlichen Garten, wo sie fasziniert das Treiben der Natur beobachtet. Zehn Jahre später wird sie zunächst als Dienstmädchen zum Pianisten Khuyen geschickt, den sie schon als kleines Mädchen verehrte. Der schweigsame Künstler lehrt sie Lesen und Schreiben. Schon nach kurzer Zeit bemerken beide, dass sie mehr verbindet als Múis bloße Dienerschaft...